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Nachrichten aus Region meets Business

„Die Leut‘ wollen Geschichtle hören" – Marketing Club Ortenau erlebt Burda- Erfolgsgeschichte im Media Tower

Marketing vor Ort mit Biograf Elmar Langenbacher: Der Marketing Club Ortenau-Offenburg taucht auf dem Burda Media Tower in die Geschichte der Familie Burda ein – von Historie und Marketing bis hin zu persönlichen Anekdoten.

Offenburg – Der Marketing-Club Ortenau/Offenburg e.V. lud am Montag, dem 20. April,erneut zu seiner Veranstaltungsreihe „Marketing vor Ort". Clubpräsident Duschan Gert eröffnete und unterstrich die enge Verbundenheit zwischen dem Club und einem ganz besonderen Offenburger Traditionsunternehmen: Burda. „Es ist ein besonderes ‚Marketing vor Ort', denn wir bedanken uns bei Dr. Hubert Burda und seinem Team, dass wir seit über 20 Jahren im Burda Tower unsere Veranstaltung machen dürfen."

Gert begrüßte auch die neuen Mitglieder herzlich und betonte den regionalen Zusammenhalt: „Man schließt in der Ortenau nicht nur Geschäfte ab, man trifft sich und tritt mit den Menschen in direkten Austausch." Anschließend stellte er den Referenten des Abends vor: Elmar Langenbacher, Biograf von Dr. Hubert Burda, der nun erneut eingeladen war, die inspirierende Geschichte der Familie Burda zu erzählen.

Vom böhmischen „American Dream" zum Medienpionier
Mit einem Satz, der Programm für den gesamten Abend war, eröffnete Langenbacher seinen Vortrag: „Die Leut wolle Geschichtle hören." Und genau das bekamen die Gäste. Langenbacher zeichnete das deutsche Pendant zum American Dream nach: Die Geschichte der Burdas beginnt mit böhmischen Einwanderern. Aus diesen bescheidenen Anfängen wuchs über Generationen ein Unternehmen, das die deutsche Medienlandschaft entscheidend prägen sollte. Erst mit Franz Burda dem Ersten und einer kleinen Druckerei begann der wirtschaftliche Aufstieg der Familie.

Eine kleine Druckerei: Der Grundstein für das spätere Medienhaus 

Franz Burda der Zweite, später Senator, führte diesen Weg fort. Er hatte die Vision eines Programmhefts für Radiosender – und damit fand Burda seinen Weg zu den Magazinen. Mit ihm begann die Idee des Tiefdrucks. Seine Frau Aenne Burda führte den Unternehmergeist konsequent weiter: Mit Burda Moden revolutionierte sie den Zugang zu Mode und brachte internationale Trends in die deutschen Haushalte.

Hubert Burda – Pionier, Innovator, Medienmacher
Mit Dr. Hubert Burda trat schließlich die Generation auf den Plan, die das Familienerbe neu definierte. Mit der BUNTEN brachte er das erste People-Magazin nach Deutschland und prägte die deutsche Unterhaltungslandschaft nachhaltig. Er brachte den Tiefdruck nach Amerika – und bewies damit früh, dass Burda auch international denkt und handelt. Langenbacher zeichnete das Bild eines weltoffenen Geschäftsmanns mit sicherem Gespür für Innovation – von seiner Zeit in Amerika über frühe Ansätze der Marktforschung bis hin zur Offenheit gegenüber Social Media. Als Leitmotiv stand das lateinische „Navigare necesse est": Für Dr. Hubert Burda sei es immer entscheidend gewesen, in See zu stechen, um neue Handelswege zu entdecken, statt in sicheren
Häfen zu verharren. Denn Burda habe früh erkannt: Wenn sich die Medien verändern, verändert sich auch die Gesellschaft.

Inspiriert in den Sonnenuntergang
Eine inspirierende Erzählung, die unterhielt und bewegte – ganz im Sinne des Burda-Erbes, das heute von Elisabeth Burda-Furthwängler und Jacob Burda als aktuelle Führungsgeneration des Unternehmens weitergetragen wird. Den Abschluss bildete ein lockerer Ausklang bei Weißwein und Häppchen aller Art. Bei Gesprächen über Medien, Marketing und regionale Netzwerke genossen die Gäste die weite Aussicht vom Burda Media Tower: Auf der einen Seite schweifte der Blick weit über O$enburg bis in den Schwarzwald hinein und auf der anderen Seite reichte er bis ins elsässische Mittelgebirge, die Vogesen. Als stimmungsvolles Finale erlebten die Gäste einen atemberaubenden Sonnenuntergang über Frankreich.

Text/Bilder: Viktoria Selzer

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