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Blickpunkt Starkes Freiburg: Wirtschaft im Dialog mit den Kandidierenden

Im Vorfeld der anstehenden Oberbürgermeisterwahl in Freiburg lud die Veranstaltungsreihe „Blickpunkt Starkes Netzwerk“ zur Podiumsdiskussion „Wirtschaft im Dialog mit den Kandidierenden“ ein.

Ziel der Veranstaltung war es, einen offenen und praxisnahen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft zu ermöglichen und zentrale Zukunftsfragen der Stadt gemeinsam zu beleuchten.

Rund 250 Gäste aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden folgten der Einladung ins Mercedes-Benz-Zentrum der Kestenholz GmbH, um die wirtschaftspolitischen Positionen der vier Kandidierenden kennenzulernen

Organisiert von Region im Blick, den Wirtschaftsjunioren Freiburg und Vote Rookie bot die Podiumsdiskussion eine wertvolle Plattform, um zentrale Zukunftsfragen der Stadt Freiburg zu beleuchten. Unter der Moderation von Andreas Seltmann diskutierten Martin Horn, Monika Stein, Achim Wiehle und Florian Braune über Themen wie Fachkräftemangel, Gewerbesteuer, Start-up-Förderung sowie die Entwicklung der Freiburger Innenstadt.

Amtsinhaber Martin Horn stellte die Bedeutung von Stabilität und Kontinuität für den Wirtschaftsstandort Freiburg heraus. Er verwies auf Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Wohnraum sowie auf die gezielte Förderung von Start-ups und Innovationsnetzwerken.

Monika Stein rückte insbesondere die Herausforderungen rund um bezahlbaren Wohnraum und begrenzte Gewerbeflächen in den Mittelpunkt. Sie sprach sich für neue Nutzungskonzepte, etwa für den Flugplatz, sowie für eine bessere Anbindung von Gewerbegebieten und eine engere Zusammenarbeit mit der Universität aus.

Achim Wiehle kritisierte die finanzielle Lage der Stadt und warnte vor steigender Verschuldung. Er plädierte für eine effizientere Verwaltung, eine mögliche Senkung der Gewerbesteuer und brachte visionäre Projekte wie ein Science Center ins Spiel.

Florian Braune betonte die Auswirkungen globaler Krisen auf die lokale Wirtschaft und sprach sich ebenfalls für eine Entlastung der Unternehmen aus. Ein besonderer Fokus lag für ihn auf der Zuwanderung von Fachkräften sowie auf der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen.

Einigkeit bestand bei allen Kandidierenden darüber, dass der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen darstellt. Bezahlbarer Wohnraum, moderne Verwaltungsstrukturen und eine offene Willkommenskultur wurden als entscheidende Faktoren genannt, um Freiburg langfristig attraktiv für Arbeitskräfte zu halten.

Auch die Zukunft der Innenstadt wurde intensiv diskutiert. Neben der Stärkung des Einzelhandels standen kreative Ansätze wie kulturelle Veranstaltungen, Zwischennutzungen leerstehender Flächen und neue Erlebnisformate im Fokus.

v.l.n.r,: David Gelantia Vote Rookie ,Andreas Seltmann, Natascha Schindler Vorstandsmitglied/ Wirtschaftsjunioren Freiburg, Martin Horn, Monika Stein, Achim Wiehle, Daniela Hiebel, Florian Braune und Dirk Böhme

Kontrovers hingegen verlief die Debatte um die Verpackungssteuer. Während Martin Horn und Florian Braune diese kritisch bewerteten, plädierte Monika Stein für eine Weiterentwicklung des Modells. Achim Wiehle sprach sich für eine grundlegende Neuausrichtung aus.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für die Zukunft Freiburgs ist. Neben der Podiumsdiskussion nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und zur Vernetzung.

Die Oberbürgermeisterwahl verspricht eine richtungsweisende Entscheidung zu werden, geprägt von unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Ansätzen, aber auch von dem gemeinsamen Ziel, Freiburg nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

Ein besonderer Dank gilt der wie immer hervorragenden technischen Unterstützung durch B&HP Weißhaar, die wesentlich zum professionellen und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beigetragen hat. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Kestenholz für die großzügige Bereitstellung der Location und den passenden Rahmen für diesen gelungenen Austausch.

Text: Daniela Hiebel /Bilder. Andreas Braun

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