Bienenrettung statt Kaugummi
Emmendingen erhält Automaten mit insektenfreundlichen Samenmischungen
Mit einem umgebauten, knallgelben Kaugummi-Automaten in Dortmund startete 2019 der erste Bienenautomat mit einer Samenmischung und Krokusknollen zum Ziehen. Inzwischen ist daraus ein bundesweites Netzwerk mit regional angepassten Mischungen an mehr als 100 Standorten entstanden.

Der upgecycelte Kaugummi-Automat im Goethe-Park am Ökoturm.
Nun gehören auch zum Emmendinger Stadtbild zwei der leuchtend gelben Bienenfutterautomaten: Im Goethe-Park am Ökoturm und am Stadtteil- und Familienzentrum Bürkle-Bleiche. Ab sofort können dort Samenkapseln für insektenfreundliche Pflanzen gezogen werden. Ziel der Aktion ist es, mehr Blütenvielfalt für heimische Bestäuber-Insekten zu erzeugen.
Alle, die eine Samenkapsel ziehen, erhalten zusätzlich eine Anleitung zur Aussaat. An jedem Automaten befindet sich auch ein Rückgabebriefkasten, in dem die leeren Behälter zurückgegeben werden können. Diese von Hand befüllten Kapseln sind aus Kunststoff, da es noch keine Alternative für die Automatentechnik der 1970er Jahre gibt. Im Mehrwegsystem nimmt das Unternehmen aber die leeren Kapseln zurück, reinigt und befüllt diese wieder.

Das Unternehmen nimmt die leeren Kapseln im Mehrwegsystem zurück und befüllt diese wieder.
In liebevoller Handarbeit aus gebrauchten Teilen werden die Automaten von Sebastian Everding aufgearbeitet. Die „Bienenretter Manufaktur“ liefert die Samen und das Bienenretter-Projekt von „FINE - Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V.“ bringt sich mit fachlicher Unterstützung ein. Mit einem Beitrag zwischen 1 und 13 Cent je verkaufter Kapsel wird Nachhaltigkeitsbildung des gemeinnützigen Bienenretter-Projekts gefördert.
Der städtische Betriebshof pflegt und wartet die Automaten und bestückt diese regelmäßig mit neuen, saisonalen Samenkapseln.
Mehr Informationen online unter https://www.bienenretter.com/bienenautomat/.


