Mit Bravour meistert Bürgermeister Nikolas Kopp seinen ersten Neujahrsempfang
Neujahrsempfang Sasbach
Seinen ersten Neujahrsempfang hat Sabachs Bürgermeister Nikolas Kopp mit Bravour gemeistert. Über 400 Interessierte, darunter Politiker, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Vereinsvertreter, Vertreter der Geschäftswelt, Banken, Kirchen oder Bürgermeister Daniel Kietz aus Riegel, sowie Vertreter aus dem benachbarten Marckolsheim, und die Blaulichtfraktion, waren dabei am Sonntagnachmittag in die Limburghalle gekommen.

Bürgermeister Nikolas Kopp bei seiner ersten Neujahrsansprache.
Für die musikalische Umrahmung sorgten der Musikverein Sasbach und die Winzerkapelle Jechtingen und traditionell überbrachten die Sternsinger den Segen.
Symbol-Baum
Eingangs verteilte Kopp neben Neujahrswünschen eingepackte Kekse, auf denen ein Baum zu sehen war. Dieses Symbol zog sich dann wie ein roter Faden durch seine Ansprache. „Dieser gesunde Baum soll unsere Gemeinde symbolisieren. Die tiefen Wurzeln stehen für unsere Geschichte, Traditionen, den Halt und die Werte, die uns über Generationen hinweg getragen haben. Der kräftige Stamm steht für den Zusammenhalt und die Stabilität, die wir als Gemeinschaft auch in herausfordernden Zeiten bewiesen haben. Die weit ausladenden Zweige und Blätter stellen unsere Zukunft dar, die Visionen, Projekte und Ideen, die das Leben in Sasbach am Kaiserstuhl bereichern und weiterentwickeln“, erklärte Kopp. Aber der Baum wachse nicht von allein. Er brauche Pflege, Fürsorge und Menschen, die bereit sind, sich einzubringen. Der Baum stehe für das Leben, in dem Werte wie Gemeinsinn, Leidenschaft auch Tatkraft, Vertrauen und demokratisches Denken eine zentrale Rolle spielen. Für diese Werte sei sein Vorgänger, Jürgen Scheiding beeindruckende 23 Jahre lang als Bürgermeister der Gemeinde Sasbach eingestanden.
Zum 30. April des letzten Jahres legte er sein Amt nieder. „Lieber Jürgen, du hast die Entwicklung unserer Gemeinde in besonderer Weise geprägt und vorangetrieben. Mit einem klaren Blick für das, was notwendig und sinnvoll ist, hast du wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Zahlreiche Projekte, die in deiner Amtszeit angestoßen und umgesetzt wurden, prägen Sasbach nachhaltig. Dein Einsatz hat tiefe Spuren hinterlassen und bildet die Grundlage, auf der wir auch in den kommenden Jahren weiter aufbauen und wachsen können. Dafür möchte ich dir an dieser Stelle nochmals ein großes und herzliches Dankeschön aussprechen“, sagte Kopp.

