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Nachrichten aus Schwarzwald

Aufbruch an der Brigachinsel – Stadt feiert Spatenstich für Stellplatz und Renaturierung

Mit einem offiziellen Spatenstich am 2. Juni hat Oberbürgermeister Jürgen Roth im Beisein von Mitgliedern des Gemeinderats, Aufsichtsräten der WIR GmbH, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und WIR GmbH sowie Vertretern der beteiligten Bauunternehmen den Startschuss für zwei bedeutende Projekte gegeben: den neuen Wohnmobilstellplatz am Brigachufer und den ersten Bauabschnitt der Brigach-Renaturierung.

Spatenstich für den neuen Wohnmobilstellplatz an der Brigach (von links): Boban Kekeleski (Abteilungsleiter Grünflächen- und Tiefbauamt), Tobias Herrmann (Interimsgeschäftsführer WIR VS GmbH und persönlicher Referent des OB), die Stadträte Sebastian van Ryt und Olaf Barth, Stadträtin Ulrike Merkle, Oberbürgermeister Jürgen Roth, die Stadträte Dirk Sautter, Michael Steiger und Bernd Lohmiller, Simone Haug (WIR VS GmbH) sowie Stadtrat Wolfgang Zimmermann.

Patrick Ganter/Stadt VS; Abdruck

Die Stadt Villingen-Schwenningen und die WIR Villingen-Schwenningen GmbH setzen damit ein starkes Zeichen für nachhaltigen Tourismus, ökologische Aufwertung und eine attraktive Stadtentwicklung. Oberbürgermeister Jürgen Roth: „Der heutige Spatenstich ist mehr als ein symbolischer Akt. Wir schaffen hier ein Angebot, das unsere Stadt bereichert – für Gäste, für die Natur und für alle, die gerne an der Brigach unterwegs sind. Wir gestalten hier einen Ort, der Menschen zusammenbringt und unsere Stadt noch lebenswerter macht.“

Direkt an der Brigach und in unmittelbarer Nähe zur historischen Innenstadt entstehen bis Herbst 42 moderne Stellplätze mit Stromanschlüssen, Frischwasser- und Entsorgungsstationen, begrünten Aufenthaltsbereichen sowie einer Informations- und Servicezone. Die Bauarbeiten führt die Firma Fischer Landschaftsbau aus Bonndorf aus.

Projektleiterin Simone Haug: „Der neue Wohnmobilstellplatz ist ein echter Gewinn für unsere Stadt. Wir schaffen hier einen Ort, der Komfort, Nähe zur Natur und kurze Wege in die Innenstadt verbindet. Unser Ziel ist es, Gästen einen modernen, einladenden Aufenthalt zu bieten – und gleichzeitig die lokale Infrastruktur sinnvoll zu stärken.“

Parallel zum Stellplatzbau beginnt der erste Abschnitt der ökologischen Renaturierung der Brigach. Auf rund 230 Metern – von der Fußgängerbrücke in Richtung Mühlenstraße bis zum Beginn des Unteren Dammwegs – wird das Gewässer naturnah umgestaltet. Ziel ist es, die Strukturvielfalt zu erhöhen und bessere Lebensräume für Fische und andere Wasserorganismen zu schaffen. Geplant sind unter anderem leichte Laufverlagerungen, neue Strömungs- und Lebensraumstrukturen sowie eine Niedrigwasserrinne, die auch bei geringem Wasserstand eine durchgängige Wasserführung sicherstellt. Wo möglich, wird harter Uferverbau zurückgebaut, um der Brigach wieder mehr Raum für eine natürliche Entwicklung zu geben. 

Silvie Lamla, Leitung Grünflächen- und Tiefbauamt: „Die Renaturierung der Brigach ist ein wichtiger Schritt, um unser Stadtgewässer ökologisch zu stärken und seine natürliche Entwicklung zu fördern. Wir geben der Natur Raum zurück, verbessern die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen und schaffen gleichzeitig einen Ort, an dem Menschen die Vielfalt eines lebendigen Flusses unmittelbar erfahren können.“ 

Die Renaturierung ist Teil eines Gesamtprojekts von rund 1.100 Metern Länge, das in drei Bauabschnitten umgesetzt wird. Das Land Baden-Württemberg fördert die Maßnahme, geplant und begleitet wird sie von der Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH aus Baden-Baden. Mit dem Gesamtprojekt stärkt die Stadt Villingen-Schwenningen sowohl die ökologische Qualität der Brigach als auch ihre Bedeutung als naturnaher Erholungsraum.

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