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Nachrichten aus Oberrhein

Internationaler Tag des Medizinischen Laboratoriums

Das Labor als hocheffizienter Schlüssel der modernen Medizin

Der Anteil der Laborausgaben an den gesamten Gesundheitsausgaben liegt seit Jahren bei nur rund drei Prozent. Gleichzeitig ist die Labordiagnostik Grundlage für den Großteil aller klinischen Entscheidungen.

Dennoch bleibt die Arbeit der Labordiagnostik für die meisten Patientinnen und Patienten unsichtbar. Der Internationale Tag des Medizinischen Laboratoriums am 15. April macht deutlich, warum das Labor ein Schlüsselbereich moderner Medizin ist und zugleich zu den effizientesten Bereichen im Krankenhaus gehört. Am Freitag, 17. April, besteht von 15 bis 17 Uhr im Kreiskrankenhaus Lörrach die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Laboralltags zu werfen.

„Medizinisch-technische Laborassistentinnen und -assistenten sowie eine multidisziplinäre Laborleitung sind rund um die Uhr im Einsatz und leisten einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit der Menschen in der Region“, betont Prof. Dr. med. Tilman Humpl, Ärztlicher Direktor.

Prävention: Erkennen, bevor es zu spät ist

Labordiagnostik beginnt nicht erst bei akuten Beschwerden. Regelmäßige Blutuntersuchungen machen Risikofaktoren für Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenleiden sichtbar – oft lange bevor erste Symptome auftreten. Tumormarker und moderne Screeningverfahren unterstützen die Früherkennung von Krebserkrankungen. Auch in der Infektionsprävention – etwa bei der Überwachung multiresistenter Erreger im Krankenhaus – ist das Labor unverzichtbar. „Das Dreiland-Klinikum hat sich bewusst für die Fortführung der mikrobiologischen Abteilung entschieden. Apotheke, Labor und Hygiene arbeiten Hand in Hand zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten“, so Laborleiter Dr. rer. nat. Robert Lange.

Dr. Robert Lange ( Dreiland-Klinikum)

Diagnostik: Präzision für die richtige Behandlung

Das Zentrum für Labordiagnostik der Kliniken des Landkreises Lörrach versorgt alle drei Standorte – das Kreiskrankenhaus Lörrach, das St. Elisabethen-Krankenhaus und das Kreiskrankenhaus Schopfheim – und deckt ein breites Spektrum ab: von klinischer Chemie über Hämatologie und Gerinnungsdiagnostik bis hin zu Mikrobiologie und Immunhämatologie inklusive klinikeigenem Blutdepot. Ob Blutkulturen bei Sepsisalarm, Gerinnungsanalysen vor Operationen oder Entzündungsmarker in der Notaufnahme: Das Labor liefert rund um die Uhr die Grundlage für medizinische Entscheidungen – und das in kürzester Zeit. Im Notfall stehen Ergebnisse innerhalb von rund 30 Minuten zur Verfügung.

Therapieverlauf: Den Heilungsprozess im Blick

Auch nach der Diagnose bleibt das Labor ein zentraler Taktgeber der Behandlung. Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob Therapien wirken, ob Medikamente richtig dosiert sind und ob sich Organsysteme stabilisieren. Komplikationen können so früh erkannt, Therapien gezielt angepasst und Krankenhausaufenthalte verkürzt werden.

Ausblick: Das Labor im Dreiland-Klinikum

Mit der Inbetriebnahme des Dreiland-Klinikums wird auch die Labordiagnostik weiter gestärkt. Kürzere Wege zwischen Labor, Notaufnahme und Intensivstation, eine konsequente digitale Vernetzung sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik werden die Befundzeiten weiter verkürzen. Ergänzt wird das Zentrallabor durch patientennahe Sofortdiagnostik – sogenanntes Point-of-Care-Testing –, bei der kritische Werte direkt am Krankenbett innerhalb weniger Minuten vorliegen.

Bilder: Dreiland-Klinikum / Quelle: Dreiland-Klinikum

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