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Nachrichten aus Oberrhein

Stadtteiltreff Salzert Opfer von Vandalismus

Lörrach. In der Nacht von Freitag, 8. März auf Samstag, 9. März wurde im, vom SAK getragenen, Stadtteiltreff Salzert im Röttelnblick eingebrochen und die Räumlichkeiten erheblich verwüstet. Der Sachschaden beläuft sich auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Die Stadt Lörrach, Wohnbau Lörrach und der SAK Lörrach sind entsetzt und verurteilen die Tat.

Stadt Lörrach/Anu Karjalainen

Die Räume im Stadtteiltreff wurden so stark verwüstet, dass in den nächsten Monaten keine Angebote stattfinden können. Der oder die Täter zerstörten Möbel, IT-Technik, schlugen Türen ein und verschmierten Boden und Wände mit Lackfarben. Zudem wurden massive Drohungen an die Wand geschmiert. „Das geht zu weit“, sagt Eric Bintz, Bereichsleiter beim SAK. „Mitarbeitende zu bedrohen, ist Übergriff und zeigt gleichzeitig, wie sich die fehlende Zeit und Präsenz vor Ort auswirken können“. Die Polizei hat am Samstag Spuren gesichert und die Ermittlungen aufgenommen. „Das Ausmaß der Verwüstung ist erschreckend. Es ist nicht nachvollziehbar, wie eine offene Einrichtung für alle Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Salzert mutwillig so zugerichtet werden kann“, zeigt sich Oberbürgermeister Jörg Lutz sichtlich berührt.

Der Wohnbau Lörrach gehören mehr als 400 der rund 1.300 Wohnungen im Stadtteil. Geschäftsführer Thomas Nostadt weist auf die positive Entwicklung des Stadtteils in den zwei letzten Jahrzehnten hin: „Nach seiner Schieflage Ende der 1990er-Jahre hat sich der Salzert zu einem beliebten Wohnort mit attraktiven Wohnungen und stabilen Nachbarschaften entwickelt, umso unverständlicher diese dumpfe Zerstörungswut.“

Seit der konzeptionellen Erarbeitung 1995 durch den SAK, setzt sich dieser in der Quartiersarbeit für die Belange der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils ein. Mit der Weiterentwicklung der Quartiersarbeit in den letzten Jahren wird das Haus in den letzten Jahren, neben Kindern und Jugendlichen, auch von Erwachsenen und Senioren häufig genutzt. Kathrin Lettmann und ihr Kollege Semih Cetintas sehen sogar ihre erfolgreiche Arbeit in Frage gestellt und sind entsetzt und wütend zugleich.

Bis zur Wiederherstellung des Stadtteiltreffs suchen Stadt und SAK nach Alternativen, um ein Not-Angebot im Quartier aufrechthalten zu können.

Neben der polizeilichen Ermittlung zum Einbruch wird die Stadt Lörrach mit allen Beteiligten einen Runden Tisch Kommunale Kriminalprävention zum Salzert ins Leben rufen, um die Situation zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.  Zudem soll das bestehende Angebot für die Jugendlichen geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Text/Bild: Stadt Lörrach

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