Chrysanthema 2026 zieht positive Bilanz
Lahr begeistert mit floraler Vielfalt, vollem Marktplatz und großem Besucherinteresse
Sonnenschein, ein vielseitiges Bühnenprogramm und großes Interesse an der gärtnerischen Gestaltung: Die Chrysanthema 2026 in Lahr war ein voller Erfolg.

Urteilsplatz mit Winkekatze
Lahr blickt auf eine erfolgreiche 27. Chrysanthema zurück. Nach einem stürmischen Eröffnungswochenende lockten zehn sonnige Tage zahlreiche Menschen aus Lahr, der Region und weit darüber hinaus in die Innenstadt. Die florale Gestaltung der Straßen und Plätze, das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm und die besondere Atmosphäre machten das Blumenfestival erneut zu einem Publikumsmagneten.
Besonders erfreulich war die große Wertschätzung für die aufwendige gärtnerische Gestaltung. Die Blumenarrangements und floralen Inszenierungen wurden aufmerksam betrachtet und vielfach in den sozialen Medien geteilt. Der respektvolle Umgang mit den Ausstellungsflächen und Pflanzungen unterstrich das gute Miteinander und die Verbundenheit der Stadtgesellschaft mit ihrem Blumenfestival. Die Chrysanthema ist damit nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein Gemeinschaftsprojekt, das von den Menschen in Lahr getragen wird.
Bühnenprogramm begeistert
Konzerte, Kochshows und Floristikvorführungen sorgten für einen regelrechten Besucheransturm auf den Marktplatz. Nahezu durchgehend war der zentrale Veranstaltungsort in den ersten zehn Tagen besucht und zeitweise nahezu vollständig belegt. Ein besonderer Höhepunkt war Allerheiligen: Bei strahlendem Sonnenschein flanierten zahlreiche Menschen aus Lahr, der Region und dem benachbarten Ausland durch die Innenstadt und verfolgten das Programm des Tages der Chöre. Die Atmosphäre erinnerte beinahe an einen verkaufsoffenen Sonntag.
Für großes mediales Interesse sorgte zudem die Sonderausstellung „Florale Skulpturen aus Holz“ von Jean Luc Ringwald im Stadtmuseum. Rund 1.800 Interessierte besuchten die Ausstellung innerhalb von nur 20 Tagen. Damit verzeichnete das Stadtmuseum einen Besucherrekord im Rahmen der Chrysanthema.

Blumenbeet der Azubis des BGL auf dem Museumspatz
Busreisemarkt auf konstant hohem Niveau
Knapp 290 Reisebusse mit rund 15.000 Gästen besuchten das Blumenfestival. Damit bewegt sich der organisierte Bustourismus weiterhin auf konstant hohem Niveau. Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, erreichten 45 Reisebusse die Kapazitätsgrenze der vorhandenen Busparkplätze.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Schweizer Gästen: 37 Prozent der Reisebusse kamen aus der Schweiz. Das entspricht einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund vier Prozent der Busse legten mehr als 100 Kilometer zurück. Internationale Reisegruppen kamen unter anderem aus Belgien, Estland, Tschechien, Dänemark und England.
Diese überregionale und internationale Nachfrage ist bemerkenswert, da das Stadtmarketing die Chrysanthema aufgrund des begrenzten Budgets und der regionalen Ausrichtung ausschließlich im regionalen Umfeld bewirbt. Die Bekanntheit des Blumenfestivals verbreitet sich somit auch über die eigenständige Vermarktung durch Reiseveranstalter.
Die Rückmeldungen der Reisegruppen waren durchweg positiv. Besonders geschätzt wurden die historische Innenstadt, die inhabergeführten Geschäfte und die aufwendige gärtnerische Gestaltung der Straßen und Plätze.
Auch die Nachfrage nach geführten Stadtrundgängen blieb mit knapp 270 Touren auf hohem Niveau. An mehreren Tagen war die Kapazitätsgrenze der 22 Gästeführerinnen und Gästeführer erreicht. Der stärkste Tag war der Sonntag, 25. Oktober 2026, mit 48 Führungen. Während die Zahl der Schweizer Führungen stabil blieb, stieg die Nachfrage aus Frankreich um 40 Prozent auf insgesamt 25 Führungen.