Über 400 Gäste waren zum ersten Neujahrsempfang von Bürgermeister Nikolas Kopp in die Limburghalle gekommen.
Weiter ging er auf seine eigene Wahl am 3. März 2024 ein, die er mit großem Zuspruch für sich entscheiden konnte – trotz zweier Gegenkandidaten. Bürgermeister Kopp erinnerte an seine ersten Wochen und Monate im neu gebauten Rathaus, bis Ende August war er noch Leiter des Rechnungsamts.
„Eine solide und wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinde ist mein Ziel, welches ich jeden Tag aufs Neue mit Freude und großer Motivation verfolge. Dabei ist es mir wichtig, unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen und immer ein offenes Ohr für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger zu haben“, sprach er weiter.
Die Kommunalwahlen brachten acht neue Gesichter an den Ratstisch, in den Ortschaftsrat Jechtingen vier und in Leiselheim zwei neue Mitglieder. Ein besonders bedeutender Wechsel fand im Amt des Ortsvorstehers in Jechtingen statt. Nach 15 Jahren engagierter und zielstrebiger Arbeit übergab Reinhard Morgenstern diese verantwortungsvolle Aufgabe an seinen Nachfolger Jörg Oberkirch. Liane Müller wurde in ihrem Amt als Ortsvorsteherin in Leiselheim ein weiteres Mal bestätigt. Seit 20 Jahren übt sie ihr Amt stets gewissenhaft, mit großem Engagement, viel Herzblut und einer stets bürgernahen Haltung aus.
Bedeutende Ereignisse
Die Rathaussanierung und -modernisierung war nicht nur ein großer Schritt für die Infrastruktur, sondern auch ein Zeichen für zukunftsorientiertes Handeln. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde das grundlegend sanierte, modernisierte und erweiterte Rathaus am Sonntag, 14. April 2024 feierlich eingeweiht. Dabei ist das Rathaus weit mehr als nur ein Verwaltungsgebäude. Es ist ein Ort, an dem die Fäden des Gemeindelebens zusammenlaufen, an dem Entscheidungen getroffen, Anliegen bearbeitet und Projekte für die Zukunft geplant werden. Es repräsentiert die Werte der Gemeinde: Offenheit, Bürgernähe und Transparenz.
Seit über zwei Jahrzenten in der Pipeline: der Radweg zwischen Sasbach und Jechtingen als sichere und nachhaltige Verbindung für Radfahrer und Fußgänger entlang der L104. Der Baubeginn sei aktuell für das Frühjahr 2026 in Aussicht gestellt. Des Weiteren soll ein Radweg, Jechtingen mit Bischoffingen beziehungsweise Burkheim verbinden. Dieses Konzept hat das Potenzial, nicht nur die Ortschaften miteinander zu verbinden, sondern auch die Region über Landkreisgrenzen hinweg besser zu vernetzen und einen deutlichen Mehrwert für die Bürgerschaft und den Tourismus zu schaffen. Ziel sei es, dass die Gemeinde Sasbach federführend agiert und die Rolle des Vorhabenträgers übernimmt. Dies würde uns ermöglichen, die Planung und Umsetzung des Radwegs aktiv zu gestalten und das Projekt zügig voranzutreiben.

Traditionell waren die Sternsinger beim Neujahrempfang in der Limburghalle vertreten.
Neu ist, dass alle drei Ortsteile einen öffentlich zugänglichen Defibrillator bekommen haben. Ein weiteres bedeutendes Vorhaben ist das bereits seit langer Zeit laufende Flurbereinigungsverfahren am Scheibenbuck. In der Dezembersitzung des Gemeinderats wurde beschlossen, dass sich die Gemeinde mit einem freiwilligen Zuschuss von 30.000 Euro an den Kosten der Neuordnung beteiligt. Hinzu kommen 22.000 Euro für eine Versicherung zur Restrisikoabsicherung, die beispielsweise im Falle von Hangabrutschen über eine Laufzeit von 30 Jahren fällig werden könnte. Im Zuge des Verfahrens soll auch eine Schutzhütte für Wanderer realisiert werden.
Der nächste neue Zweig am Baum sei einer, der besonders durch bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative gewachsen ist: der Dorfladen in Jechtingen. Dieser wurde als 50. Verein der Gemeinde gegründet und steht für die Nahversorgung in Jechtingen. Inzwischen zählt der Verein über 110 Mitglieder.
Ein Bereich, der zum Ende des vergangenen Jahres einen vielversprechenden Start erfahren hat, sind die von der Gemeinde organisierten kulturellen Veranstaltungen. „Während unsere Vereine stets einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben leisten, haben wir mit dem ersten Event den Grundstein gelegt, um dieses Angebot weiter auszubauen und neue Impulse zu setzen“, sagte Kopp. Der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe war die Cleopha Rock Kult Nacht, die am 2. November 2024 in der Limburghalle stattfand. Es war ein Abend voller Energie und Emotionen: Es wurde getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert. Viele der rund 600 Besucherinnen und Besucher fühlten sich um Jahre zurückversetzt und genossen die Musik, die ihre Jugend geprägt hat. Gäste aus der gesamten Region, von Freiburg bis Lahr, kamen zu diesem besonderen Event und trugen zur fantastischen Stimmung bei. Und: die nächste Veranstaltung lässt nicht lange auf sich warten: Am Sonntag, den 23. März 2025, um 14 Uhr wird Hansy Vogt, vielen besser bekannt als „Frau Wäber“, in der Limburghalle zu Gast sein.
2025
Auch in diesem Jahr werden zahlreiche größere wie auch kleinere Projekte und Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen anvisiert. Diese reichen von der Planung eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Abteilungen Sasbach und Leiselheim über die Erweiterung des Gewerbegebiets, die Planung eines Neubaugebietes in Sasbach, bis hin zur Sanierung der örtlichen Kläranlage durch die Errichtung einer Sandfanganlage. Auch die Konzeption eines Projekts für seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen sowie die Errichtung eines Parks & Ride-Parkplatzes am Bahnhof in Sasbach stehen auf der Agenda. Darüber hinaus wird das Projekt der kommunalen Wärmeplanung in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Die Umsetzung dieser Vorhaben stellt auch vor Herausforderungen in finanzieller Hinsicht. „Umso erfreulicher ist es, dass unser Haushalt in diesem Jahr ausgeglichen ist – ein Zeichen für eine solide Finanzpolitik und eine gute Grundlage, um die Projekte voranzutreiben. Unser Ziel muss dabei sein, die vorhandenen Möglichkeiten von Zuschüssen und Förderungen bestmöglich auszuschöpfen. Gleichzeitig gilt es weiterhin, großen Wert darauf zu legen, die finanziellen Ressourcen unserer Gemeinde verantwortungsvoll, nachhaltig und vorausschauend einzusetzen.“

