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Nachrichten aus Region meets Business

Volksbank Breisgau-Markgräflerland eG blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück

Vertreterversammlung in Heitersheim – Generationswechsel und Zukunftsthemen im Fokus

Heitersheim. Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland hat im Rahmen ihrer Vertreterversammlung auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt. Vorstandssprecher Michael Lange zog gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Jörg Dehler vor den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder eine positive Bilanz und skizzierte zentrale Zukunftsaufgaben.

v.l.n.r.: Michael Lange, Jörg Dehler, Stefan Kurek und Mark Kaffenberger

Trotz eines weiterhin anspruchsvollen Umfelds mit geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten konnte die Genossenschaftsbank ihre Position weiter stärken. „Krisen mögen das neue Normal sein – entscheidend ist, wie wir damit umgehen“, betonte Lange. „Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten.

Ein zentrales Thema der Versammlung war der anstehende Generationswechsel innerhalb der Bank. Aufgrund eines hohen Anteils an Mitarbeitenden aus den Babyboomer-Jahrgängen habe man frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um den Übergang strukturiert zu gestalten. „Bis Ende 2026 wird dieser Prozess auf allen Ebenen abgeschlossen sein“, so Michael Lange. Führungspositionen konnten dabei größtenteils intern nachbesetzt werden. Mit Stefan Kurek und Mark Kaffenberger wurden zudem zwei Generalbevollmächtigte berufen, die perspektivisch in den Vorstand aufrücken sollen.

Auch strategisch setzt die Volksbank klare Schwerpunkte. Neben der kontinuierlichen Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen gewinnt die Mitarbeiterorientierung zunehmend an Bedeutung. „Ziel ist es, standardisierte Abläufe effizienter und zugleich fehlerärmer zu gestalten“, erklärte Lange. Gleichzeitig werde an modernen Arbeitsmodellen und neuen Nutzungskonzepten für Büroflächen gearbeitet.

Im Kundenbereich wurden neue Kontomodelle eingeführt, die individuell auf das Nutzungsverhalten zugeschnitten sind. Zum 1. Juli werden zudem die Kontoauszugsdrucker abgeschafft. „Das veränderte Nutzungsverhalten unserer Kundinnen und Kunden sowie Nachhaltigkeitsaspekte machen diesen Schritt konsequent“, so Lange.

Vorstand Jörg Dehler stellte im Anschluss die wirtschaftlichen Kennzahlen vor. Die Bilanzsumme lag bei rund 2,1 Milliarden Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf eine bewusste Reduzierung institutioneller Geschäfte zurückzuführen ist. „Aussagekräftiger als die Bilanzsumme ist das betreute Kundenvolumen, das wir auf 4,43 Milliarden Euro ausbauen konnten“, betonte Jörg Dehler.

Die Kundenanlagen entwickelten sich stabil und stiegen insgesamt auf 2,72 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft war hingegen von einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft geprägt. „Tragfähige Finanzierungsvorhaben unserer Mitglieder und Kunden begleiten wir auch künftig mit der notwendigen Entscheidungskraft und Kapitalstärke“, sagte Jörg Dehler.

Die Ertragslage stellte sich dennoch positiv dar: Der Zinsüberschuss stieg auf 38,3 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss auf 14,4 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Jahresüberschuss von rund 3,7 Millionen Euro. „Diese Entwicklung zeigt, dass unser klassisches Bankgeschäft wieder auskömmliche Erträge erwirtschaften kann“, erläuterte Dehler. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher eine Erhöhung der Dividende auf fünf Prozent vor.

Auch die Eigenkapitalausstattung wurde weiter gestärkt. Mit 256,1 Millionen Euro und einer Gesamtkapitalquote von 21,2 Prozent liegt die Volksbank deutlich über den regulatorischen Anforderungen. „Wir haben damit eine solide Grundlage geschaffen, um auch künftig Wachstum zu ermöglichen und Risiken tragen zu können“, so Jörg Dehler.

