Friedhofskultur in Oberkirch im Wandel
Rasengrab mit Gedenkstele schafft neue Form des Bestattens
Der Oberkircher Friedhof bietet seit Kurzem eine neue Form des Bestattens an. Statt der klassischen Grabkennzeichnung erinnern Namenstafeln auf einer zentral platzierten Stele an die Verstorbenen.
Die neue Stele auf dem Alten Friedhof in Oberkirch schafft eine neue Form des Bestattens, (v.l.n.r.): Friedhofaufseher Andreas Krüger, Fachbereichsleiterin Clarissa Isele und Sachgebietsleiter Fabian Asdecker.
Mit diesem Angebot reagiert die Stadt auf den Wandel in der Bestattungs- und Friedhofskultur. Viele Angehörige wünschen sich eine pflegefreie Erdbestattung – etwa dann, wenn sie nicht vor Ort leben oder die Grabpflege aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten können. Die neue Bestattungsform kann ab sofort genutzt werden.
Vorgesehen sind aktuell rund 30 Plätze für Bestattungen, bei denen die Beisetzung als Sargbestattung ohne klassische Grabkennzeichnung auf einer Rasenfläche erfolgt. Als sichtbares Zeichen des Gedenkens dienen Namenstafeln aus Bronze, die an der rund zwei Meter hohen Stele aus Naturstein angebracht werden. Diese werden von den Angehörigen selbst in Auftrag gegeben. Auf individuelle Grabgestaltung, Bepflanzung oder persönliche Grabbeigaben wird bewusst verzichtet, um ein einheitliches und ruhiges Erscheinungsbild zu bewahren.
Ein zentraler Ort zum Innehalten
„Die Stele schafft einen würdevollen Raum des Erinnerns und verbindet pflegefreie Grabgestaltung mit einem Ort der Trauer“, erläutert Friedhofaufseher Andreas Krüger. Die neue Gedenkanlage befindet sich auf dem Alten Friedhof in Oberkirch und ist für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich. Zukünftig wird ein feiner Kiesweg direkt zur Bestattungsfläche hinführen.