Das Leben am Rhein im 18. Jahrhundert:
Riedmuseum startet in neue Saison
Die Winterpause ist vorbei. Am Freitag, 4. März, öffnet das Riedmuseum im Rastatter Ortsteil Ottersdorf, Am Kirchplatz 6, wieder seine Pforten. Besucher entdecken vor Ort ein Bauerngehöft aus der Mitte des 18. Jahrhundert mit Ölmühle und Remisen, die in unveränderter Form und mit der Originalausstattung der letzten Bewohnerin erhalten werden konnten. Das Riedmuseum veranschaulicht die einfache Lebensweise der Riedbewohner, die bis zur Rheinbegradigung mit schwierigen Lebensverhältnissen zurechtkommen mussten. Im dazugehörigen Museum in der Scheune gibt es zudem ein großes Rheinmodell, das geflutet werden kann. Es zeigt die Rheinkorrektion Johann Gottfried Tullas und den Wandel dieser einzigartigen Naturlandschaft in eine Kulturlandschaft. Zum Riedmuseum gehört auch das Aalfangschiff „Heini“ aus den 1930er Jahren, das ein Kapitel Fischereigeschichte am Oberrhein dokumentiert. Es kann ab Mai, sofern die Wetterverhältnisse es erlauben, für Gruppen auf Anfrage besucht werden.

Auf dem Gelände des Riedmuseums befindet sich unter anderem ein Bauerngehöft aus der Mitte des 18. Jahrhundert
Das Riedmuseum bietet zudem das ganze Jahr über spannende Führungen und Aktionen an. Los geht es am Samstag, 26. März, um 14 Uhr mit der Frühlingswanderung „Für alles ist ein Kraut gewachsen“. Kräuterexpertin Marianne Knörr-Groß weiß Spannendes über die einzelnen Wildkräuter zu berichten. Am Sonntag, 10. April, um 14.30 Uhr erklärt Wasserbauer Rainer bei einem Vortrag, wie vor 180 Jahren die Rheinkorrektion im Raum Rastatt begann und welche Auswirkungen es auf die Natur hatte. Eine Anmeldung zu den beiden Angeboten ist nicht erforderlich. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln sowie Masken- und Abstandspflicht.
Das Riedmuseum, das Mitglied des PAMINA-Rheinparks ist, ist bis zum 30. Oktober jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro. Museumspassbesitzer haben freien Eintritt. Weitere Informationen, auch zum begleitenden museumspädagogischen Programm für Kindergarten- und Schulklassen, gibt es beim Stadtmuseum Rastatt telefonisch unter 07222 972-8401 oder per E-Mail an:


