Sanierung am Aicheleknoten ist abgeschlossen
Lörrach. Die Bauarbeiten am Aicheleknoten zwischen Basler Straße, Baumgartenstraße und Weinbrennerstraße sind abgeschlossen.
Vertreterinnen und Vertreter der Gewerke und der Stadtverwaltung bei der Eröffnung des Aicheleknotens. Von links nach rechts: Daniel Ehmann (Teamleiter Verkehrsanlagen Rapp Regioplan), Lukas Riesterer (Projektleitung), Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic, Paul Kruger (Bauleitung Schleith), Polier Droubi (Schleith), Martina Hug (Bausicherung HI Consult).
Am 18. Oktober 2024 ab 18 Uhr wird die Sperrung aufgehoben und der Verkehrsknotenpunkt für den Verkehr freigegeben; der Busverkehr folgt am Samstag, 19. Oktober ab morgens. Damit ist die Lörracher Kernstadt wieder wie gewohnt erreichbar.
Die Baufirmen haben in den vier Monaten mit Hochdruck daran gearbeitet, die Neuerungen am Aicheleknoten so schnell wie möglich umzusetzen. Oberbürgermeister Jörg Lutz weiß: „Wir freuen uns, dass ein so wichtiger Knotenpunkt wie der Aicheleknoten in nur vier Monaten eine Verjüngungskur erhalten konnte und die Verkehrssituation für alle Teilnehmenden optimiert werden konnte“. Seit dem 17. Juni 2024 wurde am Aicheleknoten gearbeitet. Auch Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić betont: „Trotz der Unannehmlichkeiten, die Baustellen mit sich bringen, sind sie ein Zeichen dafür, dass notwendige Sanierungsmaßnahmen vorangetrieben werden und Zukunft gestaltet wird“.
Die Fahrbahn und Leitungsinfrastruktur wurden saniert. Die in die Jahre gekommene Ampelanlage wurde durch ein modernes Fabrikat mit einer intelligenten Stauerkennung aus Richtung Baumgartnerstraße/Bahnhofstraße ersetzt. Die Ampelschaltung am Fußgängerüberweg auf Höhe der AOK-Geschäftsstelle funktioniert nun mit einer Induktionsschleife und kann so die Standzeiten minimieren. Einige Verkehrsflächen wurden entsiegelt und werden begrünt. Gestalterisch wurde die Einmündung in die Basler Straße Nord an die Fußgängerzone angepasst. Die Fußgängerbereiche am Aicheleknoten wurden durch Bodenindikatoren sowie akustische und taktile Ampelsignale an die barrierefreie Leitstruktur der nördlichen Basler Straße angeschlossen.
Fahrradinfrastruktur wurde optimiert
Am visuell auffälligsten sind die neu signalrot markierten Fahrradstreifen und Fahrradaufstellstreifen vor den Kraftfahrzeug-Haltelinien an den Ampeln. Sie bieten mehr Platz für Fahrräder und berücksichtigen so das hohe Radverkehrsaufkommen am Aicheleknoten, der für viele Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg zum Rosenfelscampus liegt. Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić würdigt den Stellenwert der Maßnahme für die Fahrradstrategie 2025+: „Es ist unser Ziel, Radfahren in Lörrach so attraktiv und sicher zu machen wie möglich, damit so viele Menschen wie möglich gerne auf zwei Rädern unterwegs sind. Die Stadtverwaltung hat auch bei der Baumaßnahme am Aicheleknoten den Radverkehr im Straßenraum mitberücksichtigt. So können wir kontinuierlich Verbesserungen für die Velofahrenden in Lörrach erreichen“.
Moderne Leitungsinfrastruktur und Raumgestaltung
Auch die weniger sichtbaren Maßnahmen waren unabdingbar.
Im Zuge der Sanierung wurde die Leitungsinfrastruktur erneuert. Die alten Leitungen für Gas und Wasser wurden ersetzt und optimiert, sodass künftig in diesem Bereich Kosten für Unterhalt und Wartungsarbeiten eingespart werden können. Ein Posten, der zusätzlich zur ursprünglichen Entwurfsplanung aus dem Herbst 2023 umgesetzt wurde, ist der Leitungsbau für Fernwärme. Die bestehenden Stromleitungen wurden erneuert und außerdem die Leitungstrasse verlegt. Dort hat auch die Grünfläche um das Naturdenkmal der Magnolie mehr Platz bekommen. Am Eingang zur Fußgängerzone in der Basler Straße wurde eine Fläche entsiegelt und mit Pflanzfundamenten Raum für eine neue Begrünung mit Sitzmöglichkeiten gemacht. Dies wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Evangelischen Altenwerks.
Die Sanierung des Aicheleknotens machte umfassende Umleitungen nötig; in den letzten Wochen mussten die Arbeiten zur Sicherheit der ausführenden Gewerke bei einer Vollsperrung stattfinden. Der Busverkehr wurde umgeleitet. „Besonderer Dank gilt natürlich nicht nur den Baufirmen, sondern auch den Anrainern und ansässigen Geschäften für ihre Geduld und ihr Verständnis,“ würdigt Oberbürgermeister Jörg Lutz.
Die Bau- und Planungskosten für den Tief- und Straßenbau, sowie Ausstattung und Markierung (ohne Leitungsbau) belaufen sich auf rund 800.000 Euro brutto. Das Projekt wurde vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) mit rund 200.000 Euro gefördert. Die Maßnahme ist somit im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen geblieben.
Nähere Informationen zur Baumaßnahme und dem Bauverlauf finden Sie unter www.loerrach.de/aicheleknoten.


