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Nachrichten aus Region meets Business

Stadtentwicklung, Start-ups und Transferpreis im Fokus beim 47. Offenburger Wirtschaftsforum

Rund um die Zukunft der Offenburger Wirtschaft ging es beim 47. Offenburger Wirtschaftsforum im neuen Innovationszentrum flow1986 auf dem Canvasplus-Areal. Oberbürgermeister Marco Steffens skizzierte in seinem anfänglichen Grußwort die städtischen Großprojekte der kommenden Jahre: „Wir investieren 1,4 Milliarden Euro in unsere Infrastruktur. Damit lösen wird das sechs- bis achtfache an privaten Investitionen aus."

Professor Alfred Isele (zweiter von links) nahm den mit 2.000 Euro dotierten Transferpreis der Hochschule Offenburg für das Projekt „Industrie on Campus“ entgegen. Mit im Bild (v. l): Hochschulrektor Stephan Trahasch, Oberbürgermeister Marco Steffens und der Geschäftsführer von Black Forest Innovation, Florian Appel.

Stadt Offenburg

Um flow1986 herum werde in den kommenden Jahren das Canvasplus-Areal entwickelt. Parallel dazu entstehe entlang des Mühlbach ein verkehrsberuhigter Flanierboulevard.

Auch auf weitere Großprojekte ging er ein: So werde das neue Klinikum mit 700 Betten das leistungsfähigste Gesundheitszentrum zwischen Freiburg und Karlsruhe und das Bahnhofsareals bekomme in den kommenden Jahren – unter anderem durch die Verlegung des Zentralen Omnibusbahnhofs – ein neues Gesicht. Der Sportpark Süd sei wegen der integrativen Kraft des Sports ein wichtiges Projekt für die gesamte Stadtbevölkerung. Auch auf die Landesgartenschau 2032 kam Steffens zu sprechen. Diese sei eine "verbindende Klammer" für viele verschiedene Großprojekte. Nicht fehlen durfte ein Plädoyer für die Demokratie, denn: "Freiheit sichert auch das Unternehmertum."

Es folgte ein Vortrag von Florian Appel, Geschäftsführer von Black Forest Innovation, einer Tochtergesellschaft der Stiftung Technologie und Wirtschaft Offenburg/Mittelbaden. Die erklärte Mission von Appel und seinem fünfköpfigen Team: "Die richtigen Leute miteinander an den Tisch bringen." Das gelinge unter anderem mit Formaten wie dem Black Forest Hackathon und den monatlichen flownights. Diese sollen dazu beitragen, ein lebendiges Ökosystem für Start-ups zu schaffen. Entscheidend sei für ihn, dass flow1986 kein „closed shop" werde, sondern eine Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen.

Drei im flow1986 ansässige Unternehmen präsentierten sich beim Wirtschaftsforum. Joe Krumhard stellte Retamo vor, welches Unternehmen beim Online-Bewertungsmanagement unterstützt. Anschließend führte Geschäftsführer Florian Seibold durch die Räumlichkeiten von Querdenker Engineering. Das 20-köpfige Ingenieurbüro, das Soft- und Hardware entwickelt, setzt auf Interdisziplinarität: „flow1986 bietet uns die Möglichkeit, innovativ zu sein", ist Geschäftsführer Florian Seibold überzeugt. Im Anschluss ging es weiter zu Picea Biosolutions, die ein 500 Quadratmeter großes und hochmodernes Biotech-Labor im flow1986 betreiben. Die investiven Kosten dafür bewegen sich Bereich „mehrerer Einfamilienhäuser" wie Mitgründer Daniel Heid berichtete. Das Biotechnologie-Start-up entwickelt Hochleistungsmikroorganismen und Enzyme für industrielle Zwecke, die zur Reduzierung klimaschädlicher CO2-Emissionen beitragen sollen. Architekt Peter Waibel vom Architekturbüro Waibel & Waibel aus Biberach informierte über den Bau und das Gebäude. Von Beginn an sei das Thema Nachhaltigkeit im Fokus gestanden. So sei flow1986 in moderner Holzbauweise errichtet worden und erreiche den Energiestandard Effizienhaus 40. Das Gebäude habe eine positive CO2-Bilanz und die Fassadenbegrünung sorge für ein verbessertes Mikroklima im Gebäude.

Den Abschluss des Abends markierte die Verleihung des Transferpreises der Hochschule Offenburg. Der Preis würdigt herausragende Leistungen im Wissens- und Technologietransfer, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken und zur positiven Entwicklung der Region beitragen. Im Rahmen kurzer Filmbeiträge wurden zunächst die drei für den Preis nominierten Projekte vorgestellt, die sich in einer hochschulinternen Vorabstimmung durchgesetzt hatten: Bei diesen handelte es sich um „Industry on Campus", „Ein Quantensprung in die Zukunft" und „SHORTS – Trinationales Filmfestival". Anschließend stimmten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wirtschaftsforums online ab. Nach kurzer Wartezeit war klar: „Industry on Campus" unter Federführung von Professor Alfrede Isele gewinnt die Erstausgabe des mit 2.000 Euro dotierten Preises, der von move.mORe, dem Verbundprojekt der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg mit dem Ziel, den Transfer besonders mit regionalen Kommunen weiterzuentwickeln, gestiftet und an der HSO als 3-D-Druck entworfen wurde.

Text/Bild: Stadt Offenburg

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