11. Badische Bau- und Ausbautage 2026 setzen starke Signale fu r die Zukunft des Handwerks
Rust/Freiburg. Mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben die 11. Badischen Bau- und Ausbautage am 26. und 27. Juni im Europa-Park Rust ihre Bedeutung als einer der wichtigsten Branchentreffs des badischen Bau- und Ausbauhandwerks eindrucksvoll unterstrichen.

11. Badische Bau- und Ausbautage 2026 setzen starke Signale fu r die Zukunft des Handwerks
Hochkarätige Referenten, aktuelle Zukunftsthemen und der intensive Austausch zwischen Handwerk, Politik und Industrie machten die Veranstaltung zu einer Plattform für Innovationen, neue Impulse und gemeinsame Perspektiven für die Bauwirtschaft von morgen.
Bereits zum Auftakt unterstrichen Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg sowie der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Wolfgang Schubert-Raab, die zentrale Rolle des Handwerks für Innovation, Wertschöpfung und wirtschaftliche Stabilität. Deutlich wurde: Ohne leistungsfähige Handwerksbetriebe sind die Bau- und Klimawende nicht zu bewältigen.
Einen der Höhepunkte bildete der Vortrag von Boris Palmer, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen. Unter dem Titel „Was tun, wenn die Behörden einen Vogel haben?“ sprach er offen über Bürokratie, langwierige Genehmigungsverfahren und die Notwendigkeit pragmatischer Entscheidungen. Sein Appell für mehr Eigenverantwortung, schnellere Verwaltungsabläufe und eine stärkere Orientierung an praktikablen Lösungen fand bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern große Zustimmung.

OB Boris Palmer, Cornelia Rupp-Hafner und Rolf Rombach
Der Holzbau der Zukunft.
Diskutiert wurden moderne Holzfassaden, nachhaltige Gebäudehüllen und kreislauffähige Baustoffe. Im Fokus standen konstruktiver Holzschutz, Brandsicherheit, ressourcenschonende Materialkonzepte sowie der zunehmende Einsatz von Holzfaser- und Lehmbaustoffen für energieeffiziente und klimafreundliche Gebäude.
Digitalisierung im Holzbau.
Digitale Aufmaß- und Vermessungstechnologien, Laserscanning sowie durchgängige digitale Planungsprozesse wurden als Schlüssel für mehr Präzision, Effizienz und Wirtschaftlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine professionelle Außendarstellung, digitale Kommunikation und eine starke Arbeitgebermarke heute entscheidende Erfolgsfaktoren bei der Gewinnung von Kunden und Fachkräften sind.

Praxisnahe Impulse für den Unternehmeralltag.
Themen wie Arbeitsrecht, Unternehmensnachfolge, Cybersicherheit, politische Rahmenbedingungen sowie aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte verdeutlichten, dass die Zukunftsfähigkeit der Betriebe weit über technische Innovationen hinausgeht. Erfolgreiche Unternehmen verbinden heute fachliche Kompetenz mit moderner Unternehmensführung, Digitalisierung und einer starken Interessenvertretung.
Fachausstellung der Industriepartner.
Die begleitende Fachausstellung mit zahlreichen Industriepartnern entwickelte sich erneut zu einem zentralen Treffpunkt der Veranstaltung. Innovative Produkte, digitale Anwendungen und praxisnahe Lösungen für Holzbau, Ausbau und Gebäudehülle sorgten für einen intensiven Austausch zwischen Handwerk, Industrie und Planung.
Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion „So machen wir Deutschland wieder fit!“, moderiert von Hauptgeschäftsführerin Cornelia Rupp-Hafner und Michael Hafner. Gemeinsam diskutierten Boris Palmer, Thomas Hoppe, Bundesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Marcus Nachbauer, Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau und Vizepräsident des ZDH, sowie die badischen Verbandspräsidenten Rolf Rombach, Martin Ranz und Klaus Schwarzwälder über Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen, Bürokratieabbau und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Diskussionsrunde machte deutlich: Das Handwerk verfügt über enormes Potenzial – entscheidend sind verlässliche politische Rahmenbedingungen und mehr unternehmerische Freiheit.
Die 11. Badischen Bau- und Ausbautage haben eindrucksvoll gezeigt, welche Innovationskraft, Fachkompetenz und Zukunftsorientierung in unseren Betrieben steckt“, resümierte Hauptgeschäftsführerin Cornelia Rupp-Hafner. „Gemeinsam haben wir ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks gesetzt.“