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen hob er auch das gesellschaftliche Engagement hervor. Mehr als 186.000 Euro flossen in Spenden und Sponsoring für Projekte in der Region. „Gesellschaftliche Verantwortung ist für uns kein Nebenthema, sondern Teil unseres Selbstverständnisses“, betonte Dehler.

Mit Blick nach vorn setzt die Volksbank weiterhin auf die Verbindung von regionaler Nähe, persönlicher Beratung und digitaler Leistungsfähigkeit. „Verlässlichkeit, Integrität und Vertrauen bleiben dabei die Grundlage unseres Handelns“, so Michael Lange abschließend.

Stefan Kurek und Mark Kaffenberger

Künftige Vorstände setzen auf Kontinuität und Innovation

Im Rahmen der Vertreterversammlung gaben die designierten Vorstandsmitglieder persönliche Einblicke in ihre Motivation, ihre Werte und ihre Ziele für die Weiterentwicklung der Bank.

Stefan Kurek ist seit rund zwanzig Jahren eng mit der Volksbank verbunden und kennt das Haus aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben seiner langjährigen Tätigkeit innerhalb der Bank sammelte er auch internationale Erfahrungen, unter anderem in den USA sowie bei der DZ BANK in Frankfurt. Diese Stationen haben seinen Blick für das Bankgeschäft geschärft und zugleich seine Überzeugung gestärkt: „Während in großen Strukturen häufig Prozesse im Vordergrund stehen, steht bei uns vor Ort der Mensch im Mittelpunkt.“

Als in der Region verwurzelter Familienmensch verbindet Kurek Bodenständigkeit mit klaren wirtschaftlichen Prinzipien. Für ihn sind Stabilität, Verantwortungsbewusstsein und nachhaltige Entscheidungen zentrale Voraussetzungen für langfristigen Erfolg. „Mein Ziel ist eine Bank, die Verlässlichkeit und Nähe mit Modernität und wirtschaftlicher Stärke verbindet“, betonte er.

Auch Mark Kaffenberger bringt eine klar werteorientierte Perspektive in den Vorstand ein. Aufgewachsen in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung, haben ihn Fleiß, Ausdauer und Verlässlichkeit nachhaltig geprägt. Seine Haltung: Erfolg entsteht nicht kurzfristig, sondern durch kontinuierliche Entwicklung, klare Zielorientierung und verantwortungsbewusstes Handeln.

Besonders wichtig ist ihm die Unternehmenskultur. Vertrauen, Eigenverantwortung und ein offener Umgang miteinander sind für Kaffenberger entscheidende Erfolgsfaktoren. Führung bedeutet für ihn vor allem eines: Klarheit. „Menschen erwarten Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortungsbewusstsein, genau dafür wollen wir stehen“, unterstrich er.

Einigkeit besteht bei beiden künftigen Vorständen insbesondere in der strategischen Ausrichtung der Bank. Sie sehen die Zukunft in einem konsequenten Zusammenspiel von Tradition und Innovation. Digitalisierung verstehen sie dabei nicht als Ersatz persönlicher Beratung, sondern als sinnvolle Ergänzung. Ziel ist es, moderne Technologien gezielt einzusetzen und gleichzeitig die regionale Stärke sowie die Nähe zu den Kundinnen und Kunden weiter auszubauen.

Im Mittelpunkt bleibt die Rolle der Volksbank als verlässlicher Partner für die Menschen und Unternehmen in der Region, vom Mittelstand über das Handwerk bis hin zur Landwirtschaft. Wirtschaftlicher Erfolg wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Grundlage für Stabilität, Investitionsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung.

Mit diesem Anspruch setzt die Volksbank konsequent auf eine Verbindung aus persönlicher Beratung, regionaler Verwurzelung und digitaler Leistungsfähigkeit. Verlässlichkeit, Integrität und Vertrauen bleiben dabei das Fundament ihres Handelns.

Text/Bilder: RiB/DB

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