Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Ortenau

„Chef von Nußbach“ übergibt Staffelstab

Nußbach verabschiedet Ortsvorsteher Joachim Haas und begrüßt Christian Sämann

Oberbürgermeister Gregor Bühler verabschiedet Ortsvorsteher a.D. Joachim Haas in den kommunalpolitischen Ruhestand. Zugleich heißt er Christian Sämann und seiner Frau herzlich willkommen.

Denise Burkart/Stadt Oberkirch

Am Mittwoch, 24. Juli verabschiedete Nußbach seinen langjährigen Ortsvorsteher Joachim Haas in seinen wohlverdienten, kommunalpolitischen Ruhestand. Im Beisein zahlreicher Wegbegleiter und Gäste würdigte der Ortsteil bei einer gemeinsamen Feierstunde im Gemeindehaus St. Marien das herausragende Engagement von Haas und hieß den neuen Ortsvorsteher, Christian Sämann, herzlich an der Spitze der Ortsverwaltung willkommen.  

Nach 20 Jahren im Nußbacher Ortschaftsrat und davon 12 Jahren als Ortsvorsteher übergab Joachim Haas vor wenigen Tagen sein Amt an der Spitze der Nußbacher Ortsverwaltung . Zur Würdigung seiner Arbeit und seines Engagements gestaltete Nachfolger Christian Sämann gemeinsam mit dem Ortschaftsrat Nußbach und den Nußbacher Dorfmusikanten  eine stimmungsvolle Feierstunde im Gemeindehaus St. Marien. In seiner Laudatio würdigte Sämann Haas nicht nur als außergewöhnlich engagierten Verwaltungschef, sondern auch als „Kümmerer, Visionär und Zuhörer.“ Mit Empathie, Führungsstärke und der Fähigkeit, die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen und umzusetzen, habe Haas die anspruchsvolle und herausfordernde Arbeit eines Ortsvorstehers nicht nur erfüllt, sondern „in herausragender Art und Weise verkörpert“, wertschätzt Sämann seinen Vorgänger. Dabei bewies er einen klaren Blick für das Wohl der Ortschaft indem er nicht nur die Gegenwart gestaltete, sondern auch die Weichen für eine positive Zukunft stellte. Beeindruckend verdeutlichte er dies in seiner Ansprache an einigen großen Projekten aus Haas‘ Amtszeit. So entstand im letzten Jahr mit der Krongut-Kita nicht nur „eine moderne und zeitgemäße Einrichtung“ für die jüngsten Bewohner des Ortsteils, sondern zugleich auch ein „Symbol für die Zukunft der Ortschaft“. Darüber hinaus setzte sich Haas engagiert für die Außenrenovation des Rathauses, neue Umkleidemöglichkeiten für die Feuerwehr, die Neugestaltung und Erweiterung des Friedhofes und den Ausbau des Hochwasserschutzes ein. Seine unermüdlichen Bemühungen für die Ortschaft spiegelten sich zudem in einem wachsenden Gewerbegebiet  und der Weiterentwicklung des neuen Baugebietes Brestenberg II wider, dessen Planungen aktuell laufen. Nicht zuletzt zeichnete sich Haas‘ Arbeit auch durch seine Verbundenheit zur Kultur und Tradition aus, die insbesondere in seinem großen Engagement für die örtlichen Vereine deutlich wurde, so Sämann. „Du hast in den letzten 12 Jahren als Ortsvorsteher Großartiges für unsere Ortschaft geleistet und nun ein Erbe hinterlassen, auf das du sehr stolz sein darfst. Für all das, was du für unsere Ortschaft getan hast, danken wir dir von ganzem Herzen.“

Mit einem tosenden Applaus würdigen die Gäste den ehemaligen Ortsvorsteher.

