Solidarität mit ukrainischer Stadt Ostroh:
Oberbürgermeister Schlatterer schickt Brief an seinen Amtskollegen
Emmendingens polnische Partnerstadt Sandomierz pflegt seit 2007 eine Städtepartnerschaft mit der im Nordwesten der Ukraine zwischen Kiew und Lwiw gelegenenen Stadt Ostroh.
Ostroh ist eine kulturell bedeutende Stadt, in der 1581 die erste Bibel in ostslawischer Sprache und Schrift gedruckt wurde. Hier befinden sich eine bekannte Universität mit zirka 3000 Studierenden und bedeutende Bauten wie eine orthodoxe Kathedrale und ein teilweise noch erhaltenes Schloss.

Eingangstor zum Alten Rathaus wird in den ukrainischen Landesfarben angestrahlt.
Oberbürgermeister Schlatterer hat sich angesichts des aktuellen Kriegszustandes solidarisch an den Bürgermeister von Ostroh, Alexander Shiker, und die mehr als 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner gewandt. Darin sichert er seinem Amtskollegen und den Bürgerinnen und Bürgern von Ostroh Solidarität und Unterstützung zu.
Die Botschaft des Oberbürgermeisters im Wortlaut:
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Shiker,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Ostroh,
mit großer Bestürzung haben wir die Nachrichten vom Angriff der russischen Armee auf die gesamte Ukraine gehört. Wir sorgen uns um Ihre Sicherheit und Zukunft!
Wir teilen die Meinung der Bundesregierung, die verurteilt, dass es sich bei dem russischen Angriff auf Ihr Land um einen eklatanten Bruch des Völkerrechts handelt.
Wir möchten Ihnen versichern, dass wir als Stadt, als “Freunde der Städtepartnerschaft” mit unserer gemeinsamen Partnerstadt Sandomierz und als Bürgerinnen und Bürger Emmendingens in Solidarität und Freundschaft zu Ihnen halten.
Bitte lassen Sie uns wissen, wie wir Sie unterstützen können.
Wir werden mit Aufmerksamkeit und Anteilnahme die weiteren Entwicklungen verfolgen.
Mit solidarischen Grüßen
Stefan Schlatterer
Oberbürgermeister”
Außerdem wird das Eingangstor zum Alten Rathaus in den Landesfarben der Ukraine in Blau-Gelb beleuchtet.
Für Samstag, 26. Februar, 11 Uhr, ruft Oberbürgermeister Schlatterer zur Teilnahme an einer Kundgebung für Frieden und Freiheit für die Ukraine auf, die von einem Bündnis aus Parteien und Kirchen veranstaltet wird. Diese wird auf dem Marktplatz stattfinden.


