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Calmbacher Förderverein hat Jubiläum im Blick

Waldfreibad „Enztalperle“ – ein Eldorado für Kinder und Erwachsne

„Mit unserem Verein fördern wir den Schwimmsport und unterstützen die Stadt bei Maßnahmen zum Erhalt des Freibades“, zitiert Fritz Kiefer die Statuten des Fördervereins, der im kommenden Jahr in Calmbach sein 20-jähriges Jubiläum feiert. 

 

Historisches Waldfreibad soll erhalten bleiben - seit fast 20 Jahren kämpft der Förderverein in Calmbach dafür

Foto Zoller:

Nachdem die Bäderstadt Bad Wildbad jüngst mit seinem neuen Bädermuseum die vielfältige Wasserkultur im Nordschwarzwald in den Fokus rückte, hatte Kiefer als Kassier des Fördervereins spontan zum Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten ins Waldfreibad geladen. Allen voran der ortsverbundene Heimatforscher Hans Schabert, der bereits einen großen Bericht über das Freibad in Bad Wildbad verfasst hat und sich nun „nicht nur auf den Spuren der Historie im allgemeinen sondern in diesem Fall der Bäder im Besonderen“ begeben wird. Sein auserkorenes Ziel gilt dabei der 90-jährigen Geschichte der einst als „Enztalperle“ bezeichneten Badeanstalt, die nach den Plänen des Calmbacher Bautechnikers Karl Kiefer entstanden ist und am 17. Juni 1934 eingeweiht werden konnte. „Bis heute ist das Freibad ein Eldorado für Kinder, die hier schwimmen lernen“, so Sandra Barth, zweite Vorsitzende des Fördervereins, die sich über 60 bestandene „Seepferdchen“ Prüfungen des Vorjahres freut. 

 

Historische Aufnahme aus den 1970-er Jahren

Foto Förderverein

Mit rund 40.000 Badegästen pro Saison ist das Waldbad nach Aussage von Betriebsleiter Fabian Schmitt ein „Kleinod im Schwarzwald“, das mit seinem großen Einzugsgebiet zudem viele Besucher aus Karlsruhe und Stuttgart anlockt. „Wir sind überregional bekannt. Und das vor allem durch unsere Veranstaltungen.“ Schmitt betont dabei das Beach Volleyball Turnier mit Teilnehmern aus Baden-Württemberg und das „36-Stunden-Schwimmen“ für das sogar Gäste aus ganz Deutschland anreisen. Während sich Hans Schabert noch an Sommertage in den 70-er Jahren erinnert, an denen „man an sich auf der Liegewiese ein Plätzchen suchen musste“, gab es Corona bedingt weniger Badegäste. Um die Anziehungskraft zu steigern sind Sanierungsmaßnahmen geplant, die darauf abzielen 2034 das 100-jährige Jubiläum des Badanstalt zu feiern. Grund genug, um sich die Meinung eines Sachkenners einzuholen, der in den vergangenen Jahren die Attraktivität des Bad Liebenzeller Freibades maßgeblich mitgestaltet und verantwortet hat. „Wir haben dort über fünf Jahre lang kontinuierlich erneuert“, so Dietmar Fischer, der zudem ausführlich über seine Erfahrungen als Bürgermeister beim Sanieren des historischen Gebäudes berichtet und Parallelen zum Waldfreibad in Calmbach aufzeigt. „Das Freibad könnte zum einen nachhaltig mit Abwärme und Solarenergie betrieben, oder zum anderen mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet werden.“ Für Fischer, der Schwimmunterricht als feste Einrichtung im schulischen Lehrplan verankert sieht, bieten Freibäder zudem ein ideales Freizeitangebot das in Kommunen aufrecht erhalten bleiben muss. 

 

Karl Heinz Bäder, der den Kiosk im Waldfreibad betreibt, spricht sogar von einem Treffpunkt für junge und junggebliebene Leute, die immer wieder kommen. „Wir haben hier ganz viele nette Menschen kennengelernt, die wir mögen und die uns mögen“. Ingeborg Rentschler, Gründungsmitglied des Fördervereins seit 2003, bestätigt diese Ansicht und erinnert sich an die vielen ehrenamtlichen Stunden, die sie und viele weitere Calmbacher Bürger bereits zum Erhalt des Waldbades beigetragen haben und bietet damit die Vorlage für einen Aufruf, den der Förderverein nun direkt an alle Calmbacher startet. „Wer seine schönsten Erinnerungen mit seiner Familie, Freundin, Kindern und Enkelkindern rund um das Waldfreibad mit uns teilen möchte, hat ab sofort die Gelegenheit seine Geschichten im Briefkasten am Freibad einzuwerfen. Wenn möglich bitte mit Namen und Telefonnummer, damit wir uns bei Rückfragen melden können“, so Fritz Kiefer, der für den Förderverein eine kleine Festschrift unter dem Titel „Enztalperle – gestern – heute – morgen“ plant und damit einen öffentlichen Aufruf zum Erhalt des Waldfreibades startet.

 

Die Unterstützer des Waldfreibades

Foto Zoller

Foto Förderverein Calmbach

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