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Nachrichten aus Emmendingen

Windenreute beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Den dörflichen Charakter trotz Fortschritt bewahren, das ist das oberste Ziel der engagierten Windenreuterinnen und Windenreuter.

Um das zu erreichen, hat sich Windenreute beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beworben.

Zum 27. Mal haben in diesem Jahr baden-württembergische Dörfer Gelegenheit, sich dem Wettbewerb zu stellen und zu zeigen, dass sie ihre Zukunft aktiv in die Hand nehmen. Der Wettbewerb gibt Dörfern die Gelegenheit, ihren Ort intensiv unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, wo Stärken sind und was verbessert werden könnt

Die Kommission mit Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Ortsvorsteher Karl Kuhn und den engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor dem Heimathaus Windenreute.

Stadt Emmendingen

Über die Bildung von Arbeitskreisen – thematisch vielfach orientiert an den vier Bewertungsbereichen des Wettbewerbs – werden so unter Beteiligung der Dorfbewohnerinnen und -bewohner die Weichen für die Zukunft gestellt. Projekte, die sich aus solchen Prozessen ergeben, werden in der Regel von Bürgerschaft gemeinsam mit der Verwaltung tatkräftig umgesetzt. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb die Chance, das Engagement publik zu machen und so den Ort voranzubringen. Um solche Prozesse zu fördern, wird den teilnehmenden Dörfern ein Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro zur Unterstützung der konzeptionellen Arbeit und den mit der Teilnahme verbundenen Aufwand gewährt.

Bewertet werden die Gemeinden in vier Fachkategorien:
• Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
• Soziale und kulturelle Aktivitäten
• Baugestaltung und Siedlungsentwicklung
• Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft

Zu dem Bewertungsverfahren gehört der Besuch einer Fachkommission. Dieser Besuch fand in der vergangenen Woche statt. Nach einer Begrüßung im Heimathaus wurden bei einem Rundgang Orte besucht, die prägend für Windenreute sind und Entwicklungspotential besitzen. Danach stellten die teilnehmenden Gruppen ihre Projekte und Ideen ausführlich vor.

Auch vom Regen ließen sich die Beteiligten nicht abhalten – der Rundgang durch Windenreute wurde trotzdem durchgeführt.

Stadt Emmendingen

Dabei wurde deutlich, dass sich die engagierten Windenreuterinnen und Windenreuter beispielsweise für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums einsetzen, aber den dörflichen Charakter von Windenreute unbedingt erhalten wollen. Auf der „Haben-Seite“ steht eine gute Infrastruktur im Dorf: Grundschule, Kindergarten und KiTa, Spielplätze mit Bolzplatz, diverse Einkaufsmöglichkeiten, ein Hofcafé, Hofverkaufsstellen und Verkaufsautomaten sowie ein Stadtbus, der unter der Woche im Stundentakt das Dorf anfährt. Ein reiches Vereinsleben mit vielen kulturellen Aktivitäten und intensivem bürgerschaftlichen Engagement bereichern und prägen das Dorf.

Besonderen Wert legt man in Windenreute auf den Klimaschutz und will hier weiterhin u.a. für den Erhalt und das Anpflanzen einheimischer Gewächse achten. Die "AG Wannenbach“ strebt im Zuge der eingeleiteten Hochwasserschutzmaßnahmen eine Renaturierung und Öffnung des Wannenbachs in verschiedenen Bereichen an, die "AG Natur" plant verwilderte Streuobstwiesen in einer Art Patenschaft mit den Eigentümer_innen zu erneuern und bei der Vermarktung zu unterstützen.

Für die Zukunft wünscht man sich den Bau einer Mehrzweckhalle als Ersatz für die alte Turn- und Festhalle und die Erstellung einer Gestaltungssatzung.
Es wurde schon viel erreicht, aber um weitere Projekte in den Bereichen Natur und Erholung, Nahversorgung, Kultur, Verkehr, Bebauung und Wohnen, Bildung und Soziales voranzubringen, hoffen die Engagierten auf ein wohlwollendes Votum der Fachkommission.

Die im Bezirksentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2021 bestqualifizierten Gemeinden und Ortsteile im Regierungsbezirk Freiburg nehmen dann am Landesentscheid Baden-Württemberg teil, den das Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg im Sommer des Jahres 2022 durchführen wird. Darüber hinaus werden weitere Preise (Medaillen/Sonderpreise) an die Dörfer vergeben. Im Jahr 2023 folgt abschließend der Bundesentscheid – ausgerichtet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hier treffen dann die jeweiligen Siegerdörfer aus den Bundesländern aufeinander – bewertet durch eine Bundeskommission.

Text/Bilder: Stadt Emmendingen

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