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Nachrichten aus Emmendingen

Stadt Kenzingen feiert ihren 775. Geburtstag

Limitierter Jubiläums-Rotwein zum Jubiläum und ganz viel Programm

Die Stadt Kenzingen feiert dieses Jahr und zwar eigentlich schon seit dem Neujahrsempfang und bis im Dezember zum Klausenmarkt: Gefeiert werden 775 Jahre, wenngleich kein wirklich grades Stadtjubiläum, aber es soll umso großartiger begangen werden.

775 Jahre Stadt Kenzingen – Lisa Schillinger und Bürgermeister Guderjan freuen sich über die geplanten Veranstaltungen.

Lisa Schillinger (Wirtschaft und Tourismus, Märkte, Öffentlichkeitsarbeit) und Bürgermeister Matthias Guderjan stellten am Dienstagvormittag das Jubiläumsprogramm vor.

Und noch etwas gleich vorweg: beantragt werden soll beim Innenministerium, dass Kenzingen künftig mit „Breisgau Stadt Kenzingen“ titelt – also auch auf den Ortschildern. 80mal gebe es solche Titel im Ländle und augenzwinkernd sagt der Rathauschef: „Bevor es Emmendingen macht, machen es wir.“ Für Guderjan wäre gerade der Titel, den man übrigens auf der Fotowand im Ratssaal II bereits stehen sieht, ein Highlight und berechtigt zum Jubiläum.

400 Flaschen Rotwein, Alte Rebe 2022, ein trockener Spätburgunder sind bereits in die limitierten 400 Jubiläumsflaschen abgefüllt, an der 3-D-Prägung des Etiketts hapert es noch, hier war gerade die Etikettier Maschine kaputt gegangen. Für Sammler oder alss Geschenk sollen diese Flaschen das Jubiläumsjahr abrunden. Ein einseitiger Flyer, der knapp gehalten ist, aber durch das ganze Jahr 2024 führt, liegt ebenfalls aus. Die große Veranstaltung 200 Jahre Kenzinger Fasnet (27./28. Januar) macht den großen Auftakt in der Stadt. Am 9./10. März steht der „Breisgauer Frühling“ an. Dieser wird erstmals, so erklärt Schillinger, komplett in der Innenstadt sein, dazu werden derzeit neue Marktstände in Stadtfarben in Auftrag gegeben.

Druckfrisch liegen die Flyer zum Stadtjubiläum aus.

Aktive AgGL

Sehr aktiv im Jubiläumsjahr allemal die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde (AgGL), allen voran Vorsitzender Klaus Weber.  Hier ist bereits auf deren Website zu lesen: „Im Jahr 2024 feiert die Stadt „775 Jahre Kenzingen“. Unter anderem soll an die Gründung der Stadt durch Rudolph II. von Uesenberg vor 775 Jahren erinnert werden. Das Jubiläumsjahr will erzählen, wie die Uesenberger Herrschaft (1249 – 1368), die über 400-jährige Habsburger Herrschaft (1368 –1806) und die großherzogliche Neuordnung Badens seit 1806 die Stadt zu einem Verwaltungszentrum im Nördlichen Breisgau machten.“

Die AgGL, so erläutert Matthias Guderjan im Gespräch, bringt im Rahmen der Buchreihe Die Pforte 2022-2024 einen Jubiläumsband heraus. „So eine Veröffentlichungsreihe sicher kaum eine andere Stadt.“ Die Präsentation ist am Samstag, 16. März 2024, um 15 Uhr in der Aula des Gymnasiums Kenzingen mit dem Schwerpunktthema „Von der Klostergründung Wonnental (1242) und der Stadtgründung (1249) bis zu Kenzingen in der Gegenwart“. Hier sollen Themen wie Geschichts- und Kulturerbe, Architektur, Kunst, Religionen und Konfessionen sowie Bildung präsentiert und deutlich gemacht werden, wie sie bis heute wirken. Die ehemalige Oberamtsstadt mit den Stadtteilen Bombach, Hecklingen und Nordweil bezeichnet sich selbst als „Perle im Breisgau“ von kaum zu überschätzender Bedeutung. Die Pforte soll eine Einladung sein, die Leistungen und das Kulturerbe dieser mittelalterlichen Stadt neu kennenzulernen.

