Flurbereinigung Scheibenbuck: Bury kritisiert späte Bedenken des Denkmalschutzes
Denkmalschutz muss immer auch verhältnismäßig sein – das wurde beim Gemeindebesuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Yannick Bury in Sasbach am Kaiserstuhl deutlich. Gemeinsam mit Bürgermeister Nikolas Kopp machte er sich ein Bild von den Anliegen der Gemeinde.

Im Mittelpunkt stand das Flurbereinigungsprojekt „Scheibenbuck", mit dem seit rund 20 Jahren die Weinberge neu geordnet und ein modernes Bewässerungsnetz angelegt werden sollen. Auf Unverständnis stieß bei Bury, dass kurz vor Beginn der Maßnahmen plötzlich Bedenken der Denkmalschutzbehörde aufkamen. Er kündigte an, sich selbst an das Denkmalamt zu wenden. „Bei der aktuellen Lage der Weinwirtschaft ist es alles andere als selbstverständlich und beachtlich, ein solches Investitionsprojekt in Angriff zu nehmen", betonte Bury. „Umso weniger habe ich Verständnis dafür, dass nach 20 Jahren Verfahren jetzt, kurz vor dem Start, Bedenken des Denkmalschutzes aufkommen. Denkmalschutz ist wichtig, aber er muss verhältnismäßig bleiben."
Bürgermeister Nikolas Kopp zeigt sich ebenfalls sehr irritiert über die späten Einwände: „Das Verfahren begleitet die betroffenen Winzerinnen und Winzer seit über zwei Jahrzehnten. Nach all den Planungen, Abstimmungen und Vorarbeiten erwarten die Beteiligten zu Recht Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Es darf nicht sein, dass kurz vor der Umsetzung neue Hürden aufgebaut werden, die das Projekt verzögern oder gar gefährden. Gerade in der aktuellen Situation des Weinbaus brauchen unsere Winzer Perspektiven und keine weiteren Unsicherheiten."


