Stadt fördert Netzanschluss großer Photovoltaikanlagen
Zukunftsfonds Klimaschutz hilft beim Ausbau von Solarenergie auf Freiburgs Dächern
Mehr Solarstrom für Freiburg: Ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien ist zentral, damit Freiburg klimaneutral werden kann. Die Stadt unterstützt deshalb im Rahmen eines Projektes des Energieversorgers Badenova den Netzanschluss großer Photovoltaikanlagen.

Der Leiter des Umweltschutzamts, Klaus von Zahn, und Robin Grey, Geschäftsführer der Badenova Netze, haben die Anlage der VJ BeteiligungsGmbH besichtigt. Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Robin Grey (Geschäftsführer der BadenovaNetze), Klaus von Zahn (Leiter Umweltschutzamt Stadt Freiburg), Volker Jaschke (Geschäftsführer VJ BeteiligungsGmbH),.
Die Förderung läuft über den Zukunftsfonds Klimaschutz. So hilft die Verwaltung dabei, große Solaranlagen wirtschaftlich möglich zu machen. Denn gerade die Kosten für den Anschluss ans Stromnetz können für Eigentümer*innen und Betreiber*innen eine große Hürde sein.
Das Förderprogramm setzt genau dort an. Betreiber*innen von Solaranlagen mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowattpeak müssen den Anschluss ihrer Anlage bis zum Netzverknüpfungspunkt bislang selbst bezahlen. Je weiter dieser Punkt entfernt ist, desto höher fallen die Kosten aus. Das kann dazu führen, dass größere Anlagen gar nicht erst gebaut werden – obwohl auf Freiburgs Dächern noch viel Potenzial für erneuerbaren Strom liegt.
Das Förderprogramm bezuschusst die Kosten, die Anlagenbetreiber*innen für den Netzanschluss tragen müssen, mit bis zu 1000 Euro pro Kilowattpeak installierter Leistung. Pro Solaranlage können maximal 50.000 Euro gefördert werden. Das Programm hat die Stadt gemeinsam mit dem Energieversorger Badenova 2023 zunächst als Pilotprojekt gestartet und aufgrund des Erfolgs weitergeführt.

Foto der besuchten PV-Anlage in der Hans-Bunte-Straße 9.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt eine große Photovoltaikanlage in der Hans-Bunte-Straße 9. Die Anlage hat eine installierte Leistung von rund 270 Kilowattpeak und ist seit November 2025 am Netz. Pro Jahr kann sie bis zu 350 Megawattstunden Strom erzeugen. Für den Netzanschluss erhielt der Betreiber eine Förderung in Höhe von 36.150 Euro; die Kosten für den Netzanschluss lagen bei 48.200 Euro.
Das Förderprogramm ist bereits gut angelaufen: Durch die Mittel aus dem Zukunftsfonds Klimaschutz konnten bislang rund 1,3 Megawatt installierte PV-Leistung ermöglicht werden. Insgesamt stehen für das Programm 399.000 Euro zur Verfügung. Davon wurden bisher 278.867 Euro bewilligt und ausgezahlt.
Förderfähig sind Photovoltaikanlagen auf Freiburger Gemarkung, für die keine gesetzliche PV-Pflicht nach dem Klimaschutzgesetz BadenWürttemberg gilt – also keine Neubauten und keine grundlegenden Dachsanierungen. Interessierte können den Zuschuss unter Einreichung der Schätzkostenkalkulation von Badenova Netze via Mail an


