Emmendingen wird wieder zur Bühne der Kreativen
Künstlermarkt und Kleinkunstpreis
Wenn sich Ende März die Innenstadt von Emmendingen in eine große Freiluftgalerie verwandelt, ist es wieder so weit: Der Künstlermarkt und der Kleinkunstpreis laden Besucherinnen und Besucher zu einem Wochenende voller Kunst, Kreativität und Begegnungen ein.

Sie machen Werbung für das kreative Wochenende (v.l.): Sonja Schneider (Stadt Emmendingen), Andreas Schillinger (Jury), David Fechner (Schlosskeller e.V.), Günther Hoffmann (Spielspirale), Silke Meier (Jury), Heike Fendrich (Schlosskeller e.V.) und Ingrid Koch (Jury).
In diesem Jahr wird der Künstlermarkt bereits zum 60. Mal veranstaltet, der Kleinkunstpreis – die „Emmendinger Nadel“ – wird zum 22. Mal vergeben. Die Veranstaltung findet am 28. und 29. März statt und ist eine Gemeinschaftsaktion von Günther Hoffmann, dem Schlosskeller Emmendingen und der Stadt Emmendingen.
Besonderer Höhepunkt ist der Gala-Abend am Samstag im Schlosskeller, bei dem sechs Künstlerinnen und Künstler um die begehrte „Emmendinger Nadel“, die von Schmuckdesigner Sven Wiedemann gefertigt wurde, konkurrieren. Das Publikum spielt dabei eine wichtige Rolle: Neben einer Fachjury wird auch ein Publikumspreis vergeben, über den die Besucherinnen und Besucher selbst mitentscheiden können. Die Veranstalter hoffen deshalb auf möglichst viele Gäste im Saal.
Die „Emmendinger Nadel“ ist in der Kleinkunstszene längst eine begehrte Auszeichnung. Der Wettbewerb bietet eine Bühne für unterschiedliche Genres – von Jonglage und Artistik bis zu Comedy oder Musik-Kabarett. In diesem Jahr präsentieren sich sechs Bewerber mit kurzen Auftritten. Für die Jury zählt dabei nicht allein die perfekte Technik: Entscheidend sind Leidenschaft, Kreativität, Herzblut und Ausdruckskraft der Darbietung.
Unter den Teilnehmenden sind sowohl erfahrene Künstler als auch Nachwuchstalente. So treten unter anderem „The flying bottles“ vom Waldorf-Schulzirkus Rosado auf, während bei den Solo-Nummern – die häufig von Männern geprägt sind – diesmal auch eine Hula-Hoop-Künstlerin namens Steph vertreten ist.
Die Jury bewertet die Darbietungen nach verschiedenen Kriterien, während das Publikum spontan und nach persönlichem Geschmack entscheidet. Dass sich beide Einschätzungen nicht immer decken, gehört zum Reiz des Wettbewerbs. Für die besten Platzierungen gibt es Preisgelder, die von der Stadt Emmendingen mitfinanziert werden.
Die Stadt beteiligt sich zudem an den Unterkunftskosten der Künstler und unterstützt die Veranstaltung organisatorisch. „Kultur belebt die Stadt, schafft Treffpunkte und Begegnungsorte. Deshalb unterstützen wir dieses Highlight“, sagt die Abteilungsleiterin für Kultur, Freizeit und Vereine, Sonja Schneider.
Parallel zum Wettbewerb findet in der Innenstadt der traditionsreiche Künstlermarkt statt. Mehr als 180 Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren Kunsthandwerk, Design und kreative Arbeiten. Über 50 von ihnen reisen von außerhalb Baden-Württembergs an; die weitesten Wege haben Teilnehmer aus Vilnius und Budapest.
Viele Kunsthandwerker schätzen die Atmosphäre in Emmendingen: Breite Straßen, kleine Plätze, neue Sitzgelegenheiten und der Spielplatz am Schlossplatz bieten eine attraktive Kulisse für den Markt und laden zum Verweilen ein.
Karten für den Gala-Abend sind im Vorverkauf für 15 Euro in den Geschäften „Der Kristall“ und „Spielkompass“ in Emmendingen erhältlich. Wer die Entscheidung über den Publikumspreis mitbestimmen möchte, sollte sich rechtzeitig ein Ticket sichern. Das gesamte Programm findet sich unter https://www.spielspirale.de/kleinkunstpreis.htm.