Ihr letzter Auftritt vor großem Publikum - der MGV Leiselheim, der alle begeisterte.
Verdienter stehender Applaus für den MGV Leiselheim
Der Auftritt des MGV Leiselheim war dann nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern auch ein emotionaler Moment und wurde mit stehendem Applaus verdienter Maßen belohnt. Der MGV Leiselheim, 1864 gegründet, hat sich nach stolzen 160 Jahren Vereinsgeschichte in der vergangenen Woche leider aufgelöst. Mit einer so beeindruckenden Tradition hat der Gesangverein das kulturelle Leben der Gemeinde über Generationen bereichert und unzählige Erinnerungen geschenkt. Stimmgewaltig und hochmotiviert wurden gleich mehrere Stücke auf der Bühne präsentiert und diese begeisterten die Anwesenden in der Limburghalle.
Kindermund – köstlich, witzig und unterhaltsam
Bürgermeisterstellvertreterin Michaela Nock hatte als Schulleiterin der Rheinauen-rundschule Kinder der 3. Und 4. Klasse anonym gefragte, was ein Bürgermeister überhaupt so macht. Die zukünftigen Wähler der kommenden Generation wussten dabei alle, die Sasbachs Bürgermeister heißt. Beim Alter tendierten sie zwischen 23 und 48 Jahren und beim Gehalt zwischen 50 Euro und 1 Million Euro im Monat. Was sie über den Bürgermeister wussten: er ist jung, nett und freundlich, er erfüllt unsere Wünsche, spielt beim SV Jechtingen. Er muss Probleme lösen, arbeitet am Computer, verteilt Süßigkeiten, macht Hochzeiten, musss Akten ordnen und sagt dem Edeka, wie viel er für die Sachen verlangen darf. Die Wünsche der Kinder: Soccer Platz, Halfpipe, Eisdiele und ein Kind schrieb: Einfach nur Gerechtigkeit – ein anderes: dass alle friedlich miteinander sin.
Michaela Nock schloss mit dem Zitat von Joachim Gauß: „Es liegt an uns, Veränderungen nicht zu fürchten, sondern sie als Aufgabe anzunehmen.“

Die Geehrten v.l. Bürgermeister Nikolas Kopp, Lothar Murawski, Hans-Peter Supplieth, Johannes Helbling, Hannes Zick, Dieter Jehle und Reinhard Morgenstern.
Ehrungen mit Landesehrung für Lothar Murawski
Wie bei Neujahrsempfängen üblich, gab es auch verschiedene besondere Ehrungen.
Hannes Zick wurde als Landesbesten 2024 im Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker für Kunststoff – und Kautschuktechnik Fachrichtung: Bauteile geehrt.
Dieter Jehle dafür, dass er 29 Jahre ehrenamtliche im Vorstand der Anglerfreunde Sasbach e. V., tätig ist.
Johannes Helbling gehört ebenfalls den Anglerfreunden an, er wurde für 35-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand ausgezeichnet.
Und dann kam eine ganz besondere Ehrung mit der Landesehrennadel zur Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt.
Lothar Murawski ist seit 40 Jahren Vorsitzender der Anglerfreunde.
Weiter wurden Reinhard Morgenstern für seine15-jährige Ausübung der ehrenamtlichen Funktion als Ortsvorsteher im Ortsteil Jechtingen geehrt, sowie Hans-Peter Supplieth für seine herausragenden Verdienste und sein unermüdliches Engagement in seiner 48-jährigen Tätigkeit in der Gemeinde Sasbach.


