Nachbericht SV MEPPEN - SC SAND (04.04.2026)
Am 22. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga kam es zum Spitzenspiel zwischen dem SV Meppen und dem Tabellenführer SC Sand. Die Partie in der Hänsch-Arena war richtungsweisend im Aufstiegsrennen zur Google Pixel Frauen-Bundesliga

Spielerin: Kim Beatrix Schneider
Der SC Sand reiste mit dem klaren Ziel ins Emsland, seine Spitzenposition zu untermauern und ein Statement gegen einen direkten Konkurrenten zu setzen. Der SV Meppen hingegen wollte vor heimischem Publikum wichtige Punkte holen, um selbst weiter Druck im Kampf um die Aufstiegsplätze auszuüben.
Eine Änderung in der Startformation
Das Trainerteam des SC Sand um Alexander Fischinger und Noah Veilandics nahm im Vergleich zur Vorwoche eine personelle Änderung in der Startformation vor. Die erkrankte Mittelfeldspielerin Leni Fischer konnte nicht mitwirken, für sie rückte Innenverteidigerin Ronja Schaer in die Anfangsformation. Dadurch wurde Milena Fischer aus der Abwehr ins Mittelfeld vorgezogen, ansonsten blieb die Aufstellung unverändert.
Frühe Intensität und hohes Pressing
Der SC Sand startete äußerst wach in die Auswärtspartie gegen den SV Meppen und setzte den Gegner mit hohem Pressing früh unter Druck. Bereits in der zweiten Spielminute erzwangen die Ortenauerinnen den ersten Eckball der Partie. Nach einer präzisen Hereingabe kam Milena Fischer im Nachschuss zum Ball, konnte Meppens Torhüterin jedoch nicht entscheidend in Bedrängnis bringen. Auf der Gegenseite zeigte sich auch der SV Meppen gefährlich bei Standards: Zwei aufeinanderfolgende Eckbälle in der fünften Minute forderten Sands Schlussfrau Jule Baum, die ihren Kasten jedoch souverän sauber hielt.
Ausgeglichene Phase mit Chancen auf beiden Seiten
Nach rund zehn Minuten fand der SV Meppen besser ins Spiel und erhöhte den Druck. Vor allem mit langen Bällen und schnellen Umschaltaktionen versuchten die Gastgeberinnen, hinter die Sander Defensivkette zu gelangen. Dennoch gehörte die erste klare Torchance dem SC Sand: In der 13. Minute setzte sich Kim Schneider über die linke Seite durch, zog nach innen und bediente die freistehende Pija Reininger, deren Abschluss im letzten Moment geblockt wurde. Kurz zuvor hatte Jule Baum bereits ihre Klasse unter Beweis gestellt, als sie einen gefährlichen Ball aufmerksam abfing und damit eine mögliche Großchance für Anouk Blaschka verhinderte.
Sand übernimmt zunehmend die Kontrolle
Im weiteren Verlauf wurde der SC Sand wieder aktiver und kam zu weiteren gefährlichen Aktionen. In der 18. Minute setzte Milena Fischer mit einem langen Ball Kim Schneider in Szene, die im Eins-gegen-eins mit Meppens Torhüterin nur knapp nicht an den Ball kam. Insgesamt verlagerte sich das Spielgeschehen zunehmend ins Mittelfeld, wobei beide Teams den direkten Weg nach vorne suchten, jedoch auch durch kleinere Abspielfehler den Spielfluss unterbrachen.
Druckphase und verdiente Führung
Ab der 30. Minute intensivierte der SC Sand sein Pressing erneut. Die Mannschaft um Kapitänin Jenny Gaugigl setzte den Gegner früh unter Druck und erzwang mehrere Ballgewinne, ließ jedoch zunächst die letzte Präzision im Abschluss vermissen. In der 36. Minute leitete Pija Reininger mit einem Dribbling eine weitere Offensivaktion ein, ihr Querpass auf Kim Schneider führte jedoch zu einem Abschluss neben das Tor. Nur zwei Minuten später belohnte sich der SC Sand schließlich für seine engagierte Leistung: Nach einem hohen Ballgewinn durch Ivana Slipcevic und einem ersten Abschluss von Kim Schneider reagierte Pija Reininger am schnellsten und verwandelte den Abpraller souverän zur 1:0-Führung.
Chancen auf den Ausbau und stabile Defensive
Kurz vor der Pause hätte der SC Sand beinahe nachgelegt. In der 43. Minute zog Ivana Slipcevic aus rund 20 Metern ab, doch Meppens Torhüterin parierte den Schuss mit einer starken Aktion und verhinderte das 2:0. Defensiv ließ Sand weiterhin wenig zu und hielt die Gastgeberinnen weitgehend vom eigenen Tor fern.
Fazit zur Halbzeit
Nach einer einminütigen Nachspielzeit pfiff Schiedsrichterin Willms die erste Halbzeit ab. Der SC Sand ging mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause. Ausschlaggebend waren das konsequente Pressing, die höhere Spielanteile in der Schlussphase der ersten Hälfte sowie die größere Zielstrebigkeit in den Offensivaktionen.
