Degenfechter Julius Ruppenthal Vize-Europameister mit der Mannschaft in Neapel
Silber mit dem deutschen Team und Platz 19 im Einzel für den einstigen SVW-Fechter
Waldkirch (hbl). Degenfechter Julius Ruppenthal (18 Jahre) wurde in Neapel mit der Mannschaft U20-Vizeeuropameister. Erst im Finale unterlag das deutsche Team mit 40:45 gegen Italien. Im Einzel lief es für den Ex-Waldkircher ebenso sehr gut und belegte den nicht erwarteten 19. Platz. Mit Matthew Bülau holte sein Mannschaftskollege mit Bronze ein weiteres Edelmetall für den deutschen Fechter-Bund.

Die deutsche U20-Silbermannschaft mit der Bundesfahne (von rechts): Julius Ruppenthal (Heidelberg /Waldkirch), DFB-Nachwuchsbundestrainer Jörg Fiedler, Ole Petersen, Matthew Bülau und Jakob Stange.
„Phänomenal“, so der Ex-Waldkircher und heute für Heidelberg startende Degenfechter Julius Ruppenthal und kann es kaum fassen. Das deutsche U20 Herrendegen-Team mit Ole Petersen (Leipzig), Jakob Stange (Solingen) und Matthew Bülau (Heidenheim) und Julius Ruppenthal (Heidelberg/Waldkirch) gewann bei den Europameisterschaften in Italien Silber. Lange Zeit konnte die Mannschaft das Finalgefecht ausgeglichen gestalten, lag sogar kurzzeitig vorne. Doch gegen Schluss setzte sich Italien mit 45:40 Treffern durch und holte Gold.
Ziel für die Silbermedaillengewinner war das Viertelfinale. Das Team um DFB-Nachwuchsbundestrainer Jörg Fiedler wusste, dass etwas gehen kann, was mit den Siegen im Viertelfinale mit 45:39 gegen Ungarn und im Halbfinale mit 45:41 gegen Israel eindrucksvoll unterstrichen wurde. Mit dem Finaleinzug und der Silbermedaille bestätigte die Mannschaft, dass der 2. Platz im Dezember beim Weltcupturnier in Athen keine Eintagsfliege war. Dort hatte sie gegen Italien noch hoch verloren, jetzt sei man nahe dran gewesen, so der 18-jährige Ruppenthal. Beim SV Waldkirch hat der Freiburger das Fechten erlernt, hat sich durch sein Studium in Mannheim dem Heidelberger Fechtclub angeschlossen. Der Wechsel und das intensive tägliche Training habe sich so gelohnt wie das EM-Mannschaftssilber zeigt. „Wir stehen jetzt auf dem Zettel der anderen Nationen“ und wirft bereits seinen Blick auf die noch anstehende WM. Der Neustudent der Wirtschaftspädagogik zeigt sich stolz, das Ziel von DFB-Nachwuchstrainer Fiedler in Neapel umgesetzt zu haben „Fechten auf sehr hohem internationalen Niveau“.
Wie einst Alexandra Ehler, heutige Ranglistenzweite
Dies hat schon einmal eine Degenfechterin der Waldkircher Fechtabteilung erreicht. Alexandra Ehler holte 2015 bei der Junioren-EM in Maribor mit der Mannschaft Gold und 2017 Mannschaftsbronze bei der U23. Heute ficht die einstige Waldkircherin in Leverkusen und ist deutsche Ranglistenzweite der Aktiven.
Im Einzel mit Platz 19 die Erwartungen weit übertroffen
Auch im Einzel zeigte sich Julius Ruppenthal mehr als zufrieden. Zeil war das 64-er Tableau. Er focht gegen starke Gegner eine sehr gute Vorrunde und drang in das 32-Feld ein. Erst beim Einzug in die Runde der besten 16 musste er sich mit 11:15 Treffern dem einstigen U17-Weltmeister Artem Sarkisyan aus Russland beugen und keinem Geringeren als dem späteren Dritten. Ebenfalls Bronze holte der deutsche Matthew Bülau (Heidenheim). Mit Platz 19 zeigt sich das hoffnungsvolle Talent Ruppenthal sehr zufrieden. Es gebe Motivation. Er habe gemerkt, dass er vorne mithalten kann.



