KI versteht jede Sprache – neue Technik revolutioniert Notrufe im Landkreis Emmendingen
Die Integrierte Leitstelle des Landkreises und des DRK-Kreisverbandes Emmendingen schlägt ein neues Kapitel in der Notfallkommunikation auf: Mit einem modernen Kommunikationsmanagementsystem (KMS) werden Notrufe jetzt schneller, präziser und vor allem barrierefrei verarbeitet.

Emmendingen: KI versteht jede Sprache
Herzstück der Innovation ist ein KI-gestütztes Tool, das Sprachen in Echtzeit erkennt und übersetzt – und damit im Ernstfall wertvolle Sekunden spart.
Ein Jahr intensiver Planung und Umsetzung war nötig, bis das System einsatzbereit war. Seit dem 17. März ist das neue KMS offiziell in Betrieb. Dafür wurde eigens ein neuer, hochgesicherter Serverraum eingerichtet, ausgestattet mit moderner Klimatechnik und Notstromversorgung.
Besonders beeindruckend ist die neue Übersetzungsfunktion: Spricht eine anrufende Person kein Deutsch, kann die Disponentin oder der Disponent per Knopfdruck die Transkription starten. Innerhalb weniger Sekunden erkennt die KI die Sprache – aktuell sind bis zu 40 Sprachen möglich – und übersetzt das Gesagte in Echtzeit. Die Übersetzung ist nicht nur hörbar, sondern auch direkt auf einem Touchscreen mitlesbar. „Das ist aber nur der Anfang, das entwickelt sich rasant weiter“, erklärt Erich Hebner, Leiter der Integrierten Leitstelle in Emmendingen.


