Rund 1.200 Bäume gepflanzt
Am vergangenen Samstag zeigten rund 260 Bürgerinnen und Bürger beherzten Einsatz für den Herbolzheimer Wald. In drei verschiedenen Aktionen hatte das Team Forst zum aktiven Mitmachen eingeladen. Den Rahmen der Aktionen bildete der 13. Landschaftspflegetag des Landkreises Emmendingen, der dieses Mal in Herbolzheim stattfand. Die größte Gruppe bildeten Eltern von Kindern, die 2020 oder 2021 geboren wurden. Die jungen Familien waren herzlich eingeladen mit ihren Kindern junge Bäumchen zu pflanzen. Doch nicht nur die Herbolzheimer Eltern waren hoch motiviert.

Eltern und Kinder pflanzten insgesamt 400 Bäume.
In der Nähe des Rittiweges in Broggingen bot sich ein ganz besonderes Bild. Kinderwagen reihte sich an Kinderwagen, kleine Füße wuselten über die 0,8 Hektar große Pflanzfläche und bunte Schaufeln bildete fröhlich Farbklekse auf dem braunen Waldboden. Die Motivation der Eltern reichte weit über einen einzelnen Baum hinaus, sodass die 120 Mamas und Papas gemeinsam mit 70 Kindern am Ende 400 Bäume gepflanzt hatten.
Auch die 20 freiwilligen Bürgerinnen und Bürger, die sich der Waldrandbepflanzung am Buhloch verschrieben hatten, waren kaum zu bremsen und pflanzten neben 150 Elsbeeren auch noch 150 Kirschen. Tatkräftig zugange waren auch die Helferinnen und Helfer, die sich am Projekt „Lichte Wälder“ beteiligten. Sie entfernten 0,5 Hektar Biomasse und schnitten rund 30 Bäume.

Bürgermeister Thomas Gedemer machte bei verschiedenen Aktionen Halt und packte mit an.
Lichte Wälder kommen natürlicherweise dort vor, wo die Standortsbedingungen für das Baumwachstum extrem sind. Zudem sind lichte Waldstrukturen anzutreffen, die aus menschlicher Waldbewirtschaftung hervorgegangen sind, wie etwa Hutewälder. Lichten Wäldern wird ein besonders hoher naturschutzfachlicher Wert zugesprochen. Diese besondere Wertigkeit liegt in der Struktur- und Habitatvielfalt. Zum Erhalt dieser wertvollen Lebensräume werden in natürlich lichten Wäldern Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen betrieben, Auflichtung und Austrag von Biomasse sind dabei die wichtigsten Maßnahmen. Dazu werden in Pilotprojekten in verschiedenen Naturräumen unterschiedliche Lichtwaldtypen freigestellt. Eines dieser Gebiete liegt am Ortseingang von Bleichheim, aus Wagenstadt kommend. Ziel ist es, einzelne solitäre Bäume zu erziehen, die sich durch eine breite Krone auszeichnen, dazwischen soll sich Magerrasen entwickeln.
Die Tatkraft der Bürgerinnen und Bürger war so groß, dass Förster Christian Funke eine Zusatzfläche zur Verfügung stellen musste, wo ebenfalls 500 Bäume gepflanzt wurden. Nicht zu vergessen, die 15 Hochstämme, die in der Nähe des Schwimmbades gesetzt wurden. Außerdem engagierten sich zahlreiche weitere Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Landschaftspflegetages in der Pflege und Erhaltung im gesamten Stadtgebiet. So befreite beispielsweise der BUND die Trockenmauern am Hüttenbühl von Moos. Dieses bildet ein saures Milieu und treibt die Zersetzung des Mauerwerks voran. Das Forst-Team ist zusammen mit Bürgermeister Thomas Gedemer begeistert von dem Einsatz aus der Bürgerschaft und so fasste Christian Funke die Aktion mit einem Wort zusammen „supergeil“.


