Gemeinsames Sprachprojekt „Plaudertäschle“ in Oberkircher Kitas gestartet
Neue Impulse für die alltagsintegrierte Sprachförderung
Spielerisch Sprache fördern und gemeinsam die Welt entdecken: Mit dem gemeinsamen Sprachprojekt „Plaudertäschle“ startet die Stadt Oberkirch eine neue Initiative zur Sprachförderung.

Vorstellung des gemeinsamen Sprachprojekts „Plaudertäschle“ in der Kita Sr. Giovanna: Oberbürgermeister Gregor Bühler (links), Sachgebietsleiterin Vera Busam (1. v.l.), Gabriele Schindler von der Geschäftsstelle Heimattage (sitzend, 2. v.l.), die Leitungen der Oberkircher Kindertageseinrichtungen sowie „Simpli“, das Maskottchen der Heimattage, präsentierten gemeinsam die neuen Täschchen zur spielerischen Sprachförderung für Ü3-Kinder.
Zum Auftakt erhielten alle Ü3-Kinder in den Oberkircher Kindertageseinrichtungen am Dienstag, 19. Mai, ein eigenes Täschchen für kleine Fundstücke und große Geschichten. Die Übergabe an die Leitungen der Einrichtungen fand in der Kita Sr. Giovanna statt. Mit dabei waren Oberbürgermeister Gregor Bühler sowie der „große Simpli“, das Maskottchen der Oberkircher Heimattage.
Das Land Baden-Württemberg reformiert derzeit die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen mit dem Gesamtkonzept „SprachFit – Auf den Anfang kommt es an“. Neben künftig verbindlichen Sprachfördergruppen spielt dabei insbesondere die alltagsintegrierte Sprachförderung eine wichtige Rolle. Genau hier setzt das neue Sprachprojekt der Stadt an.
Gemeinsame Sprachförderung im Alltag
Das Projekt „Plaudertäschle“ ist Teil des pädagogischen Sprachprojekts aller Oberkircher Kindertageseinrichtungen. Ziel ist es, Kinder mit dem bunten Täschchen mit Simpli-Aufdruck dazu zu ermutigen, Erlebnisse, Entdeckungen und persönliche Eindrücke sprachlich auszudrücken. Künftig können die Kinder gemeinsam mit ihrem „Plaudertäschle“ unterwegs sein, kleine Fundstücke sammeln und diese anschließend wieder mit in die Kita bringen. Dort werden die Gegenstände beispielsweise in Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder kreativen Bildungsangeboten aufgegriffen. So kann das Plaudertäschle vielseitig in den pädagogischen Alltag eingebunden werden – etwa in Geschichtenwerkstätten, Rätsel- und Reimerunden sowie Bewegungs- und Forscherprojekte.
„Kinder lernen Sprache besonders gut über spannende Erlebnisse und persönliche Erfahrungen. Das „Plaudertäschle“ soll genau diese Momente aufgreifen und zum Erzählen ermutigen. Starke Eindrücke unterstützen ein starkes Ausdrücken,“ betont Sachgebietsleiterin Vera Busam. Neben dem bunten Täschchen erhielten die Kinder eine kleine Simpli-Figur sowie einen persönlichen Brief des Heimattage-Maskottchens.
Kleine Fundstücke, große Geschichten
In den Oberkircher Kitas wird Sprache bewusst im täglichen Miteinander gefördert – etwa durch Gespräche, offene Fragen oder gemeinsames Entdecken und Spielen. Die Sprachförderung erfolgt wertschätzend und auf Augenhöhe. Alltagssituationen und gemeinsame Erlebnisse werden gezielt genutzt, um Kinder spielerisch beim Spracherwerb zu unterstützen. Für die pädagogischen Fachkräfte ist dies eine besondere Herzensangelegenheit – ganz nach dem Leitsatz: „Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ Das neue Projekt bietet nun einen weiteren Impuls, diese Sprachförderung auszubauen und spielerisch in den Alltag zu integrieren.


