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Nachrichten aus Kunst & Kultur

Lichtkunst-Visionäre: Die Meister der Lichtkunst - Ilka Henkel und Paul Heinrich Neuhorst im Dialog über "Die DNA des Lichtes"

Ilka Henkel und Paul Heinrich Neuhorst - zwei zeitgenössische Künstler, die sich durch ihre einzigartige Herangehensweise an die Kunst des Lichtmalens einen Namen gemacht haben.

Paul Heinrich Neuhorst und Ilka Henkel

Ihre Zusammenarbeit unter dem Namen "Die DNA des Lichtes" repräsentiert eine innovative Kunstform, die sich mit der Zerlegung des Lichts in seine spektralen Bestandteile beschäftigt. Ilka Henkel, bringt ihre vielfältigen handwerklichen Fähigkeiten in das Projekt mit ein. Ihre Fertigkeiten ergänzen die technische Expertise von Neuhorst, der sein Leben der LED-Kunst und dem Kunstlicht gewidmet hat. Gemeinsam erforschen sie die faszinierenden Effekte von Licht und Farbe und wie diese die Wahrnehmung von Kunstobjekten verändern können.

Das Atelier "Die DNA des Lichtes" in Freiburg im Breisgau ist ein kreativer Schmelztiegel, in dem die beiden Künstler ihre Visionen von Licht und Farbe verwirklichen. Ihre Werke sind nicht nur visuell beeindruckend, sondern auch technisch anspruchsvoll, da sie die Interaktion von Licht, Farbe und Materie erforschen. Die Kunstwerke von Henkel und Neuhorst sind mehr als bloße Bilder; sie sind dynamische Entitäten, die mit der Umgebung und dem Betrachter interagieren. Durch die Verwendung von Spektralfarben schaffen sie Kunst, die sowohl die Sinne anspricht als auch zum Nachdenken anregt.

Die Anerkennung für ihre Arbeit ist weitreichend, wie die zahlreichen internationalen Design- und Kunstpreise belegen, die sie in den letzten Jahren erhalten haben. Diese Auszeichnungen sind ein Beleg für ihre Innovationskraft und ihren Beitrag zur zeitgenössischen Kunstszene. Die "DNA des Lichtes" ist mehr als nur ein Name; es ist eine Philosophie, die darauf abzielt, die traditionellen Grenzen der Kunst zu erweitern und neue Wege zu beschreiten. Ilka Henkel und Paul Heinrich Neuhorst laden uns ein, die Welt durch eine andere Linse zu betrachten – eine, die von den unendlichen Möglichkeiten des Lichts erleuchtet wird.

Im Interview mit Region im Blick geben die beiden Künstler Einblicke in ihre Zusammenarbeit und die DNA der Lichtkunst.

Was inspirierte Sie dazu, sich mit der "DNA des Lichtes" zu beschäftigen, und wie definieren Sie diesen Begriff in Ihrer Kunst?

Paul Heinrich Neuhorst:  Die DNA des Lichtes ist ein Begriff, den wir für unsere Kunst gewählt haben. Die Faszination des Lichtes und seine Spektralfarben sind Voraussetzung dafür, sich damit zu beschäftigen. Aber dazu braucht es Detail Kenntnisse über das Licht und eine jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet des Lichtes. Allein theoretische Kenntnisse sind hier nicht ausreichend. Und es braucht eine Faszination, eine Begeisterung mit Licht zu arbeiten.

Wie beeinflusst die „DNA des Lichtes“ Ihre künstlerische Praxis? Können Sie den Prozess beschreiben, der von der Idee bis zur Realisierung eines Lichtkunstwerks führt?

Paul Heinrich Neuhorst Mit der Erfindung der LED-Technik wurde es möglich, die DNA des Lichtes sichtbar zu machen. D.h. Die Farben des Lichtes rot, grün und blau zu erzeugen. Und genau das führte uns zur Kunst ` DNA des Lichtes `.

Ilka Henkel und Paul Heinrich Neuhorst

Können Sie den kreativen Prozess beschreiben, der hinter Ihren Lichtkunstwerken steht?

Ilka Henkel: Ein kreativer Prozess ist schwer beschreibbar. Er entsteht impulsiv während der künstlerischen Arbeit.

Welche technischen Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Herstellung Ihrer Kunstwerke?

Paul Heinrich Neuhorst: Wir beschäftigen uns mit einer total neuen Technologie. Die wir aber durch Weiterentwicklung und langjähriger Erfahrung beherrschen.

Wie beeinflusst die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden Ihre künstlerische Arbeit und die Entwicklung neuer Ideen?

Ilka Henkel: Das ist eine gute Frage. Wir haben eine gute Zusammenarbeit, sind aber nicht immer der gleichen Meinung. Das kann es auch nicht sein. PH Neuhorst, der sein Leben lang dem Licht gewidmet hat, Leuchten entwickelt hat und dafür weltweit mit mehr als 60 Designpreisen ausgezeichnet wurde, trifft auf Ilka Henkel. Die Ungeduldige, umtriebige Maschinenbauingenieurin und Künstlerin, die schon Ihren eigenen Kopf hat. Aber das ist gut so. Wichtig ist das Ergebnis, mit welchen beide zufrieden sind und welches beide nach außen vertreten können. Und das klappt prima.

