Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Schwarzwald

Verlässlicher Amtsleiter und geschätzter Kollege - Dieter Kleinhans verabschiedet sich nach 27 Jahren in den Ruhestand

Ein „Gentleman der alten Schule“ und echter „Pfundskerl“ nimmt Abschied: Nach fast drei Jahrzehnten im Dienst der Stadt Villingen‑Schwenningen wurde kürzlich Amtsleiter Dieter Kleinhans in der Schwenninger Neckarhalle feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Oberbürgermeister Jürgen Roth (rechts) verabschiedete gemeinsam mit Bürgermeister Detlev Bührer (links) den langjährigen Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau, Dieter Kleinhans, in den Ruhestand.

Madlen Falke; Abdruck

Oberbürgermeister Jürgen Roth würdigte in seiner Rede neben Kleinhans’ fachlicher Expertise vor allem seine menschliche Haltung – Fleiß, Höflichkeit, Verlässlichkeit und ein stets zugewandtes Auftreten, das ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der Verwaltung machte.

Kleinhans, der sein Architekturstudium in Karlsruhe mit dem Diplom abschloss, war zunächst als angestellter Architekt in Furtwangen tätig. Im Mai 1999 kam er zur Stadt Villingen‑Schwenningen und blieb der Verwaltung damit fast 27 Jahre treu. 2008 übernahm er die Leitung des neu gegründeten Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau und baute dieses auf. Seitdem trug er über 17 Jahre Verantwortung für eines der komplexesten Ämter der Stadt mit mehr als 250 städtischen Gebäuden sowie Brunnen und Denkmäler, seit 2011 gehören auch die Freiflächen an Gebäuden und die gesamten Sportflächen, mitsamt etwa 41 Großspielfelder, dazu.

Unter seiner Leitung wurden zahlreiche prägende Bau‑ und Sanierungsprojekte umgesetzt. Dazu zählen der Neubau der Feuerwehr Schwenningen sowie die umfassenden Generalsanierungen der Gymnasien am Deutenberg und am Hoptbühl. Weiterhin verantwortete er umfangreiche Brandschutz‑ und Sanierungsmaßnahmen an der Klosterringund der Sprachheilschule sowie an der Friedensschule, die Sanierung des Sportgeländes am Hoptbühlgymnasium, die Umnutzung der Französischen Schule zur Volkshochschule, den Neubau des Krematoriums und die Umnutzung des ehemaligen Schulschwimmbads der Neckarschule zu dringend benötigten Klassenräumen. Unter seiner Leitung wurde außerdem die Verwaltungszusammenführung am Oberen Brühl vorbereitet, deren Einzug für 2027 geplant ist. 

In seiner Dankesrede hob Kleinhans insbesondere die Leistung seines Teams hervor: Das Amt besteht aktuell aus über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, im Kernamt 56 Beschäftigten. Seit 2008 wurden im Hochbau Projekte mit einem Gesamtvolumen von deutlich über 200 Millionen Euro realisiert. Der Ergebnishaushalt des Amtes umfasst jährlich ein Finanzvolumen von über 15 Millionen Euro. Der Oberbaldinger bedankte sich insbesondere bei seinen Abteilungsleitern Martin Kimmich und Tobias Reuter sowie bei seiner Assistentin Simone Maier für die Unterstützung. „Langweilig war es nie – jeder Tag brachte neue Herausforderungen, und genau das hat meinen Beruf immer spannend gemacht“, blickt der Amtsleiter zurück.

Für das Team hielt stellvertretend Martin Kimmich eine bewegende Rede. Er betonte, dass Dieter Kleinhans ein ausgesprochen guter Chef gewesen sei, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehabt habe – auch für private Anliegen. Er habe immer hinter seinem Team gestanden, war stets auf dem aktuellen Stand der Dinge, pflegte einen respektvollen Umgang und schaffte ein vertrauensvolles Miteinander. „Deine Tür stand für uns immer offen. Wir haben Dich immer sehr geschätzt und werden Dich als Freund behalten“, so Kimmich. 

Einen humorvollen Beitrag steuerte Joachim Wöhrle im Namen der Amtsleiterkollegen bei: Er erinnerte unter anderem daran, dass es die Bronzefigur auf dem Narrobrunnen ohne Dieter Kleinhans nicht geben würde. Wöhrle beschrieb Kleinhans als „Pfundskerl“, der stets hilfsbereit war und für den Teamgeist und Wertschätzung selbstverständlich waren. 

Oberbürgermeister Roth lobte Kleinhans’ Ruhe, seine Lösungsorientierung und sein Pflichtbewusstsein. „Für viele Kolleginnen und Kollegen waren Sie nicht nur Vorgesetzter, sondern auch Freund. Sie waren Ansprechpartner, Ratgeber und jemand, der mit ruhiger Hand durch anspruchsvolle Situationen führte. Ihre Art, Dinge zu erklären, zu ordnen und zu strukturieren, hat unser Verwaltungshandeln geprägt – und es an vielen Stellen besser gemacht“, so die anerkennenden Worte des Oberbürgermeisters. Roth erinnerte an Kleinhans’ Rückkehr nach einem schweren Radunfall, an seinen Einsatz bis über den offiziellen Rententermin hinaus und an die vielen Situationen, in denen Kleinhans auch in schwierigen Momenten Verantwortung übernahm. Er überreichte ihm im Namen der Stadt eine kleine Aufmerksamkeit und wünschte ihm Gesundheit und Freude für den neuen Lebensabschnitt.

Bei der Verabschiedung erfuhr der Dieter Kleinhans unter lang anhaltendem Applaus eine große Würdigung aller Gäste.

 

Text/Bild: Stadt Villingen-Schwenningen

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige