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Nachrichten aus Schwarzwald

Tourismus GmbH Nordschwarzwald startet zum 01.01.2027

Ein zukunftsweisender und tiefgreifender Wandel zeichnet sich für den Tourismus im Nordschwarzwald ab. Mit der geplanten Fusion der beiden Tourismusgemeinschaften Albtal Plus e.V. und der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald entsteht zum 1. Januar 2027 unter der Federführung einer gemeinsamen Tourismus GmbH Nordschwarzwald eine neue, schlagkräftige Organisation. 

René Skiba - Geschäftsführer Tourismus gmbh Nördlicher Schwarzwald Christian Stalf - Bürgermeister Waldbronn Markus Wendel - Bürgermeister Bad Teinach-Zavelstein Helmut Riegger - Landrat Calw Johannes Arnold - Oberbürgermeister Ettlingen Klaus Hoffmann - Bürgermeister Bad Herrenalb Sandra Lahm - Geschäftsführerin Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e.V.

Künftig bündelt dieser Zusammenschluss die Kräfte von 20 Kommunen über drei Landkreise hinweg. Das neue touristische Schwergewicht vereint ein Potenzial von rund 1,8 Millionen Übernachtungen, 14.500 Betten sowie 200 Betrieben und zielt darauf ab, den Nordschwarzwald im Wettbewerb der Destinationen noch sichtbarer und attraktiver zu positionieren. Ein Meilenstein, der die Region von Ettlingen bis Nagold als einheitliches und nachhaltiges Reiseziel stärken soll.

Für Helmut Riegger, Landrat des Landkreises Calw, ist dieser Schritt ein historisches Aufbruchsignal für die gesamte Region und die Fusion ein logischer Schritt einer Entwicklung, die er selbst bereits vor einem Jahrzehnt maßgeblich geprägt hat. „Damals ist es uns gelungen, die einzelnen touristischen Destinationen in der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald zu vereinen“, so Riegger. Die einstige Neustrukturierung wertet er als erfolgreiches Vorbild für das aktuelle Großprojekt, bei dem zu den bisherigen 14 Gemeinden des Landkreises Calw nun sechs weitere Kommunen der Albtal-Region hinzugewonnen werden konnten. Riegger hebt hervor: „Die neue Tourismusregion geht dann von Nagold bis nach Ettlingen und bietet eine Vielfalt, die so nirgendwo sonst anzutreffen ist.“

Die Finanzierung der Gesellschaft wird von den Gesellschaftern, also den beteiligten Kommunen sowie dem Landkreis Calw, getragen. Zusätzlich will die Gesellschaft weitere Finanzierungsmittel über Marketingkooperationen, Fördermittel und Projektbeteiligungen einwerben, um so „das jährliche Budget der Gesellschaft bis zum Jahr 2029 auf 960.000 € zu entwickeln“, berichtet Riegger.

Auch Johannes Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen, bewertet den Zusammenschluss als einen entscheidenden Schritt nach vorne für alle beteiligten Akteure. Er sieht in der neuen Gesellschaft vor allem handfeste Vorteile für die touristische Praxis und die Betriebe vor Ort, während die geografische Lage der Verwaltung im Hintergrund steht. „Der Zusammenschluss ist ein weiterer Meilenstein im Tourismus unserer Region. Wir freuen uns darüber, dass zwei starke Partner zusammenkommen und dann eine noch stärkere Gesellschaft abbilden zum Vorteil der Leistungsträger in der Region. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Baden-Württemberg als Tourismus Region eine wichtige Rolle spielen werden.“

Für Markus Wendel, Bürgermeister von Bad Teinach-Zavelstein, eröffnen sich mit der neuen, größeren Einheit der Tourismus GmbH Nordschwarzwald „Chancen für Stabilität in den Strukturen zur Entwicklung innovativer touristischer Projekte und die Erhöhung der Reichweite und Sichtbarkeit des touristischen Angebotes“.