Storchenturm mit Chrysanthemen geschmückt
Viele Gäste beleben die Innenstadt
Neben den Reisegruppen zog die Chrysanthema insbesondere in der ersten Veranstaltungswoche zahlreiche Individualgäste nach Lahr. Das hohe Besucheraufkommen zeigte sich auch bei der Verkehrssituation: Am späten Nachmittag warteten große Menschengruppen am Lahrer Bahnhof auf ihre Züge Richtung Norden und Süden. Auch Parkplätze und Parkhäuser waren ausgelastet. Viele Gäste nutzten deshalb Parkmöglichkeiten in den Randbereichen und nahmen längere Fußwege in die Innenstadt in Kauf.
Die hohe Nachfrage verdeutlicht die Bedeutung der Chrysanthema als touristischer Anziehungspunkt und wichtigen Standortfaktor für die Innenstadt.
Positive Bilanz aus Handel und Gastronomie
Auch die örtliche Geschäftswelt zeigt sich zufrieden. Michael Schmiederer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lahr, betont: „Nach wie vor ist die Chrysanthema ein Besuchermagnet. Auch wenn der erste Sonntag wegen Sturmwarnung durchwachsen war, sind wir zufrieden.“
SchuhZeit-Inhaberin Petra Wöhrlin zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Ich bin bis auf den verkaufsoffenen Sonntag sehr zufrieden mit dem Geschäft. Auffallend in diesem Jahr waren die vielen Kundinnen und Kunden aus Frankreich.“
Großen Anklang fanden auch die Chrysanthemen-Produkte. Besonders gefragt waren das Chrysanthemen-Bier, verschiedene Teesorten mit Chrysanthemenblüten und das Umami-Salz.
Für Sascha Hoffmann, Inhaber von Schäfer's Eck, war es die erste Chrysanthema als Gastronom. Sein Resümee fällt positiv aus: „Wir hatten wirklich Respekt im Vorfeld. Jetzt können wir sagen, die Chrysanthema war sehr gut für uns als Bistro. An einigen Tagen waren wir am Anschlag.“

Blumenarrangements vor dem Café Burger
Chrysanthema entwickelt sich zum Familien-Mekka
Auch die Angebote für Kinder und Familien wurden sehr gut angenommen. Steffen Bernack vom Waldkindergarten Flitzebogen berichtet: „Wir ziehen eine sehr positive Bilanz. Es war wieder einmal richtig schön. Unsere Werkstattangebote wurden sehr gut besucht. Etliche Kinder aus der Innenstadt kommen mittlerweile alleine. Es freut uns sehr, dass auch wieder so viele Familien aus Lahr und dem Umland die vielen Angebote wahrgenommen haben.“ Mit einem Schmunzeln ergänzt er: „Sprachen lernen lohnt sich: An Allerheiligen kamen viele Familien aus Frankreich zu uns.“
Social-Media-Kampagne erzielt große Reichweite
Die digitale Kommunikation rund um die Chrysanthema erreichte ebenfalls eine beachtliche Resonanz. Die Social-Media-Kampagne des Stadtmarketings erzielte auf Facebook und Instagram rund 280.000 Impressions und eine Reichweite von mehr als 100.000 Personen. Die Werbeinhalte wurden gezielt an Interessengruppen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz ausgespielt und generierten zahlreiche Link-Klicks. Auch die vielen positiven Beiträge und Impressionen der Besucherinnen und Besucher machten die besondere Atmosphäre des Blumenfestivals weit über Lahr hinaus sichtbar.
Gemeinschaftserlebnis und wichtiger Standortfaktor
„Die Chrysanthema ist weit mehr als eine florale Ausstellung. Sie ist ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt, stärkt Handel und Gastronomie und verbindet die Menschen in Lahr und der Region. Die große Besucherresonanz und die Wertschätzung für die gärtnerische Gestaltung bestätigen den Stellenwert des Blumenfestivals“, bilanziert Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert. „Lahr kann auf eine durchweg erfolgreiche 27. Chrysanthema zurückblicken, die ihre Gäste begeistert, die Innenstadt belebt und die Stadt weit über die Region hinaus als attraktives Ausflugsziel präsentiert.“
Ein besonderer Dank gilt allen Gärtnerinnen und Gärtnern, Künstlerinnen und Künstlern, Mitwirkenden, Gästeführerinnen und Gästeführern, den beteiligten Betrieben, Vereinen und Institutionen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz die Chrysanthema möglich machen.


