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Nachrichten aus Sport aus der Region - Region im Blick

SG Köndringen-Teningen gewinnt packendes Derby

Maurice Bührer verwandelt Siebenmeter in letzter Sekunde zum 31:30

Die SG Handballer gewinnen ein dramatisches Derby in letzter Sekunde und sammeln wichtige Punkte im Abstiegskampf. Bei der Rückkehr von unter anderem Ex-Trainer Ole Andersen zeigt der TV Willstätt die reifere Spielanlage, scheitert aber an einer Mannschaft, die das ganze Spiel nicht aufsteckt und am Ende das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hat. Kommenden Freitag geht es wiederum um die nächsten Zähler beim direkten Konkurrenten und nordbadischen Vertreter vom TVS Baden-Baden (Freitag, 20.30 Uhr, Rheintalhalle Sandweier).

Für das Treffen der südbadischen Drittligisten mussten Schilling und Eble auf Julius Hofmann verzichten, auch etatmäßiger Stammkeeper Kicki war nur eingeschränkt einsatzfähig. Sebastian Endres dagegen stoß erst Donnerstag wieder zum Teamtraining dazu, zudem war in den Tagen zuvor eine Erkältung im Team grassiert. 

Für die sich im Abstiegskampf befindlichen Breisgauer war das Duell gegen den direkten Konkurrenten ein Vier-Punkte-Spiel, welches nicht nur aufgrund des Derbycharakters und dem Wiedersehen mit alten Bekannten schon genug Brisanz in sich trug.

Neben Ole Andersen und Werner Minder kehrten auch einige Spieler an ihre alte Wirkungsstätte zurück. So war Vincent Lutz vor wenigen Monaten noch mit der SG aufgestiegen, aber auch Rückraumlinker Jan-Phillipp Valda und Linksaußen Philipp Kunde streiften bereits das gelb-schwarze Dress über. Alle drei Spieler durften gegen ihren Ex-Club von Beginn ran. 

Dort fand vor allen Dingen Felix Krüger mit den ersten drei Treffern für den TVW gut ins Spiel (2:3 4‘). Die SG hatte jedoch eine Antwort parat und einen gut aufgelegten Fabian Hörsch, der beim Auswärtssieg in Schwetzingen schon eine überragende Leistung zeigte. Der Teninger Torwart gab seinem Team Sicherheit und Ballgewinne, die die SG beim 6:5 (11‘) zur ersten Führung des Spiels durch Sebastian Endres ummünzen konnte. 

Hreblev erhöhte (8:6 12‘), doch Willstätt glich in Person von Maximilian Hartz zum 8:8 aus (17‘).  Weiterhin mutig konnte die SG zunächst wieder in Führung gehen (10:8 19‘, 12:10 22‘). 

Eine Überzahlsituation konnten die Gelb-Schwarzen zunächst nicht ausnutzen, Willstätt drehte in der Folge die Partie mit drei Treffern vor der Halbzeit (13:14 28‘). 

Die Teninger glichen jedoch noch zweimal vor der Pause aus, weswegen sich die Teams mit 15:15 zur Pause trennten. 

Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten aber die Teninger. Starke Anfangsminuten brachten die erste drei Tore Führung durch Lukas Zank (20:17 35‘).

Knapp acht Teninger torlose Minuten sollten dieser Vorsprung aber nicht überleben. Willstätt glich durch Krüger in der 42. Minute aus und ging durch den umtriebigen Andre Alves und abermals Krüger mit 22:24 in Front (45‘). 

Vier Minuten später erhöhte Kreisläufer Ludwig sogar auf drei Treffer (24:27 49‘). Die Mannschaft von Kapitän Simak gab sich in dieser Phase nicht auf: Fabrizio Spinner willte zwei Würfe über die Torlinie und Ljubic glich nach Ballgewinn kurz darauf aus (28:28 54‘). 

Die erfahrenere Mannschaft aus der Ortenau nutze jedoch die Teninger Unzulänglichkeiten weiter aus. Fast schien es schon wieder so als ob die SG nochmals Lehrgeld zahlen müsse. Nach einer Auszeit sorgten Bührer und Spinner aber für den 30:30 Ausgleich.

In der letzten Minute vergab die SG zunächst die Chance auf den Führungstreffer und brachte Willstätt in Position doch noch mit zwei Punkten nach Hause gehen zu können. Ex-SG Trainer Andersen setzte alles auf eine Karte und spielte mit dem zusätzlichen, siebten Feldspieler. Den schwer einsehbaren Rückraumwurf vom Willstätter Streckhardt parierte Hörsch, der Abpraller landete in Axel Simaks Händen. Dieser schaltete geistesgegenwärtig und warf auf das verwaiste Willstätter Gehäuse, wurde dabei aber von TVW Kreisläufer Ludwig heruntergerissen. Regelkonform entschieden die Schiedsrichter auf Strafwurf für Teningen. Dabei behielt Maurice Bührer gegen Ex-Mitspieler Lutz die Nerven und traf vor 750 Zuschauenden zum umjubelten 31:30. 

Unterm Strich ein am Ende etwas glücklicher Heimsieg, der nicht minder weniger hoch zu bewerten ist, da die Mannschaft neben einer guten handballerischen Leistung auch Charakter bewies. Mit zwei Siegen stehen die Breisgauer nun auf einem guten achten Tabellenplatz. 

Vorschau Baden-Baden

Der kommende Gegner aus Baden-Baden war in diesem Sommer gemeinsam mit der SG in die 3.Liga aufgestiegen. Mit einem Sieg gegen den TV Willstätt rangieren die Nordbadener auf dem 12. Tabellenplatz. Doch nicht nur gegen Willstätt zeigte die Mannschaft von Sandro Catak ansprechende Leistungen. Vergangenen Samstag zeigte der TVS eine gute Leistung beim Topteam aus Leutershausen (32:20 Niederlage). Die letzten Aufeinandertreffen beider Teams in der BWOL waren stets umkämpfte, knappe Spiele, auf ein welches sich auch die Eble-Schilling-Mannschaft kommenden Freitagabend einstellt. Anpfiff der Partie ist um 20.30 Uhr in der Sandweirer Rheintalhalle. 

Text: Felix Weise

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