Malteser retten nun sieben Tage die Woche in Brombach
Seit 1. Oktober 2024 ist die Rettungswache nun täglich besetzt. Ab 2025 soll der 24-Stunden-Betrieb folgen.
Lörrach-Brombach. Seit Jahren steigen die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes. Aus diesem Grund wurde im Januar 2023 am Standort Brombach eine weitere Rettungswache im Landkreis Lörrach eingerichtet.

Zum 1. Oktober 2024 wurde nun die Vorhaltezeit des Rettungswagens mit der Funkkennung „9/83-1“ ausgeweitet. Bisher war das Fahrzeug werktags von acht bis 19 Uhr besetzt. Seit diesem Dienstag fährt das Fahrzeug auch an Wochenenden und Feiertagen. Außerdem beginnen die Notfall- und Rettungssanitäter ihren Dienst bereits eine Stunde früher ab sieben Uhr.
Mit der Änderung des Rettungsdienstgesetzes müssen die hauptberuflichen Retter innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sein. Eine Frist, die unter den bisherigen Voraussetzungen nicht ausreichend erfüllt werden konnte. Derzeit laufen Umbaumaßnahmen in der Rettungswache auf dem ehemaligen Schöpflin-Areal, damit dort auch Ruheräume für die Nachtdienste und eine erweiterte Lagervorhaltung eingerichtet werden können. In Zukunft wird die Rettungswache dann auch rund um die Uhr besetzt sein. Dazu ist der Malteser Hilfsdienst aktuell noch auf der Suche nach mehreren Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern.
Um selbst einen Beitrag gegen den aktuellen Fachkräftemangel zu unternehmen, bildet die Malteser Hilfsdienst gGmbH seit vielen Jahren ebenfalls am Standort Schopfheim aus. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. Oktober wurden auf den beiden Rettungswachen der Malteser im Landkreis Lörrach erstmals drei neue Auszubildende begrüßt. „Wir können hier die komplette Breite des Einsatzspektrums anbieten. Denn die Szenarien auf dem Land unterscheiden sich manchmal von der Stadt. Durch diese Vielfalt lernen unsere Auszubildenden auch die Vielseitigkeit des Berufes optimal kennen“, erläutert Ausbildungsleiterin Jill Stolpe, die die angehenden Notfallsanitäter im Einsatzdienst begleitet. Insgesamt sind bei den Maltesern im Landkreis Lörrach derzeit fünf Auszubildende in den drei verschiedenen Lehrjahren tätig. Eine wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel.
Um junge Menschen überhaupt mit der Notfallrettung vertraut zu machen, bietet der Malteser Hilfsdienst auch jährlich eine Stelle im Format des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) an.


