Ein Stück mehr Normalität im Alltag
Mehr als 100 Geflüchtete sehen sich ukrainischen Kinderfilm im Kinopalast an
Strahlende Kinderaugen: Der Kinopalast Weil am Rhein hat in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ukrainische Kinder mit ihren Begleitern eingeladen. „Clara und der magische Drache“ hieß der Film, der in ukrainischer Sprache gezeigt wurde. Mehr als 100 große und kleine Gäste waren gekommen. Die Türen des Kinosaals 3 öffneten sich extra für diese Gratis-Vorstellung. Bei Popcorn und Getränken konnten die Geflüchteten so wenigstens für wenige Stunden ihre Sorgen und Ängste vergessen

Mit einer Tüte Popcorn geht es auf das Abenteuer mit „Clara und dem magischen Drachen“.
„Das Leid der Menschen ist riesig. Für uns war schnell klar, dass wir da etwas machen möchten“, meinte Kinopalast-Geschäftsführer Wolfgang Traber, der die Gäste zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in seinem Kino herzlich willkommen hieß. „Schön, dass sie alle da sind.“ Applaus gab es dafür nach der Übersetzung von Elina Bashliy, die als städtische Angestellte bei der Flüchtlingsintegration tätig ist. Sie selbst zeigte sich begeistert von dieser Aktion. Die Rückmeldungen seinen sehr positiv. „Es geht vor allem darum, wieder etwas Normalität im Alltag zurückzugewinnen. Vor allem habe ich viele glückliche Kinderaugen gesehen“, sagte Bashliy.
Bevor sich die Kinder und Erwachsenen in ihren Kinosesseln zurücklehnen konnten und sich mit der Fee Clara, einem gut gelaunten Waschbären und einem grimmigen Zwerg auf die abenteuerliche Suche nach der Heimat des Drachenbabys machten, bedankte sich Oberbürgermeister Wolfgang Dietz bei Traber für dessen Hilfsbereitschaft, ermunterte die Geflüchteten, „Teil des Lebens in unserer Stadt zu werden“, und wünschte ihnen und ihren Familien alles erdenklich Gute.

Oberbürgermeister Wolfgang Dietz (links) freut sich über das Angebot von Kinopalast-Geschäftsführer Wolfgang Traber, einen Kinderfilm in ukrainischer Sprache zu zeigen
Der Kinopalast hatte extra die Popcorn-Maschine angeschmissen und die Tüten dann kostenlos an die Gäste verteilt, während die Städtische Wohnbau an diesem Nachmittag die Getränkekosten übernahm.


