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Nachrichten aus Schwarzwald

Die Bergwacht Schwarzwald verzeichnet ein starkes Einsatzaufkommen im August

KIRCHZARTEN. Im Schwarzwald lässt sich in den Sommerwochen ein erhöhtes Einsatzaufkommen beobachten. Die ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter im Nord- und Südschwarzwald sind bei bestem Sommerwetter stark gefordert. Allein 12 Einsätze gab es am vergangenen Wochenende vom 15. – 17. August.

Sommerrettung

Bergwacht Schwarzwald e.V.

Einsatz für verstiegene Wanderer am Wildsee

Am Samstag, den 16. August 2025 wurde die Bergwacht-Ortsgruppe Obertal nachmittags alarmiert:

In gefährlich steilem Gelände im Bereich Wildsee im Nationalpark Schwarzwald hatten sich zwei Wanderer verstiegen. Abseits von befestigten oder ausgezeichneten Wegen kamen diese nicht mehr weiter und wählten dann den Notruf 112. Nur mit Hilfe einer Handyortung war es für die Bergwacht-Einsatzkräfte möglich, die Wanderer im unwegsamen Gelände ausfindig zu machen. Die Bergretterinnen und Bergretter stiegen dann in die Karhalde ein. Bei Auffinden der Einsatzstelle stand fest, dass eine terrestrische Rettung aus dem stark abschüssigen Gelände nur unter enormer Kraftanstrengung und mit großem Materialaufwand möglich wäre. Daher wurden die DRF-Luftrettung und ein Bergwacht-Luftretter nachalarmiert. Da nicht sicher war, ob Rettung aus dem Gelände per Winde aufgrund der örtlichen Gegebenheiten durchführbar sein würde, wurde parallel für eine terrestrische Rettung noch die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal hinzu alarmiert, die sich in der Bergrettungswache Ruhestein bereithielt. Glücklicherweise war die Rettung per Winde möglich, so dass beide Wanderer ausgeflogen und sicher am Boden oberhalb des Wildsees abgesetzt werden konnten. Insgesamt waren 14 Bergwacht-Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz.

Einsatz am Todtnauer Wasserfall

Am Samstag, den 16. August 2025, wurde die Bergwacht Schwarzwald, Ortsgruppe Notschrei, gegen 17:00 Uhr an den Todtnauer Wasserfall alarmiert. Eine Wanderin war im oberen Bereich des Wasserfalls gestürzt und hatte sich am Sprunggelenk verletzt, so dass sie das Gelände nicht mehr eigenständig verlassen konnte. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung transportierten die Bergretterinnen und Bergretter die Patientin mit dem geländegängigen Einsatzfahrzeug bis zur nächstgelegenen Straße, um sie dort an den straßengebundenen Rettungsdienst zu übergeben.

Abgestürzter Kletterer im Albtal

Am Morgen des 17. August 2025 wurden die Bergwacht-Ortsgruppen Höchenschwand und Todtmoos zu einem abgestürzten Kletterer alarmiert. Dieser war am Erikafelsen im Albtal ca. acht Meter abgestürzt und weitere fünf Meter den Abhang hinuntergestürzt. Die Bergwacht-Einsatzkräfte, die nach den Kollegen der Feuerwehr Albbruck eintrafen, transportierten den Patienten per Gebirgstrage einen schmalen Trampelpfad entlang des Felsens hoch bis zu einem Plateau. Dort konnten sie den Schwerverletzten an den Notarzt des Rettungshubschraubers der DRF-Luftrettung übergeben.

Einsätze für Bergwacht Freiburg

Zu vier Einsätzen wurde die Bergwacht-Ortsgruppe Freiburg am Sonntag, den 17. August 2025 alarmiert. Nach einem Einsatzabbruch am Vormittag wurden die Bergretterinnen und Bergretter am Nachmittag zunächst zu einem Wanderer auf dem Kybfelsenweg bei Freiburg alarmiert, der auf einem schmalen Pfad umgeknickt und war und sich dabei am Knöchel verletzt hatte. Die Bergwacht übernahm den Transport mit dem geländegängigen Einsatzfahrzeug und brachte den Patienten in ein nahegelegenes Krankenhaus. Direkt nach der Übergabe des Patienten wurde die Bergwacht Freiburg erneut alarmiert: Ein Mountainbiker war auf dem Borderline-Trail, Sektion 5, gestürzt und ca. sechs Meter neben dem Trail den Hang hinabgestürzt. Die Bergwacht Einsatzkräfte übernahmen die notfallmedizinische Erstversorgung, bevor sie den Patienten per Gebirgstrage bis zu einem Fahrweg transportierten, wo sie ihn an das Team des straßengebundenen Rettungsdiensts übergeben konnten.

Am Abend erreichte die Bergwacht Freiburg gegen 20:00 Uhr die nächste Alarmierung: Ein 20-Jähriger war bei der Ruine Schneeburg gestürzt und wurde von den Freiburger Bergretterinnen und Bergrettern notfallmedizinisch erstversorgt, bevor er per Windenrettung mit dem Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung aus dem Gelände transportiert wurde.

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