Welche Rolle spielen die spektralen Bestandteile des Lichts in Ihren Werken, und wie wählen Sie die Farbanteile für jedes Kunstwerk aus?

Paul Heinrich Neuhorst: Durch die Erzeugung der 3 Lichtfarben, rot, grün und blau, die in ihrer Intensität einstellbar sind, ist der künstlerische Prozess wie beim Malen. Etwas mehr rot, etwas weniger blau usw.

Wie hat sich Ihre Kunst im Laufe der Jahre verändert, und welche neuen Erkenntnisse haben Sie durch das Experimentieren mit Licht gewonnen?

Ilka Henkel: Nun, auch wir entwickeln uns weiter. Wobei zu bemerken sei, dass wir erst vor ca. 3 Jahren mit unserer Kunst an die Öffentlichkeit gegangen sind. Wir haben technische Weiterentwicklungen etabliert. Bei unseren ersten Bildern konnte man lediglich die Lichtstimmungen von hell nach dunkel ändern. Heute kann der Betrachter selbst sein Bild kreieren, wenn er das will. Bei illuminierten Bildern haben Sie zB. die Möglichkeit, mittels einer Fernbedienung die Farbtemperaturen zu verändern. Das heißt, Sie können das Bild Ihren momentanen Befindlichkeiten anpassen. Sie können selbst kreieren und Ihr eigener Künstler sein. Man kann, aber man muss nicht.

Welche Bedeutung hat die Anerkennung durch Design- und Kunstpreise für Sie und Ihre Arbeit?

Ilka Henkel: Uns geht es wie allen anderen Menschen. Wir haben gute und nicht so gute Tage. Wir haben viele Ideen, setzen diese um, verwerfen Sie wieder. Und müssen auch damit leben, dass wir nicht an jeden Tag Anerkennung und Wertschätzung bekommen. Wenn man von internationalen Jurys unter tausenden von Bewerbern aus der ganzen Welt ausgewählt wird und diese unsere Arbeiten als neu, spektakulär und außergewöhnlich ansehen, ist das eine unglaubliche Ehre und Motivation. Ja, es ist uns wichtig, diese Anerkennung zu haben und es fordert uns unglaublich. Und es entstehen wieder neue Ideen daraus.

Welche Bedeutung hat die Lichtkunst in der zeitgenössischen Kunstszene?

Ilka Henkel: Die Lichtkunst per se gibt es schon lange, ist aber nicht so publiziert worden wie andere Kunstrichtungen. In den vergangenen Jahren allerdings haben sich Lichtilluminationen im Außenbereich etabliert. Wunderbare Werke sind entstanden. Denken Sie zB. an die Illumination des Münsters in Freiburg. Wir machen Lichtkunst für den Innenraum. Unsere Kunst kann man mit nach Hause nehmen. Das ist neu. Über mehrere Jahre hinweg haben wir zB. auf der ART-Basel und Miami vergeblich nach Ähnlichem gesucht.

Welche Projekte planen Sie für die Zukunft, und gibt es neue Richtungen, die Sie in Ihrer Kunst erforschen möchten?

Ilka Henkel: Wir haben viele Ideen. Lassen Sie uns eine davon beschreiben. Kunst stellt sich heute breiter auf. Wir arbeiten zB. mit der Brooklyn Fashion Week in Japan zusammen, welche unsere Kunstwerke in Ihre Show in Form von 3 D Hologrammen mit einbauen. Als zusätzlichen Highlight wird unsere Kunst personalisiert. Dh. Zwei unserer Kunstwerke werden je auf einen Body und eine Handtasche umgesetzt. Das sieht spektakulär aus. Die Modells tragen unsere Kunst. Ähnliches planen wir für den Herbst auch in unserem Atelier vorzustellen. Wir arbeiten mit einer Stoffdesignerin zusammen, die unsere Kunst in die Stoffgestaltung mit umsetzt. Das ist ein ganz spannendes Projekt.

Wie sehen Sie die Beziehung zwischen Kunst und Technologie, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von LED und anderen modernen Lichtquellen?

Paul Heinrich Neuhorst: Kunst und Technologie bedingen sich. Das eine schließt das andere nicht aus. Wenn wir in der Vergangenheit zwischen diesen beiden Bereichen eine viel stärkere Trennung hatten, so kommt es heute zu Verschmelzungen. Unsere Kunst würde ohne die LED-Technik nicht möglich sein. Es ist ein sehr schöner Konsens zwischen beiden geworden. Stellen Sie sich vor, Neuentwicklungen würden keinen ästhetischen Anspruch haben. Unvorstellbar, oder?

Wie sehen Sie die Zukunft der Lichtkunst und welche Entwicklungen erwarten Sie?

Ilka Henkel: Um es kurz zu sagen. Positiv. Wie in allen anderen Bereichen ist man auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen. Die Menschen sollen sich an besondere, schöne Momente, Begegnungen erinnern. Und so ist es auch mit der Lichtkunst. Etwas Neues zu sehen, was begeistert und in der Erinnerung bleibt ist der Motor für die Motivation.

Atelier Die DNA des Lichtes

Bötzinger Straße 40

79111 Freiburg

Telefon: 0761 48806780 

 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

https://www.die-dna-des-lichtes.de/

Daniela Hiebel im Gespräch mit Ilka Henkel und Paul Heinrich Neuhorst

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