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Nachrichten aus Schwarzwald

Showtime und Bühnenzauber in der Traumfabrik

Am 21. März 2026 verwandelt sich das Kurhaus Bad Herrenalb in eine schillernde Bühne für Weltklasse-Entertainment. Mit der Produktion „TRAUMFABRIK - Best of Musicals & Movies“ bringt die Initiatorin und Regisseurin Sandra Maria Germann ein Mammutprojekt in ihre Wahlheimat, das Profis und regionale Talente auf einzigartige Weise vereint.

Die Statisten Zellen vor dem Kurhaus eine Szene aus dem Musical „Ich war noch niemals in N.Y. nach

Sabine Zoller

Wer Sandra Maria Germann nach ihrem Terminkalender fragt, erhält eine Antwort, die einer Weltreise gleicht: London, Hamburg, Athen oder Seoul stehen dort auf dem Plan. Die gebürtige Pirmasenserin ist als Musical-Darstellerin, Choreografin und Regisseurin auf den großen Bühnen der Welt von der Hamburger Staatsoper bis hin zu Disney-Produktionen im Vereinigten Königreich zu Hause. Doch ein besonderes Projekt liegt ihr derzeit am Herzen: die „Traumfabrik“, mit der sie im März das Kurhaus in Bad Herrenalb bespielen wird.

Ein Herzenswunsch wird wahr

Seit 2019 ist Sandra Maria Germann in Bad Herrenalb wohnhaft. Fast täglich führt sie ihr Weg am Kurhaus vorbei, und schon lange keimte in ihr der Wunsch, dieses geschichtsträchtige Haus einmal mit ihrer eigenen Musicalcompany „Dance Charisma“ zu bespielen. Mit der Show „TRAUMFABRIK“ erfüllt sie sich diesen Herzenswunsch nun selbst und bringt dabei fast 100 Mitwirkende auf die Bühne.

Der Titel der Show ist dabei Programm und gleich doppelt bedeutsam. Einerseits steht der Begriff stellvertretend für das Kino, da die Show Ausschnitte aus großen Filmklassikern wie „The Greatest Showman“ oder „Aladdin“ präsentiert. Andererseits ist das Ensemble „Dance Charisma“ für die Darsteller selbst eine kleine Traumfabrik, in der der Wunsch, einmal auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten, für jeden vom Hauptakteur bis zum Statisten Wirklichkeit wird.

Von der Schuhstadt auf die große Bühne

Die Rahmenhandlung der Show führt das Publikum in eine Schuhfabrik. Das ist eine bewusste Hommage an Germanns Heimatstadt Pirmasens, die weithin als deutsche Schuhstadt bekannt ist. In der Geschichte flüchten sich die gestressten und überarbeiteten Mitarbeitenden der Fabrik in Tagträume und finden sich plötzlich an exotischen Orten oder inmitten dramatischer Filmszenen wieder.

Musikalisch bietet der Abend eine enorme Bandbreite, die alle Generationen anspricht. Das Repertoire reicht von den unvergessenen Udo-Jürgens-Klassikern wie „Ich war noch niemals in New York“ über das Rock-Spektakel von Queen bis hin zu den düsteren Klängen aus „Tanz der Vampire“. Ein besonderer Moment verspricht das Duett „Totale Finsternis“ zu werden, das Germann selbst gemeinsam mit Christof Roeder in der Rolle des Grafen von Krolock zum Besten geben wird. Als weiterer Solist wird Markus Tretter in der Rolle des Fabrikchefs Herr Schuhmann zu sehen sein.

Ein echtes Bürgerprojekt für die Region

Was die Produktion so außergewöhnlich macht, ist die enge Verknüpfung von überregionaler Professionalität und lokalem Engagement. Neben dem 40-köpfigen Ensemble aus Pirmasens und der orientalischen Tanzgruppe „Shanamar“ sind zahlreiche Akteure direkt aus Bad Herrenalb und der näheren Umgebung eingebunden. So bereichern die Tanzgruppe „Cherry Dance“ vom Skivereins Neusatz-Rotensohl sowie der Tanzsportverein Excelsior Club Höfen an der Enz die variationsreichen Choreografien.

Auch schauspielerisch setzt die Regisseurin auf lokale Größen: Helmut Dumser vom Sommernachtstheater Bad Herrenalb wird als Ganove die Fabrik unsicher machen. Zudem sorgen 15 Statistinnen aus der Region dafür, dass die Atmosphäre der Original-Musicals perfekt eingefangen wird. Dazu werden sie in „Tanz der Vampire“ mit authentischen Capes auftreten und zudem den gesamten Zuschauerraum in einen belebten Bahnhof für das Udo-Jürgens-Medley verwandeln.

Zwischen Welttournee und Regiepult

Trotz ihres dichten Pensums, Germann war zuletzt in London engagiert und choreografierte für das Stadtmusical Nürnberg, hat sie jede einzelne Choreografie der „Traumfabrik“ selbst entworfen. Ihre Erfahrung aus großen Produktionen wie „Liebe stirbt nie“ von Andrew Lloyd Webber oder Fernsehrollen in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ fließt in jedes Detail der Inszenierung ein. Ob die Geschichte in der Schuhfabrik am Ende ein Happy End findet, erfahren die Zuschauer am 21. März im Kurhaus. Einlass zu diesem spektakulären Event ist ab 18:30 Uhr, die Show beginnt um 19:30 Uhr.

21. März 2026 im Kurhaus Bad Herrenalb, Kurpromenade 8, 76332 Bad Herrenalb, 

Text/Bild: Sabine Zoller

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