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Hans Christian Andersen 

Ausstellung im Europa Park in Rust

Hans Christian Andersen, war wie kaum ein anderer Autor seiner Zeit auf Reisen unterwegs und kann zu Recht als Europäer bezeichnet werden.  Auf insgesamt 29 Reisen ins Ausland hat er 21 Staaten besucht. Allein zwölf Reisen unternahm der Dichter nach Deutschland, da er hier dank eines großen Echos seiner Werke eine zweite Heimat fand.

Foto Zoller: Ausstellungseröffnung im EuropaPark - Silke Fischer, Direktorin MÄRCHENLAND - Ulrich Gawunder, im Kostüm von H.C. Andersen - Miriam Mack, 1. Vorsitzenden des Vereins

Foto Sabine Zoller

Für alle, die mehr über das Multitalent erfahren und sich zur Winterzeit nicht nur mit seinen berühmten Märchen wie „Das hässliche Entlein“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“ begnügen wollen, bietet der Europa-Park Rust eine Ausstellung, die bis zum 15. Januar zu sehen ist und damit die unbekannten Seiten des vielfältigen Künstlers vorstellt. In Zusammenarbeit mit MÄRCHENLAND – Europäisches Zentrum für Märchenkultur e.V. sind   40 filigrane und elegante Scherenschnitte zu bewundern, die Andersen gerne in geselligen Kreisen herstellt hat. „Er vereinte in sich viele Talente und schuf neben seinen Schriften kontinuierlich Zeichnungen, Collagen, Bilderbücher und Scherenschnitte“, so Silke Fischer, Direktorin MÄRCHENLAND, die zur Eröffnung der Ausstellung zugegen war und gemeinsam mit Miriam Mack, der Mitbegründerin und 1. Vorsitzenden des Vereins das Ausstellungskonzept in Gegenwart des Märchenerzählers Hans Christian Andersen alias Ulrich Gawunder präsentierte. „Märchen sind Kulturgeschichte. Es ist uns eine Herzensangelegenheit diese wiedergeben zu dürfen“, so Miriam Mack, die sich der nachhaltigen Pflege von europäischen Beziehungen, insbesondere der deutsch-französichen verschrieben hat. 

Bis zum 15. Januar 2023 ist die Ausstellung zu sehen

Sabine Zoller

„Das Leben ist das schönste Märchen, denn darin kommen wir selber vor.“

Hans Christian Andersen (1805-1875)

Unter dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sind Märchen zur Winterzeit stehts ein begehrter Lesestoff, der jung und alt begeistert, egal ob beim Zuhören oder beim Vorlesen. Denn manchmal werden sogar Märchen wahr. Eines der schönsten ist wohl die Erfolgsgeschichte des Märchenerzählers Hans Christian Andersen, der 1805 als Sohn einer Wäscherin und eines Schusters in der dänischen Kleinstadt Odense geboren wurde. Mit 14 Jahren verließ er sein Geburtshaus, um zunächst sein Glück als Schauspieler in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu versuchen und schließlich mit seinen Märchen zu einem berühmten Mann zu werden.

H.C. Andersen department at Museum Odense, Denmark

Märchenerzähler und Schriftsteller

Das Multitalent Hans-Christian Andersen war nicht nur Dichter und Erzähler in einer Person. Der geniale Netzwerker, der Kontakt zu vielen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit pflegte, hat 168 Märchen geschrieben und seine Werke wurden in über 80 Sprachen übersetzt. Dass er zudem etwa 1.000 Gedichte verfasst und Zeit seines Lebens zahlreiche Scherenschnitte, Collagen und Zeichnungen erschaffen hat, wissen allerdings nur wenige.

Der weltberühmte Schriftsteller wurde am 2. April 1805 in Odense auf der dänischen Insel Fünen geboren und galt als „Tagträumer“. Der in ärmlichen Verhältnissen Aufgewachsene beschloss mit 14 Jahren beim Königlichen Theater in Kopenhagen sein Glück zu versuchen. Der Sohn eines Schuhmachers und einer Waschfrau hatte jedoch wenig Erfolg bei seinen Versuchen als Schauspieler oder Sänger Fuß zu fassen. Doch zum Glück fand er Förderer, die sein Talent zum Geschichten erzählen erkannten und ihm nicht nur den Besuch einer Lateinschule, sondern auch ein Studium an der Universität ermöglichten. Im Alter von 30 Jahren war H.C.Andersen ein berühmter Mann. 1835 war ihm mit seinem Roman „Der Improvisator“ und seinem ersten Märchen „Märchen für Kinder“ der Durchbruch gelungen. Mit seiner blühenden Phantasie begeisterte er Kinder und schuf bleibende Werke, die er bei seinen Auslandsaufenthalten auch gerne einem interessierten Publikum vortrug. 

So auch 1855 in Bad Wildbad, das er von Stuttgart aus in einer Diligence erreicht hatte und im „Bellevue“ abstieg. Beim Tee „im kleinen Kreis“ las der Salonlöwe das „Kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ und „Das häßliche Entlein“, bevor er am Abend zur Tafel mit dem Großherzog geladen war und dort den ältesten Sohn von Friedrich Schiller persönlich kennenlernen konnte. Als international anerkannter und verehrter Schriftsteller starb H.C. Andersen am 4. August 1875 in Kopenhagen.

H.C. Andersen department at Museum Odense, Denmark

Text/Bilder: Sabine Zoller

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