Spatenstich in Kollmarsreute für die Revitalisierung der Elz
Am Dienstag haben Regierungspräsident Carsten Gabbert, Emmendingens Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Bürgermeister Fabian Nitz aus Denzlingen sowie Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule Kollmarsreute den Baubeginn für die Revitalisierung der Elz mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert.

Feier zum Baubeginn der Dammrückverlegung an der Elz
Carsten Gabbert betonte: „Die Revitalisierung der Elz zeigt, was möglich ist, wenn Bund, Land und Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir schaffen mehr Sicherheit vor Hochwasser und geben der Natur gleichzeitig den Raum zurück, den sie braucht".
Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Freiburg (RP) verlegt auf einer Strecke zwischen Emmendingen und Denzlingen bestehende Hochwasserdämme und gibt der Elz damit deutlich mehr Raum. Durch die Dammrückverlegungen entstehen zusätzliche Überflutungsflächen, naturnahe Flussabschnitte und neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Die Dammrückverlegung gilt als anspruchsvollste und zugleich wirksamste Maßnahme der heutigen Wasserwirtschaft, weil sie mehrere Ziele vereint: zusätzlichen Hochwasserrückhalt in der Fläche, eine naturnahe Gewässerentwicklung, die Schaffung neuer Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie eine verbesserte Grundwasserneubildung. In ausgewählten Abschnitten verbessert die Dammrückverlegung zudem den Zugang zum Gewässer und erhöht damit die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung.
Die Beteiligten arbeiten bereits seit vielen Jahren an dem Projekt: Schon im Jahr 2010 entwickelte das RP erste Konzepte für Dammrückverlegungen an der Elz. 2016 wurden Referenzprojekte zwischen Riegel und Köndringen fertiggestellt. Im Jahr 2017 fassten die Stadt Emmendingen und die Gemeinde Denzlingen ihre Grundsatzbeschlüsse zur Beteiligung an der Dammrückverlegung. Nach einer breiten Öffentlichkeits- und Jugendbeteiligung in den Jahren 2020 und 2021 sowie dem Abschluss aller Vorarbeiten – darunter die Verlegung einer Gasleitung und Dammertüchtigungen oberhalb des Kollmarsreuter Wehrs – hat Anfang des Jahres die eigentliche Umsetzung begonnen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 geplant.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf geschätzt rund 15 Millionen Euro. Bund, Land, die Stadt Emmendingen und die Gemeinde Denzlingen finanzieren das Projekt gemeinsam.


