Tag des Rauchmelders: Funktionscheck rettet Leben
Brandschutzexperten rufen zum Überprüfen der Rauchwarnmelder auf
Zum bundesweiten „Tag des Rauchmelders“ erinnert die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ gemeinsam mit Feuerwehren, Versicherungen und Brandschutzexperten an die lebenswichtige Rolle funktionierender Rauchwarnmelder.
Zum bundesweiten „Tag des Rauchmelders“ erinnert die Initiative „Rauchmel- der retten Leben“ auch die Feuerwehr Oberkirch an die lebenswichtige Rolle funktionierender Rauchwarnmelder.
Auch in Baden-Württemberg, wo seit 2015 eine gesetzliche Ausstattungspflicht besteht, ist der Aktionstag Anlass zur Kontrolle.
Seit dem 1. Januar 2015 müssen in Baden-Württemberg alle Wohngebäude mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein – egal ob Neubau oder Altbau. Die gesetzliche Regelung schreibt vor: Schlafräume, Kinderzimmer sowie Flure, die als Rettungsweg dienen, müssen mit jeweils einem Rauchmelder versehen werden. Zuständig für die Installation ist der Eigentümer oder Vermieter. Die Wartung und Betriebsbereitschaft obliegen in der Regel dem Mieter, sofern im Mietvertrag nichts anderes geregelt ist.
Brandschutzexperten empfehlen, über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus auch Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Hauswirtschaftsräume, Treppenhäuser oder Keller mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Insbesondere dann, wenn in diesen Räumen Elektrogeräte betrieben oder Akkus geladen werden. In Küchen sollten wegen des Wasserdampfs ausschließlich Hitzemelder zum Einsatz kommen, um Fehlalarme zu vermeiden.
Ein lauter, durchdringender Signalton ist das unüberhörbare Warnzeichen eines auslösenden Rauchmelders. Nun gilt:
1. Menschen warnen: schlafende Personen wecken und Mitbewohner zur Flucht aufrufen
2. Schnell und ruhig das Gebäude verlassen
3. Türen schließen, um Rauch und Feuer einzudämmen
4. Feuerwehr rufen, unter 112 und nicht zurück ins Gebäude gehen, keinen eigenständigen Löschversuch durchführen
Werden diese Schritte beherzigt, können lebensgefährliche Situationen vermieden werden.
Regelmäßige Prüfung: so bleibt der Melder funktionsfähig
Ein Rauchwarnmelder kann nur dann schützen, wenn er funktioniert. Daher sollte mindestens einmal im Monat die Prüftaste betätigt werden. Auch Staub oder Spinnweben können die Funktion beeinträchtigen. Die regelmäßige Reinigung mit dem Staubsauger oder einem weichen Tuch ist einfach, aber wichtig.
Ein weiterer entscheidender Punkt: Rauchmelder haben ein Ablaufdatum. Nach spätestens zehn Jahren sollten sie ausgetauscht werden, auch wenn sie noch intakt erscheinen. Das Herstellungsdatum auf der Rückseite des Warnmelders hilft als Orientierung. Ebenso essenziell ist die Stromversorgung. Viele Geräte signalisieren eine schwache Batterie mit einem Piepton. Dennoch sollte die Stromquelle regelmäßig geprüft werden, vorallem in selten genutzten Räumen. Empfehlenswert sind Rauchmelder mit Langzeitbatterien, die bis zu zehn Jahre halten. Dennoch sollten auch diese jährlich kontrolliert werden.
Rauchmelder retten Leben, aber nur wenn sie funktionsfähig sind und regelmäßig gewartet werden. Jahr für Jahr sterben in Deutschland rund 300 Menschen bei Wohnungsbränden, viele davon nachts. Rauchmelder schenken lebensrettende Sekunden, die eine Flucht ermöglichen. Der Tag des Rauchmelders ist daher ein idealer Anlass, einmal im Jahr den Standort, die Funktionsfähigkeit, das Alter sowie die Stromzufuhr aller Geräte in Haus und Wohnung zu kontrollieren. Im Zweifel empfiehlt die Feuerwehr einen neuen Melder zu kaufen oder den Rat eines Fachbetriebs einzuholen.
Rauchmelderaktion der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch
Der Tag des Rauchmelders hat auch die Feuerwehr Oberkirch zum Anlass genommen auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Die Aktion zur Mitgliederwerbung mit den zwei Schaufensterpuppen „Löschbert“ und „Funkemarie“ ist bereits weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Die zwei Puppen werben aktuell im Intersport Sester in Oberkirch für eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr und das ehrenamtliche Engagement. Durch ihren ständig wechselnden Standort in unterschiedlichen Geschäften sollen so möglichst viele Leute erreicht werden. Am „Tag des Rauchmelders“ machen sie zusätzlich auf das wichtige Thema zum Schutz des Eigenheims aufmerksam. Hierzu hat die Feuerwehr 30 Rauchmelder gekauft, die an diesem Tag verschenkt werden. Die an den Puppen angebrachten Gutscheine, können an der Kasse des Intersport Sester gegen einen dieser Rauchmelder eingetauscht werden.


