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Nachrichten aus Schwarzwald

Ein- und Ausblicke. Zur Sanierung der Sieben Täler Therme in Bad Herrenalb

Das derzeit größte Modernisierungsprojekt von Bad Herrenalb wird geplant und koordiniert von den 4a Architekten Stuttgart. Jochen Krämer ist als Bauherrenvertreter vor Ort und hebt Ende Mai  als optisch wahrnehmbaren Meilenstein bei der Revitalisierung die neu geschaffene Glasfassade hervorhebt, die dem Projekt bereits jetzt einen besonderen Charakter verleiht.

Vor der Glasfassade, dem neu geschaffenen Restaurantbereich v.l.n.r. Christian Kiensler - TGA Planer ,Alena Zgorskaya - Hauptplanerin Gesamtprojekt 4a Architekten, Christof Ratzinger - Bauleiter 4a Architekten, Roland Goertz - Brandschutz Gutachter, Jens Walter - Geschäftsführung Stadtwerke, Jochen Krämer - Bauherrenvertreter, Gerhard Palina - Projektsteuerung 4a Architekten, Bülent Vardar - interne Projektleitung Stadtwerke

Sabine Zoller

Fortschritt bei der Revitalisierung

Aktuell sind rund 30 Personen parallel auf der Baustelle tätig, damit das Gesamte zügig vorangeht. Jochen Krämer betont: „Die Fertigstellung der Fassade hat eine immense Bedeutung für die nachfolgenden Gewerke im Inneren und macht aus dem entkernten Rohbau ein Gebäude.“ Der Innenausbau kann nun durchstarten. Nachdem in den letzten Wochen bereits die Sockel der Umkleidespinte erstellt, Wände verputzt, Installationen der Duschen verlegt und Durchbrüche geschlossen wurden, wird aktuell der Innenputz aufgetragen, um die Flächen für die anschließenden Fliesenarbeiten bereitzumachen.

Bei diesem Zwischenschritt ist höchste Präzision entscheidend für das spätere optische Gesamtbild. Auf die Frage, warum das so wichtig ist, antwortet Jochen Krämer: „Das ist einfach zu beantworten. Geflieste Flächen entfalten ihre Wirkung durch präzises Arbeiten, ein genaues Fugenbild und klare Flächen. Dafür muss der Untergrund passen, sonst wird es schwierig.“

Flachfach mit Lichtkuppeln vor dem „Falkenstein"

Sabine Zoller

Parallel zu den intensiven Arbeiten im Gebäudeinneren wird mit Hochdruck am Flachdach gearbeitet, womit ein weiterer entscheidender Schritt getan ist. „Das Gebäude ist nun dicht“, bestätigt Krämer den aktuellen Stand. „Die Lichtkuppeln sind eingebaut und endgültig angedichtet. Jetzt kommt bereits wieder Licht von oben in den Bau.“ Auf dem Dach wird nun gedämmt und die Übergänge zu den Oberlichtern der Schwimmhalle werden hergestellt.

Das Außenbecken

Ein wichtiges Herzstück der Therme ist das separate und nun vom Innenbereich abgetrennte Außenbecken, an dem ebenfalls planmäßig gearbeitet wird. Über die letzten Handgriffe in diesem Bereich berichtet der Bauherrenvertreter: „Der Bereich um das Becken wird derzeit nachgearbeitet, dann wird das Gerüst für die Blechfassade aufgestellt, damit die Außenanlagenbauer ihre Arbeiten anschließen können.“ In der Kalenderwoche 24 wird zudem ein Gerüstzelt über dem Außenbecken errichtet, um witterungsunabhängig die Fertigstellung des Beckens zu ermöglichen.

Das Außenbecken der Therme ist nun losgelöst vom Innenbereich und separat zugänglich

Auch um die Therme herum verändert sich das Bild durch große Erdbewegungen, die den Untergrund für die spätere Gestaltung vorbereiten. Bis man das Endergebnis sieht, braucht es laut Krämer aber noch etwas Geduld: „Zunächst sind es vorbereitende Arbeiten für die finale Wegeführung durch den Saunagarten, deren Formensprache sich übrigens aus der prägnanten Form des Gebäudes entwickelt hat.“

Auch beim Thema Nachhaltigkeit und Regionalität setzt das Projekt ein wichtiges Signal, denn die bestehende Fassade aus Fichte und Tanne bleibt erhalten. Angesprochen auf die neu verputzten Flächen und das spätere Erscheinungsbild stellt Krämer klar: „Sie meinen die Flächen, die gerade für die spätere Aufnahme der Holz- und Blechfassade vorbereitet werden? Sobald diese abgeschlossen ist, wird die Unterkonstruktion angebracht und dann werden die restlichen vorgehängten Fassadenflächen erstellt. Von Anfang an war ohne Diskussion klar, dass auch hier wieder heimische Hölzer verwandt werden“, so Krämer, der sehr positiv über das ambitionierte Projekt und die planmäßige Eröffnung im Jahr 2027 spricht.

Text und Bilder: Sabine Zoller

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