Berufemeile 2025 bringt frischen Wind in die Pforzheimer City
Junge Menschen erlebten hautnah die vielfältigen Möglichkeiten in handwerklichen Berufen
Werkbank statt Whiteboard – am 23. und 24. Mai 2025 wurden in der Pforzheimer Innenstadt Schutzbrillen getragen und Werkzeuge in die Hand genommen. Das Motto: Ausbildung zum Anfassen!

Gemeinsame Präsentation auf der Pforzheimer Berufemeile (von links): TraFoNetz-Projektleiterin Katharina Bilaine, Frank Schmidt für die Handwerkskammer Karlsruhe, Obermeister Timo Gerstel für die KFZ-Innung Pforzheim-Enzkreis und WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer.
Die Berufemeile 2025 hat gezeigt, wie Berufsorientierung funktionieren kann – lebendig, interaktiv und mitten im Herz der Stadt. Mehr als 30 Ausbildungsberufe wurden an über 25 Mitmachstationen präsentiert, wobei Praxis statt Theorie dominierten. Da wurde geschraubt, gehämmert, gelötet, gepinselt, programmiert und vor allem ausprobiert!
Ob Schülerinnen und Schüler, Eltern oder ganze Schulklassen – hunderte Besucher nutzten die Gelegenheit, in Berufe einzutauchen, die man sonst vielleicht nur aus dem Schulbuch kennt. Wer wollte, konnte gleich selbst ran: Reifen wechseln, Kolben schieben, virtuelle Maschinen steuern oder am Glücksrad um Sachpreise kämpfen.
Einer der Publikumsmagnete: Das Transformationsnetzwerk (TraFoNetz) Nordschwarzwald, das gemeinsam mit der Handwerkskammer Karlsruhe und der KFZ-Innung Pforzheim-Enzkreis einen starken Auftritt hinlegte. Mit einem gut gelaunten Team, fundierten Infos und einer Extraportion Action lockte der Stand über 600 Neugierige an.
Gerade die handwerklich-technischen Berufe – oft unterschätzt – bekamen hier die Bühne, die sie verdienen. Ob Mechatroniker, Anlagenmechaniker, Elektroniker oder Karosseriebauer – Berufe, die das wirtschaftliche Rad am Laufen halten, wurden greifbar und erlebbar.
„Was wir hier gesehen haben, ist ein starkes Signal. Junge Menschen haben Lust auf Praxis, auf Technik, auf Gestaltung. Es braucht nur die richtigen Formate, um sie abzuholen“, betonte Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG). Und die Berufemeile sei genau so ein Format.

Großes Interesse hatten die Besucher der Berufemeile 2025 an Informationen zu handwerklich-
Parallel zum Innenstadt-Event öffnete die Alfons-Kern-Schule Pforzheim ihre Werkstätten beim „Tag der Berufsinformation“. Hier ging’s in die Tiefe, mit authentischen Einblicken in Ausbildungsgänge und echten Werkstattgesprächen mit Azubis, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Lehrkräften. Für das TraFoNetz-Team eine perfekte Ergänzung zur Berufemeile und ein weiterer Ort, um aus Interesse echte Perspektiven zu generieren.
Fazit der TraFoNetz-Projektleiterin Katharina Bilaine: „Zwei Tage, die gezeigt haben, dass Berufsorientierung durchaus Spaß machen kann, wenn sie greifbar, authentisch und auf Augenhöhe passiert.“ Die Berufemeile 2025 sei mehr als eine Messe gewesen, so Bilaine: „Sie war eine Erlebniswelt, ein Brückenschlag zwischen Talenten und Chancen, ein echtes Plädoyer für das Handwerk und die vielen Berufe, die man nicht einfach googeln kann, sondern die man spüren muss.“