Christian Stalf, Bürgermeister der Gemeinde Waldbronn, betont darüber hinaus die inhaltliche Profilierung der Tourismusregion Nordschwarzwald, die sich auf vier zentrale Erlebnisprofile verständigt: „Natur erleben und aktiv sein“, „Durchatmen, loslassen und erfrischen“, „Regionalität und Genuss“ sowie „Kultur und Tradition“, die es gilt, entdeckt zu werden. „Die Aufgabe der Tourismus GmbH Nordschwarzwald wird es sein, aus diesem Angebot in den Profilen ganzheitliche Erlebnisse von der Unterkunft über die Gastronomie bis hin zum Ausflug, zur Wanderung und zu Veranstaltungen zu gestalten“, so Stalf.

Inhaltlich soll die neue Destination von einer großen Vielfalt an Angeboten leben, die sich gegenseitig ideal ergänzen. Sandra Lahm, Geschäftsführerin von Albtal Plus, verweist in diesem Zusammenhang auf das reiche kulturelle Fundament ihrer Region, das ein zentraler Baustein der künftigen Vermarktung sein wird. Sie unterstreicht die kulturelle Identität, die Albtal Plus in die Waagschale wirft: „Die Kultur spielt im Albtal eine große Rolle, gerade durch die Schlossfestspiele, die als Schwergewicht zu bezeichnen sind, dazu kommt in Straubenhardt das Happiness Festival sowie die vielen Museen, mit denen wir uns in die Gemeinschaft einbringen.“

Für die operative Zusammenführung zeichnet auch René Skiba, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, verantwortlich. Zusammen mit Sandra Lahm arbeitet er bereits seit Monaten an den Vorbereitungen für den Start im Jahr 2027. „Es gilt die jeweiligen Stärken bei Rad- und Wanderwegen sowie den Wellnessangeboten zu verknüpfen und den Qualitätsanspruch durch eine enge Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort zu sichern.“ René Skiba formuliert das Kernziel der Fusion wie folgt: „Ziel ist, dass wir das Angebot der gesamten Region in einem Guss präsentieren, das heißt, dass wir von Ettlingen bis Nagold einen bunten Blumenstrauß an Tourismusangeboten auf der Reisemesse CMT in Stuttgart anbieten können.“

Den eigentlichen Impuls für diese weitreichende Fusion lieferte die Stadt Bad Herrenalb mit ihrer touristischen Neuorientierung durch den Austritt aus Albtal Plus im März des vergangenen Jahres. Bürgermeister Klaus Hoffmann blickt mittlerweile auf eine intensive Phase der Entwicklung zurück und betont: „Ich freue mich auf die Zukunft, weil diese neue Organisation mit neuer Strahlkraft in den Markt gehen kann. Aber noch haben wir kein neues Logo, keine gemeinsame Broschüre und keine gebrandeten Giveaways, die wir präsentieren können.“ Die Eckpunkte, die bislang aufgezeigt wurden, sind die Grundlage für den Beitritt der sechs Albtal-Kommunen Ettlingen, Karlsbad, Malsch, Marxzell, Straubenhardt und Waldbronn. Bad Herrenalb und Dobel sind hierbei ausgenommen, da diese beiden Gemeinden bereits der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald zugehörig sind. In den nächsten Wochen soll in den Gremien der Albtal-Kommunen über den Eintritt in die neue Organisation Tourismus GmbH Nordschwarzwald mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2027 beschlossen werden. Erst dann wird die Gesellschafterversammlung der Tourismus GmbH die notwendigen Änderungen des Gesellschaftsvertrags beschließen und die Albtal-Kommunen als neue Gesellschafter aufnehmen. Zum 1. Januar 2027 übernimmt dann die neue Tourismus GmbH Nordschwarzwald die offizielle Verantwortung für die gesamte Tourismusregion.

 Zusammenschluss von Albtal Plus e.V. und der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald startet im Januar 2027

Text und Foto Sabine Zoller

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