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Nachrichten aus Oberrhein

Schon mehr als 100 Einsätze

Unwetter am Dienstagabend sucht Weil am Rhein heim / Feuerwehr und Betriebshof im Einsatz / Gefahrenbereiche tabu

Weil am Rhein. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, abgedeckte Dächer, beschädigte Autos, gesperrte Straßen und Wege: das schwere Unwetter am Dienstagabend mit Gewitter, Starkregen und Sturm hat in Weil am Rhein zu massiven Schäden geführt. Im gesamten Stadtgebiet sind die Folgen deutlich sichtbar

Der heftige Sturm sorgt für Schäden im gesamten Stadtgebiet: Ein mächtiger Stamm ist auf das Dach der Stadtbibliothek gefallen

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

„Aufgrund der Anzahl an Einsätzen sind wir hier in der Umgebung wohl am stärksten betroffen“, machte Frank Sommerhalter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weil am Rhein, bei einer Sitzung des Verwaltungsstabs heute am späten Vormittag deutlich.

Unzählige Schadensmeldungen sind seit gestern Abend beim städtischen Betriebshof und vor allem bei der Freiwilligen Feuerwehr eingegangen. Die erste Alarmierung erfolgte bereits um kurz nach 20.30 Uhr. Seither haben die Hilfskräfte sage und schreibe 102 Einsatzstellen verbucht.

Der Betriebshof der Stadt Weil am Rhein ist ebenfalls seit gestern Abend im Einsatz. Die dringlichsten Aufgaben waren Straßensperrungen und das Freiräumen von Zufahrtsstraßen. 40 Einsatzstellen gilt es nun Schritt für Schritt abzuarbeiten.

Im Einsatz waren insgesamt bis zu 100 Personen, darunter auch Feuerwehrleute aus Lörrach und Efringen-Kirchen sowie Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks. Im Laufe des Tages machten sich auch Spezialfirmen ans Werk.

Die Stadtverwaltung sowie die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr und des Betriebshofs bitten die Bevölkerung in dieser Sondersituation um Geduld. Die Schadensmeldungen wurden und werden priorisiert. Die notwendige Priorisierung lautet wie folgt: Liegt eine Personengefährdung vor? Liegt eine Sachgefährdung vor? Sind Verkehrswege betroffen?

Heute und auch in den kommenden Tagen muss im gesamten Stadtgebiet weiter mit Behinderungen gerechnet werden. Unter anderem müssen Straßen und Wege aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt bleiben. Die heftigen Windböen haben an den Bäumen in der Stadt erhebliche Schäden angerichtet.

Mitarbeitende des Betriebshofs der Stadt Weil am Rhein sowie die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sind pausenlos im Einsatz.

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Betroffen vom Unwetter sind auch städtische Gebäude. So fiel unter anderem ein mächtiger Stamm auf das Dach der Stadtbibliothek. Ein Kursraum des Kindergartens Schafacker muss nach dem Unwetter vorerst geschlossen bleiben und auch das Dach der Haltinger Festhalle ist in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Stadtverwaltung bittet die Weilerinnen und Weiler, Waldspaziergänge und Parkbesuche heute und in den kommenden Tagen zu vermeiden.
Des Weiteren bittet sie darum, sich anlässlich dieser Sondersituation in Geduld zu üben, bei kleineren Ansammlungen von Ästen auf dem Gehweg vor dem Haus selbst Hand anzulegen und nur bei besonders schweren Schäden im städtischen Straßenraum die Stadtverwaltung zu kontaktieren.

Unter 07621/704-0 nimmt die Zentrale diese Anrufe entgegen. Wichtig ist dabei, dass die Anruferinnen und Anrufer Name und Kontaktdaten nennen, so wie die berühmten W-Fragewörter parat zu haben. Sollten sich Personen in unmittelbarer Gefahr befinden, ist die 112 zu wählen.

Die Hilfskräfte, die seit gestern Abend im Dauereinsatz sind, weisen zudem die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass abgesperrte Bereiche nicht betreten werden dürfen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Leute unverantwortlich handeln und trotz der potenziellen Gefahren Absperrungen missachten. 

„Große Anerkennung für die Leistung unserer Freiwilligen im Ehrenamt und unserer Mitarbeitenden des Betriebshofs. Das geht weit über das übliche Maß hinaus. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden und ging nach nur wenigen Stunden Schlaf gleich wieder weiter. Das verdient meinen größten Respekt“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Dietz.  

Text/Bilder: Stadtverwaltung Weil am Rhein

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