Amerikanisches Top-Talent für die Affenbande: Owen Rose wechselt zur FT 1844 Freiburg
Während in Freiburg bereits die Planungen für die neue Saison laufen, verbringt Owen Rose den Sommer noch unter der Sonne Floridas.

Ein paar freie Tage mit der Freundin. Krafttraining. Beachvolleyball mit Freunden. Und immer wieder der Blick aufs Handy. Denn der 22-jährige Amerikaner steht aktuell auf Abruf für die US-Nationalmannschaft – und damit möglicherweise vor dem nächsten großen Schritt seiner noch jungen Karriere.
Der nächste feste Schritt steht allerdings bereits fest: Der 2,03 Meter große Mittelblocker wird künftig für die FT 1844 Freiburg auflaufen.
Rose kommt aus dem amerikanischen Collegesystem, jenem hochorganisierten und taktisch geprägten Volleyballkosmos, in dem Spielsysteme, Athletik und Analyse bis ins kleinste Detail gelebt werden. Seine Stationen: zunächst die Grand Canyon University, zuletzt Volleyball-Schwergewicht Penn State. Dort gelang ihm in der vergangenen Saison endgültig der nationale Durchbruch.
Statistisch war Rose der beste Blocker der gesamten NCAA. Eine bemerkenswerte Auszeichnung in einer Liga, in der Jahr für Jahr einige der größten amerikanischen Talente aufeinandertreffen. Mit Penn State führte er sein Team außerdem bis ins Viertelfinale und machte dabei nachhaltig auf sich aufmerksam.
Wer ihm beim Spielen zusieht, erkennt schnell, warum zuletzt zahlreiche Clubs um ihn geworben haben. Rose bewegt sich ungewöhnlich schnell entlang des Netzes, liest Spielsituationen früh und schließt Blocks mit einer Ruhe, die für sein Alter auffällt. Dazu kommt ein druckvoller Sprungaufschlag, der gegnerische Annahmereihen regelmäßig vor Probleme stellt.
Auch international sammelte der Amerikaner zuletzt wichtige Erfahrungen. Im vergangenen Sommer wurde Rose von US-Nationaltrainer Karch Kiraly zum Panamerica Cup eingeladen. Für viele junge Spieler ein erster Vorgeschmack auf internationales Topniveau – für Rose offenbar mehr als nur ein Lerntrip. Seine Auftritte dort sorgten intern wie extern für viel Aufmerksamkeit.
FT-Manager Florian Schneider freut sich deshalb besonders über die Verpflichtung:
„Wir freuen uns sehr auf Owen. Ein talentierter Sunnyboy, blockstark und unglaublich athletisch. Er bringt viel Qualität mit und passt menschlich hervorragend zu uns.“
Und tatsächlich wirkt Rose trotz aller sportlichen Ambitionen angenehm entspannt. Einer, der schnell lacht, offen auf Menschen zugeht und trotzdem hochkonzentriert arbeitet, sobald das Training beginnt. Vielleicht genau die Mischung, die Freiburg gesucht hat.
Während Rose also aktuell noch zwischen Florida, Krafttraining und Nationalmannschaft pendelt, wächst im Breisgau bereits die Vorfreude auf einen Spieler, der nicht nur sportlich enormes Potenzial mitbringt, sondern dessen Karriere gerade erst richtig Fahrt aufzunehmen scheint.


