Stadt Lörrach stärkt Klimaschutz: Photovoltaikanlage auf der Friedhofsverwaltung in Betrieb
Lörrach. Auf dem Dach der Friedhofsverwaltung in der Raiffeisenstraße produziert seit Ende Januar eine neue Photovoltaikanlage Strom für den Eigenbedarf der städtischen Einrichtungen.

Photovoltaikanlage auf der Friedhofverwaltung Lörrach
Mit der Anlage setzt die Stadt Lörrach einen weiteren Baustein ihrer kommunalen Klimaschutzstrategie um und senkt zugleich dauerhaft die Energiekosten des Betriebs.
Die Photovoltaikanlage verfügt über eine installierte Gesamtleistung von rund 60 Kilowatt. Insgesamt 138 Module erzeugen den Strom, der über einen Wechselrichter und einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 60 Kilowattstunden genutzt wird. Der erzeugte Strom wird nahezu vollständig direkt vor Ort verbraucht – die Eigenverbrauchsquote liegt bei rund 99 Prozent. Davon profitieren insbesondere die Friedhofsverwaltung sowie das angeschlossene Krematorium mit ihrem kontinuierlichen Energiebedarf.
Wirtschaftlicher Beitrag zur Energieversorgung
Durch den hohen Eigenverbrauch ergibt sich ein jährliches Einsparpotenzial von rund 22.500 Euro bei den Stromkosten – auf Grundlage der aktuellen Energiepreise. Die Gesamtkosten für Planung, Genehmigung und Umsetzung der Anlage belaufen sich auf rund 120.000 Euro und liegen damit etwa 80.000 Euro unter den ursprünglich veranschlagten Projektkosten. Die erwartete Amortisationszeit beträgt rund 5,2 Jahre. „Mit dieser Anlage verbinden wir Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln. Die Investition zahlt sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell für die Stadt aus“, erklärt Technischer Leiter Olaf Andris.
Klimaschutz und Denkmalschutz im Einklang
Besonders hervorzuheben ist, dass die Photovoltaikanlage auf dem denkmalgeschützten Gebäude der Friedhofsverwaltung installiert wurde. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen und nach entsprechender Genehmigung.
Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić betont: „Kommunale Gebäude haben eine wichtige Vorbildfunktion. Mit der neuen Photovoltaikanlage nutzen wir vorhandene Dachflächen sinnvoll und leisten einen konkreten Beitrag zur lokalen Energiewende. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass sich Klimaschutzmaßnahmen auch bei denkmalgeschützter Bausubstanz verantwortungsvoll und abgestimmt umsetzen lassen. Wir verbinden Ökologie mit Ökonomie und handeln nachhaltig vor Ort.“
Weitere Schritte zur nachhaltigen Energieversorgung
Um die Nutzung des selbst erzeugten Stroms künftig noch besser auszuschöpfen, wird zudem ein städtischer Dienstwagen, der regelmäßig für den Betrieb von Friedhof und Krematorium eingesetzt wird, auf einen rein elektrischen Antrieb umgestellt. So kann künftig auch ein Teil der lokal erzeugten Energie direkt für die kommunale Mobilität genutzt werden.


