Von der Idee zum Begegnungsort: Beteiligungsprojekt zur Mensa abgeschlossen
Ein Schuljahr lang haben Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weitere Nutzergruppen gemeinsam an der inklusiven Mensa im Gisela Sick Bildungshaus gearbeitet.

Beim Abschluss des Beteiligungsprojekts blickten die Teilnehmenden noch einmal auf das, was sie geschaffen haben.
Bei der Abschlussveranstaltung wurde deutlich: Aus zahlreichen Ideen sind konkrete Veränderungen entstanden. Die Mensa hat sich zu einem Ort entwickelt, der weit mehr ist als ein Platz zum Essen. Sie ist ein Treffpunkt für Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Mitgestaltung. Mehr als 20 Teilnehmende des Beteiligungsprojekts kamen zur Abschlussveranstaltung zusammen, um auf den gemeinsamen Prozess zurückzublicken. Mit dabei waren auch das Catering „Kinderleicht genießen“, das über gesunde Ernährung informierte, sowie Michael Baumer vom Verein Foodsharing e.V., der Einblicke in das Thema Lebensmittelrettung gab. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Musikschülerin Elena Chen am Klavier.
Gemeinsam die Zukunft der Mensa gestalten
Ausgangspunkt des Projektes war die Übernahme der Mensa durch die Wabe gGmbH vor rund einem Jahr. Schnell war klar: Wenn die Mensa ein Ort werden soll, an dem sich junge Menschen gerne aufhalten, müssen sie ihre Ideen selbst einbringen können. Deshalb lud die Stadt Waldkirch zu einem Beteiligungsprozess ein. Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen – von Klasse 5 bis zur Oberstufe – beteiligten sich daran.

Wie soll die Mensa gestaltet werden? Welche Ideen gibt es für die Pausenverpflegung? Zu diesen und weiteren Fragen haben Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Co. beim Beteiligungsprojekt nachgedacht.
Vertreten waren Jugendliche des Beruflichen Schulzentrums, der Kastelbergschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Gemeinsam mit Lehrkräften, Schulleitungen, der Wabe gGmbH rund um die Mensaleitung Sabrina Ganter, dem Catering „Kinderleicht genießen“, der Gisela-und-Erwin-Sick-Stiftung, der Musikschule sowie der Stadt Waldkirch entwickelten sie Ideen für die Zukunft der Mensa. Von Beginn an herrschte eine offene und wertschätzende Atmosphäre.
Ideen werden sichtbar
Besonders sichtbar ist das Ergebnis heute an den Fenstern der Mensa. Mehr als 20 Schülerinnen und Schüler gestalteten gemeinsam drei große Leinwände mit selbst gewählten Motiven. Von den ersten Skizzen über die Farbgestaltung bis zum letzten Pinselstrich lag die kreative Arbeit in ihren Händen. In gemischten Gruppen entstanden farbenfrohe Bilder mit Figuren, Schriftzügen und Motiven rund ums Essen. Die neuen Kunstwerke machen die Mensa heller, freundlicher und persönlicher. Begleitet wurde das Kunstprojekt von Katharina Dormanns, Kunsttherapeutin und Kunstlehrerin. Initiiert und finanziert wurde es von der Gisela-und-Erwin-Sick-Stiftung.

Gemeinsam haben die Schülerinnen und Schüler drei große Leinwände gestaltet.
Viele Wünsche wurden umgesetzt
Auch über die Gestaltung des Raums hinaus zeigte der Beteiligungsprozess Wirkung. Zahlreiche Wünsche der Schülerinnen und Schüler flossen direkt in das Angebot der inklusiven Mensa ein. So ergänzen heute unter anderem Bowls, Wraps, Burger und der Döner-Day den Speiseplan. Darüber hinaus fand ein Sushi-Workshop statt – ebenfalls eine Idee aus dem Beteiligungsprojekt.
Mehr als eine Mensa
Eine zentrale Erkenntnis des Projekts lautet: Die Mensa ist weit mehr als ein Ort zum Essen. Dort begegnen sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten, verbringen ihre Pausen gemeinsam und kommen miteinander ins Gespräch. Der Beteiligungsprozess hat diese Rolle der Mensa als gemeinsamer Begegnungsort gestärkt und gleichzeitig den Austausch zwischen den Schulen gefördert. Ganz im Sinne der Gründerin des Hauses, Gisela Sick, sind durch das Projekt die verschiedenen Nutzergruppen des Gisela Sick Bildungshauses enger zusammengewachsen.
Mitgestaltung geht weiter
Mit der Abschlussveranstaltung endet zwar das Beteiligungsprojekt, die Mitbestimmung soll jedoch fortgesetzt werden. Künftig wird ein Nutzerausschuss eingerichtet, in dem Ideen und Anregungen für die Weiterentwicklung der Mensa eingebracht werden können.
Gemeinsames Mittagessen zum Abschluss
Beim gemeinsamen Mittagessen mit Burgern und Pommes ließen die Teilnehmenden das Projekt ausklingen. Dabei wurde deutlich: Die inklusive Mensa hat sich in den vergangenen Monaten verändert – nicht nur äußerlich, sondern auch als Ort der Begegnung. Vor allem aber hat das Projekt gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn diejenigen mitgestalten, für die ein Ort gedacht ist.