Denise Burkart/Stadt Oberkirch

Ortsvorsteher mit Herz
Verbunden mit den besten Glückwünschen der Stadtverwaltung Oberkirch würdigte Oberbürgermeister Gregor Bühler Haas als einen „Mann, der für Verlässlichkeit steht, stets mit Blick auf das gesamtstädtische Interesse und mit Freude, Verantwortungsbewusstsein und Pragmatismus im Einsatz für seinen Ortsteil.“ Mit rund 12 Millionen Euro habe Nußbach in der Amtszeit Joachim Haas‘ eine beeindruckende Investitionstätigkeit vorzuweisen, so Bühler. Die erfolgreiche Kommunalpolitik zeige sich jedoch vor allem in der Entwicklung Nußbachs zu einem lebens- und liebenswerten Raum, mit dem sich die Mitbürgerinnen und Mitbürger identifizieren, gerne leben und eine Heimat finden. „Daran haben Sie als Ortsvorsteher und Vereinsmensch einen unschätzbar großen Anteil.“ In seiner Ansprache hieß Bühler zudem den neuen Ortsvorsteher herzlich in der Runde willkommen. Mit viel Wissen und Erfahrung aus seiner langjährigen Tätigkeit im Ortschaftsrat sei er bestens auf das Amt vorbereitet. Zugleich zeige das einstimmige Votum des Ortschaftsrates das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Im Namen der Ortsvorsteher bedankte sich Klaus Müller für die kollegiale Zusammenarbeit. Mit seinem zuvorkommenden Wesen bleibe er seinen Kolleginnen und Kollegen als „Ortsvorsteher mit Herz“ in Erinnerung. Diesen lobenden Worten schloss sich auch Fredi Fies, Stadtrat und Vorsitzender der Nußbacher Vereinsgemeinschaft, an. So habe Haas erkannt, dass die Vereine das Herz eines Gemeinwesens bilden. Mit viel Herzblut habe er sich so für die Entwicklung des Vereinslebens in Nußbach eingesetzt. „Wenn alle so engagiert wären wie Joachim Haas, dann müsste man sich keine Gedanken um die Entwicklung des Vereinslebens machen“, wertschätzt Fies die Arbeit des ehemaligen Ortsoberhauptes. Zum Abschied überreichten der Ortschaftsrat und die örtliche Vereinsgemeinschaft Haas eine Sonnenliege mit der Aufschrift „Danke für 12 Jahre Ortsvorsteher“.

Den Menschen nahe
Besonders zu schätzen wusste Gemeindereferentin Cornelia Dilger den Ortsvorsteher für seinen Einsatz für ein gemeinschaftliches Miteinander in Nußbach. „Sie sind ein Möglichmacher, ein Schaffer und ein Interessierter. Interessiert am Leben in Nußbach, am politischen Geschehen und an einer guten Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kirche. Dabei war Ihnen nichts zu viel.“ Mit den besten Wünschen für die weitere Zukunft überreichte sie ihm zum Abschied ein Rebkreuz. „Ich denke, Sie legen Ihr Amt als Ortsvorsteher ab, aber Sie bleiben dieser Mensch, der den Menschen nahe ist und dem etwas an Nußbach liegt.“ Diese Eigenschaft attestierte auch Rektorin Gudrun Weinberg von der Krongutschule Nußbach dem ehemaligen Ortsvorsteher. Haas sei stets besonnen und kommunikativ gewesen und habe erkannt, wie wichtig die örtliche Schule für die Identifikation mit Nußbach sei, beschreibt Weinberg das ehemalige Ortsoberhaupt. Gesehen fühlten sich auch die Kinder der Krongut-Kita bei den unzähligen Besuchen, die Haas der Einrichtung abstattete. „Für die Kinder bist du der Chef von Nußbach und als diesen werden sie dich in guter Erinnerung behalten“, verabschiedet sich Sarah Wurth im Namen der Kita vom Ortsvorsteher.

Eine Herzensangelegenheit
„Das Amt des Ortsvorstehers war für mich nicht nur ein Job, es war mir keine Last, sondern eine Herzensangelegenheit und eine Leidenschaft“, resümiert Haas in seinen Schlussworten. Gemeinsam habe man viel miteinander erreicht. Nun blicke er dankbar auf eine sehr intensive und erlebnisreiche Zeit zurück. Mit dem Versprechen, sich auch weiterhin in Nußbach zu engagieren und einzubringen, begebe er sich nun von der Kapitänsbrücke auf das Passagierdeck. „Ich übergebe frohen Herzens und mit der Gewissheit, dass es für unseren schönen Heimatort genauso gut weitergehen wird“, blickt Haas optimistisch in die Zukunft des Ortsteils.

Quelle: Stadt Oberkirch

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige