22 Kinder aus dem Meerwein Familienzentrum lernten schwimmen
Spenden von Leserinnen und Lesern der „BZ-Weihnachtsaktion“ ermöglichen den kostenlosen Kurs
Statistiken zeigen, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Auch die Verbände warnen vor den Risiken, wenn Kinder nicht oder erst sehr spät schwimmen lernen.

Eine Aufgabe: Vom 1-Meter-Turm ins Wasser springen und dann bis an den Beckenrand schwimmen - Manuela Oberle (rechts) überwacht vom Beckenrand aus die Kinder.
Das führt nicht nur zu Beeinträchtigungen in der Freizeitgestaltung mit Freunden, sondern kann auch gefährlich werden, wenn sich das Kind dennoch ins Wasser traut. Sicherheit im Umgang mit Wasser ist für Kinder extrem wichtig.
Auch Constanze Schippers, Leiterin des Meerwein Familienzentrums in Emmendingen, beobachtet seit Jahren diese Problematik. Corona und geschlossene Bäder verschärften die Situation. Um dem entgegenzuwirken, bietet das Meerwein Familienzentrum deshalb einen Schwimmlernkurs im Freibad Emmendingen für Schulanfängerkinder an.

Die Schulanfängerkinder vom Meerwein Familienzentrum, die beim Schwimmkurs dabei sind. Initiatorin Constanze Schippers vom Familienzentrum (rechts) war an jedem Kurstag dabei.
DLRG-Jugendleiterin Manuela Oberle und DLRG-Vorsitzender Ralf Oberle von der Ortgruppe Emmendingen nehmen dabei den Kindern erst einmal die Angst vorm Wasser. „Eine Seepferdchen-Garantie könne sie nicht geben“, so Manuela Oberle, aber jedes Kind bekommt individuell in einer kleinen Gruppe Schwimmunterricht.
Durchgeführt vom DLRG im Freibad Emmendingen und finanziert über die „BZ Weihnachtsaktion“ konnten dieses Jahr insgesamt 22 Kinder aus dem Meerwein Familienzentrum am fünfteiligen Kurs teilnehmen.
Und auf dem Weg ins Schwimmbad, den die Kinder zu Fuß mit drei Betreuerinnen und einer Mutter zurücklegen, „gibt es gleich noch ein bisschen Verkehrsunterricht“, so Constanze Schippers, Leiterin des Familienzentrums.
Gerne möchte das Meerwein Familienzentrum und die Ortsgruppe des DLRG den Schwimmkurs nächstes Jahr wiederholen und es Kindern, die nicht schwimmen können, ermöglichen, sich die Grundkenntnisse im Wasser anzueignen.

Beim Schwimmen unterstützt DLRG-Vorsitzender Ralf Oberle die Kinder, um ihnen Sicherheit zu geben.
Für die Eltern war der Kurs kostenlos – dank den Leserinnen und Leser der Badischen Zeitung, die für die BZ Weihnachtsaktion gespendet haben. Insgesamt 2.000 Euro konnten dadurch für den Schwimmlernkurs bereitgestellt werden. Auch die Mitglieder des DLRG arbeiten ehrenamtlich, Ralf Oberle hat sich sogar extra für diesen Kurs Urlaub genommen.
Die Stadtwerke, die das Emmendinger Freibad betreiben, sorgten an allen fünf Tagen für kostenlosen Eintritt.


