Team Schluckspecht stellt neuen Hochschulrekord auf und qualifiziert sich für WM
Shell Eco-marathon Europe & Africa im polnischen Kamien Slaski endet mit sehr guten Ergebnissen sowohl für den S8, als auch für den S5.
Zum Abschluss einer im wahrsten Sinn des Worts heißen Woche hatte das Team Schluckspecht allen Grund zu feiern: Der neue S8 qualifizierte sich beim Shell Eco-marathon Europe & Africa auf dem Silesia Ring im polnischen Kamien Slaski für die Shell Eco-marathon Global Championship. Diese wird vom 21. bis 25. Januar 2027 auf dem Lusail International Circuit in Doha/Katar ausgetragen.

Team Schluckspecht für WM qualifiziert
Dabei war der Start des Wettbewerbs etwas holprig verlaufen. Nach der Ankunft an der Rennstrecke am Mittwochmorgen verzögerte sich die für diesen Tag geplante Technical Inspection der Fahrzeuge aufgrund von Problemen auf Seiten des Organisators. So konnten sowohl der batterie-elektrische Prototype S8, als auch der ethanolbetriebene Urban Concept S5 diese erst am Donnerstagmorgen abschließen. Das Team meisterte die Hürde aber problemlos und konnte – nachdem inzwischen auch die vergessenen Rennanzüge per Expresspost eingetroffen waren – noch alle Trainingsläufe fahren. Am Freitag, Samstag und Sonntag standen dann insgesamt sechs Wertungsläufe auf dem Programm.
Der S8 stellt gleich im ersten einen neuen Hochschulrekord von 736 Kilometern mit einer Kilowattstunde (bisher 684 km/kWh) auf und blieb auch in vier der fünf weiteren Läufe über der alten Bestmarke. Lediglich in einem Run war das Ergebnis etwas schlechter, weil der Fahrerin der Weg abgeschnitten worden war, sie bremsen und neu anfahren musste, was viel Energie gekostet hatte. Am Ende belegte der S8 Rang 9 im Effizienzwettbewerb.
Auch mit dem Ergebnis des S5 mit seinem komplett überarbeiteten Ottomotor war das Team zufrieden. Zwar mussten der erste und letzte Wertungslauf aufgrund technischer Probleme abgebrochen werden. Die anderen vier Runs liefen aber konstant gut und so kamen am Ende ein neuer teaminterner Streckenrekord auf dem Silesia Ring (188 Kilometer mit einem Liter Treibstoff) und Rang 5 im Effizienzwettbewerb heraus.
Nach getaner Arbeit warteten am Sonntagmittag alle gespannt auf die Siegerehrung. Denn erstmals wurden die drei besten Wertungsläufe (mittels eines Umrechnungsfaktors) im Vergleich zu allen anderen Teams über die Kategorien hinweg sowie die Bonuspunkte aus den Off-Track-Awards zusammengerechnet, um die Gewinner zu ermitteln. Da das Team Schluckspecht mit seinem Sicherheitskonzept – das Camp und Paddock Regeln, einen Camp und Paddock Safety Officer sowie eine Web-App für eventuelle Unfall-Meldungen umfasste – den Safety Award gewann, qualifizierte es sich als eines von nur sieben Teams unter insgesamt 135 Mannschaften mit dem S8 für die WM.
Nun geht es 2027 also nach Katar. „Das Team freut sich riesig, dass es nach Indien 2023 wieder einmal zur Weltmeisterschaft fahren darf,“ erklärte Teamleiter Prof. Claus Fleig vor der Rückreise am Montag. Allerdings können dann von den 30 Teammitgliedern, die beim Shell Eco-marathon Europe & Africa dabei waren, nur 15 mitfahren. Es steht also eine schwierige Entscheidung an, die die von den Fahrenden und Verantwortlichen für Mechanik und Elektrik über die Medienleute bis zu den Küchenchefs tolle Mannschaft aber im Sinn des Erfolgs meistern wird. Und die Mitglieder sprudeln bereits vor neuen Ideen, um mit dem S8 die Zielmarke von 1000 Kilometern mit einer Kilowattstunde in den nächsten Jahren zu knacken. Der S5 wird 2027 noch einmal beim Shell Eco-marathon Europe & Africa an den Start gehen, der Fokus liegt aber bereits auf der Neuentwicklung des Nachfolgers S7.
Weitere Einzelheiten vom Shell Eco-marathon Europe & Africa in Kamien Slaski und vom Team Schluckspecht finden Sie unter https://www.hs-offenburg.de/studium/studierendenprojekte/schluckspecht