Unveränderte Startelf und aktiver Beginn
Der SC Sand kehrte ohne personelle Veränderungen aus der Halbzeitpause zurück und knüpfte zunächst an die engagierte Leistung aus dem ersten Durchgang an. Direkt nach Wiederanpfiff sorgte ein flach ausgeführter Freistoß von Jenny Gaugigl aus halblinker Position für Unruhe im Strafraum des SV Meppen. Die Hereingabe führte zu einer unübersichtlichen Situation, in der der Ball nur knapp nicht den Weg ins Tor fand.
Meppen erhöht den Druck
In der Folge übernahmen die Gastgeberinnen zunehmend die Initiative und drängten auf den Ausgleich. In der 52. Spielminute bewahrte Torhüterin Jule Baum ihre Mannschaft mit einer herausragenden Parade vor dem Gegentreffer, als sie einen Abschluss aus kurzer Distanz spektakulär aus dem Winkel kratzte. Nur wenig später hatte der SC Sand Glück, als Meppens Top-Torjägerin Laura Bröring von der Strafraumkante abzog und ihr Schuss mit viel Effet das Tor nur um Zentimeter verfehlte.
Chancen auf beiden Seiten
Nach rund einer Stunde setzte der SC Sand wieder offensive Akzente. Ein Freistoß von Julia Matuschewski fand Milena Fischer, die den Ball mit viel Tempo in den Strafraum brachte, jedoch keine Abnehmerin fand. Im direkten Gegenzug bot sich den Gästen eine große Möglichkeit zur Vorentscheidung: Kim Schneider drang dynamisch in den Strafraum ein und legte quer auf Pija Reininger, deren Abschluss von Meppens Torhüterin stark pariert wurde. Auch der anschließende Abpraller konnte im Zuge einer unübersichtlichen Szene nicht verwertet werden.
Wechsel und zunehmender Abnutzungskampf
In der 70. Minute reagierte der SC Sand erstmals personell: Pija Reininger, die bereits im ersten Durchgang verwarnt worden war, wurde durch Sarah Wiesner ersetzt. Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem intensiven Abnutzungskampf mit vielen Zweikämpfen und häufigen Spielverlagerungen. Zehn Minuten vor Schluss kam der SV Meppen noch einmal zum Abschluss, verfehlte jedoch das Tor.
Kurz darauf verstärkte der SC Sand seine Defensive: Denise Landmann ersetzte die erschöpfte Milena Fischer, um zusätzliche Stabilität ins Abwehrzentrum zu bringen. In der Schlussminute der regulären Spielzeit folgten zwei weitere Wechsel: Moemi Ishibuchi kam für Julia Matuschewski ins Spiel, während Athanasia Tsaroucha nach über einjähriger Verletzungspause ihr Comeback feierte und Kapitänin Jenny Gaugigl ersetzte.
Später Ausgleich in der Nachspielzeit
In der sechsminütigen Nachspielzeit konzentrierte sich der SC Sand zunehmend auf die Defensivarbeit, sah sich jedoch einem immer stärker werdenden Druck der Gastgeberinnen ausgesetzt. Zwei Minuten vor Ablauf der Nachspielzeit fiel schließlich der Ausgleich: Nach einem Eckball und einer anschließenden unübersichtlichen Situation im Strafraum nutzte der SV Meppen den Rebound und traf in der 94. Spielminute zum 1:1.
Fazit zum Spielverlauf
Wenig später beendete die Schiedsrichterin die Partie, die mit einem 1:1-Unentschieden endete. Nach einer starken ersten Halbzeit und der verdienten Führung verpasste es der SC Sand, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Durch das Remis in Meppen liegt der SC Sand nun punktgleich mit dem VfB Stuttgart (beide 48) auf einem Aufstiegsplatz, der Abstand auf Meppen beträgt fünf Zähler.
Ausblick
Nach dem intensiven Spitzenspiel beim SV Meppen steht für die Spielerinnen des SC Sand nun eine zweiwöchige Länderspielpause an. Diese Unterbrechung bietet einigen Akteurinnen die Gelegenheit, im Kreis ihrer Nationalmannschaften internationale Erfahrung zu sammeln. Parallel dazu bleibt das Team jedoch im Rhythmus: Am 18. April empfangen die Ortenauerinnen vor heimischem Publikum den BSC Young Boys Bern zu einem internationalen Freundschaftsspiel, bevor es in die Schlussphase der 2. Frauen-Bundesliga geht.
SV Meppen – SC Sand 1:1 (0:1)
Tor: 0:1 Pija Reininger (38.), 1:1 Sarah Preuss (94.)
SV Meppen: Steenken, Rolfes, Bröring (84. Hohm), Bleil, Kropp (71. Seyen), Blaschka Bode (88. Preuss), Hubbeling, Mauly, Schouwstra, Bartke
SC Sand: Baum – Yaple, Schaer, Gaugigl (88. Tsaroucha), Surpris – Slipcevic, M. Fischer (81. Landmann), Takizawa – Reininger (71. Wiesner), Matuschewski (88. Ishibuchi), Schneider
Schiedsrichterin: Sarah Willms (FC Sedelsberg)
Zuschauer: 916


