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Nachrichten aus Herbolzheim

Kiwanis-Ferienschule kehrt nach Herbolzheim zurück

Lernen, Gemeinschaft und neue Perspektiven

Nach einer einjährigen Pause findet die Kiwanis-Ferienschule in diesem Jahr wieder an der Emil Dörle Schule statt. 

v.l.n.r. Bürgermeister Thomas Gedemer, Schulleiterin Nanni Laupheimer, Petra Zai-Englert und Gerhard Wagner von Kiwanis Club Emmendingen/Baden e.V

Beim gemeinsamen Pressetermin stellten Gerhard Wagner und Petra Zai-Englert vom Kiwanis-Club Emmendingen/Baden e. V. gemeinsam das bewährte Ferienangebot vor, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, Lerninhalte gezielt aufzuarbeiten und gestärkt ins neue Schuljahr zu starten.

Die Ferienschule richtet sich an Kinder und Jugendliche, die insbesondere in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch Unterstützung benötigen. Auch die Förderung der Sprachkompetenz spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Kiwanis-Ferienschule basiert auf drei zentralen Bausteinen: Am Vormittag wird in kleinen Lerngruppen mit maximal acht Schülerinnen und Schülern gearbeitet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgt ein abwechslungsreiches Workshop-Programm mit Angeboten aus den Bereichen Sport und Bewegung, Backen und Kochen sowie kreativen Aktivitäten.

Die Ferienschule findet vom 10. bis 21. August 2026 in der Emil-Dörle-Schule Herbolzheim statt. Das Anmeldeformular steht auf den Webseiten der Stadt Herbolzheim und der Emil-Dörle-Schule zur Verfügung. Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Woche inklusive Mittagessen. Anmeldeschluss ist der 22. Juli 2026. Für die Eltern der angemeldeten Kinder findet am 23. Juli 2026 ein ausführlicher Informationsabend statt.

Die organisatorische Begleitung übernimmt seitens der Stadt die Jugendbeauftragte Dorothee Fuhse, die sowohl vor Ort als auch im Vorfeld per E-Mail als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Für den Unterricht am Vormittag engagieren sich Studierende der Pädagogischen Hochschule und der Universität. Das Mittagessen wird auch in diesem Jahr wieder von der ortsansässigen Firma ebm-papst gesponsert, die Workshops werden durch den Träger konzipiert und umgesetzt.

Die pädagogische Begleitung des Projekts übernimmt Petra Zai-Englert, die die Entwicklung der Kiwanis-Ferienschulen begleitet. Das Konzept besteht bereits seit 17 Jahren und wird inzwischen in fünf Städten im Landkreis angeboten – Herbolzheim und Emmendingen gehörten zu den ersten Standorten.

Die Kiwanis-Ferienschule ist eine Kooperation zwischen dem Kiwanis Club Emmendingen/Baden, der Emil-Dörle-Schule Herbolzheim und der Stadt Herbolzheim. Während die Stadt Infrastruktur, Organisation und Räume bereitstellt, erfolgt die Finanzierung über den Kiwanis Club.

Petra Zai-Englert betonte beim Pressetermin besonders die soziale Bedeutung des Angebots: „Auch von der sozialen Situation her ist es für die Kinder wichtig, um wieder an die Schule anschließen zu können. Schulabsentismus verbreitet sich leider immer mehr. Mit der Idee der Kiwanis-Ferienschule wollen wir die Schülerinnen und Schüler wieder mehr persönlich erreichen und stärken.“

Ein wichtiger Bestandteil sei dabei die Arbeit in kleinen Gruppen, weil es so „für die Kinder einfacher ist, gesehen zu werden. Die Workshops unterstützen zusätzlich das Selbstwertgefühl und bieten Raum, eigene Fähigkeiten zu neu entdecken.“ Auch Schulleiterin Nanni Laupheimer zeigte sich erfreut über die Rückkehr des Angebots nach Herbolzheim: „Gehalten sein und Lernen in Gemeinschaft – das ist das, was Kinder brauchen. Dabei geht es um weit mehr als reines Lernen.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte sie, dass „eigentlich nur noch die Zelte zum Übernachten fehlen, denn es hat schon fast Campcharakter – ein fröhliches, unterstützendes Miteinander.“

Besonders das gemeinsame Mittagessen sei ein wichtiger Bestandteil des Konzepts, da hier Begegnung, Austausch und Gemeinschaft entstehen. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren seien durchweg positiv: Nach den Sommerferien kämen viele Teilnehmende mit mehr Selbstvertrauen zurück in die Schule. Durch die Arbeit in alters- und leistungsgerechten Gruppen würden Lernlücken gezielt aufgearbeitet und neue Motivation geschaffen.

Auch Bürgermeister Thomas Gedemer hob beim Pressetermin den Vorbildcharakter der Kiwanis-Ferienschule hervor und verwies auf die Chancen, die sich aus dem Zusammenspiel von Lernen, Gemeinschaft und Praxis ergeben. Er machte deutlich, dass er sich „genauso Schule im Alltag immer wünschen würde. Lehrkräfte haben innerhalb der Ferienschule eine ganz andere Rolle, als wenn sie im Alltag vor großen Klassen stehen. Es gibt auch nicht die übliche Trennung zwischen Schule und Freizeit – Lernen findet hier in einem Miteinander statt. Wenn wir nur einen Teil davon in den Schulalltag übertragen könnten, wäre schon viel gewonnen.“

Sein Wunsch sei es, solche Formen der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Schulleitungen und außerschulischen Angeboten von Landes- und Bundesebene stärker zu fördern und diejenigen in Entschiediungen stärker einzubeziehen, die Bildung täglich gestalten und leben.

Abschließend wurde hervorgehoben, wie wertvoll das Engagement aller Beteiligten für gelingende Bildungsbiografien ist – und wie wichtig es bleibt, Bildung gemeinsam und mit neuen Perspektiven zu gestalten.

Text/Bild: Stadt Herbolzheim

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