Darüber hinaus ist im Rahmen der Präsentation des Jubiläumsbandes eine Ausstellung über Franz Sales Meyer – sein Leben und Werk (Kurator Reinhold Hämmerle) in der Aula des Gymnasiums vom 16. bis 19. März geplant.  Am Freitag, 26. April, um 19 Uhr, findet ein Vortrag „Denkmalspflege in Kenzingen“ statt. Eine öffentliche historische Stadtführung des Heimat- und Verkehrsvereines mit Brigitte Walzer im Uesenberger Gewandt, zeigt Kenzinger Sehenswürdigkeiten. Am 11. Mai lädt die HuG zu einem Familientag ein mit vielen Attraktionen und Aktionen.

Highlight sicherlich das historische Altstadtfest vom 5. bis 7. Juli. Dieses wurde übrigen zum 750. Stadtjubiläum ins Leben gerufen.

Angestrebt für das Jubiläumjahr wird das Ortsschild „Breisgau Stadt Kenzingen“, das beim Innenministerium beantragt werden soll.

Das Altstadtfest wird dieses Jahr noch größer

„Das Altstadtfest wird größer als sonst“, sagt Lisa Schillinger. Gerechnet wird mit mehr als 20.000 Besuchern. Am Samstagabend tritt die Band „Corvus Corax“ auf, die „Könige der Spielleute“ mit Mittelalterrock. Das Lustspiel „der Schatz des Faun“ der freien Ritterschaft Baden mit Steffen Ghani wird Samstag und Sonntag aufgeführt. Ritterlager, Mittelaltermarkt, Handwerks Vorführungen (Seilerei, Kaffeerösterei oder auch Tuchweberei) runden das Programm mit vielfältigem Kinderprogramm (Märchenburg, Kinder-Ritter-Turnier) und der Gastronomie ab.

Am 19. Juli wird zum Neubürgerempfang in den Rathaus-Innenhof eingeladen. Ganz unter dem Motto der Musik steht das Wochenende 20. bis 22. September. „Der Musikverein spielt in Kenzingen eine wichtige Rolle“, so Guderjan. Nun wird es ein Wochenende im Zeichen der Blasmusik geben mit Konzerten, Jugendorchester und vielem mehr auf der Bühne vorm Rathaus. „So können wir auch die Jugendarbeit entsprechend würdigen“, sagte der Bürgermeister. Da das Wetter ein Risiko darstellt, hat man sich für eine überdachte Bühne entschieden. Seit Jahren beteiligt sich Kenzingen an der deutschlandweiten Aktionswoche „Interkulturelle Woche“.

Die Integrationsbeauftragte Renate Günter-Bächle und die katholische Gemeindereferentin Regina Eppler würden sich hier außerordentlich engagieren. Vier bis fünf Veranstaltungen soll es in der Woche geben. Am 29. September lädt die AgGL zu einem Vortrag „Heimisch werden in Kenzingen“ mit Heinrich Bueb ein und am 12. Oktober gibt es eine weitere Stadtführung. Am 8. November gibt es zudem einen Vortrag zu spätmittelalterlichen Bildwerken. Der Weihnachtsmarkt steht für den 30.11, /1.12. im Kalender und am 5. Dezember der Klausmarkt. Guderjan zollte der neuen Vorstandschaft der HuG Lob, „die geben sich richtig Mühe, hier sollte sich der Einzelhandel nicht nur auf den geplanten Aktivitäten verlassen“. Lisa Schillinger appellierte ebenso, dass die Einzelhändler mit eigenen Aktionen die Menschen, die bei den Veranstaltungen sowieso schon in der Stadt sind, in ihre Läden locken sollten.“  Viel Arbeit hat die bisherige Planung des Jubiläumsjahres gemacht. Geboten wird ein bunter Mix an tollen Veranstaltungen und sicher wird die Innenstadt dadurch noch mehr belebt.

Text/Fotos: HSB

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