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Nachrichten aus Elztal

Gerlinde Kretschmann eröffnete den „Singenden Weihnachtsbaum“ – Man muss ihn gesehen haben

Viel Lob von der Schirmherrin und OB Michael Schmieder für das bürgerschaftliche Engagement mit dem Stadtfestverein – Dank an Zürich für die Patenschaft

Waldkirch (hbl). „Man muss ihn einfach gesehen haben“ schwärmte Schirmherrin Gerlinde Kretschmann. Die Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten eröffnete im Beisein von Landrat Hanno Hurth und Oberbürgermeister Michael Schmieder den 2. Singenden Weihnachtsbaum. Sie lobte die Idee und Durchführung genauso wie das bürgerschaftliche Engagement, durch das die Advents- und Weihnachtszeit in Waldkirch einen neuen Akzent erhalte. Die Chöre treten täglich noch bis zum kommenden Sonntag auf.

Eröffnung des Singenden Weihnachtsbaumes durch Gerlinde Kretschmann, Rolf Störr (von links), Oberbürgermeister Michael Schmieder und André Kofmehl aus Zürich.

Hubert Bleyer

Die prominente Schirmherrin ließ es sich nicht nehmen und eröffnete selbst den 2. Singenden Weihnachtsbaum in der Orgelstadt Waldkirch. Als Kirchenchorsängerin und Vorsitzende der Stiftung „Singen mit Kindern“ sei sie voller Freude und Erwartung hierhergekommen. Schon der erste Anblick des zehn Meter hohen, mit roten Kerzen und einem Weihnachtsstern dekorierten Weihnachtsbaum faszinierte sie auf Anhieb und legte bei der Eröffnung noch eins drauf. „Man muss ihn einfach gesehen haben“, war die Ehefrau des Ministerpräsidenten voll des Lobes, nachdem sie ihn nachmittags auch schon mit einem Chor live erleben konnte. Mit dem Singen von Advents- und Weihnachtsliedern der Chöre erhalte die Weihnachtszeit einen noch schärferen Akzent, was sie mit großer Freude erfülle.

Gerlinde Kretschmann voll des Lobes über die Idee und Durchführung

„Die Idee und Durchführung ist so toll“ und dann noch der grenzüberschreitende Charakter. Die Einbeziehung von Schlettstadt jenseits des Rheins mit einem Kinderchor und der Auftritt des Züricher Gospelchores vervollständige den völkerverbindenden Ansatz. Zu guter Letzt hob Gerlinde Kretschmann das gute Miteinander in Waldkirch und das bürgerschaftliche Engagement hervor. Sie könne auf Anhieb keine andere Stadt nennen, die so etwas auf die Beine stellt. Dies alles erfülle sie mit großer vorweihnachtlicher Freude und wünschte allen eine frohe Weihnachtszeit mit Freude und Frieden im Herzen und der Familie und eröffnete unter großem Applaus den zweiten Singenden Weihnachtsbaum.

Sie wurde bereits von Moderator Thomas Kern als eine der beliebtesten Frauen und als First Lady von Baden-Württemberg mit Buccinenklängen des Fanfarenzuges willkommen geheißen. Rolf Störr als Vorsitzender des veranstaltenden Stadtfestvereins freute sich über den sehr guten  Zuspruch trotz der widrigen Wetterverhältnisse und begrüße auch den zu einem Freund gewordenen André Kofmehl aus Zürich. Dieser habe es nämlich erlaubt, dass seine Idee des „Singing Christmas Tree“ 2022 erstmals die Schweizer Landesgrenze verlassen durfte. Andere Anfragenden all die Jahre habe er eine Absage erteilt.

Kofmehl blickte in seinen kurzen Worten mit Stolz auf die einzige und enge Patenschaft mit Waldkirch. Beide verbinde die Musik und Gesang. Er bedankte sich nochmals für den Auftritt des Schulchores und Besuch vor einer Woche beim Jubiläumswochenende mit dem Mützen-Geschenk zum 25-jährigen Bestehen des Singing Christmas Tree.

Es stehen Menschen dahinter – Ein Dank von OB Schmieder an Zürich

Oberbürgermeister Michael Schmieder begrüßte die zahlreichen Besucher und Gerlinde Kretschmann, die zuletzt 2018 bei den Heimattagen Baden-Württemberg zu Gast war und wünschte dem Singenden Weihnachtsbaum an seinen 10 Tagen ein gutes Gelingen. Doch dahinter stehen Menschen, von denen der OB zwei beispielhaft hervorheben möchte. Hubert Bleyer hatte schon vor langer Zeit die Idee und brachte sie 2008 aus Zürich mit nach Waldkirch. In Rolf Störr fand er die Unterstützung und beide begannen mit der Planung und Umsetzung, dem sich dann ein ganzes Team anschloss.

Mit Schlettstadt und Zürich grenzüberschreitendes Miteinander

Auch Waldkirchs Stadtoberhaupt zeigte sich mächtig stolz auf die grenzüberschreitende Verbindung zur Partnerstadt Sélestat, die mit der Erwähnung des ersten Weihnachtsbaumes 1521 eine starke weihnachtliche Wurzel haben. Der erste Auftritt eines Schlettstädter Kinderchors auf dem Singenden Weihnachtsbaum habe ihn sehr gefreut und rief den Schlettstädtern zu: ihr habt fantastisch gesungen. Zu guter Letzt galt der Blick von OB Schmieder André Kofmehl, dem Gründer und Organisator des „Singing Christmas Tree“, bei dem er vor einer Woche mit dem Schwarzenbergschulchor und dem Orgateam zu Gast war. Er dankte für die überwältigende Gastfreundschaft, die die Waldkircher erleben durften und so schallte es in die Menge „Ein Dank an Zürich“.

Nach der Eröffnung durch Schirmherrin Gerlinde Kretschmann zeigte sich der Singers‘ Night Soul- und Gospelchor aus Zürich von seiner besten Seite. Eine wahre Kostprobe und Demonstration, was den Singing Christmas Tree in Zürich und den Singenden Weihnachtsbaum in Waldkirch auszeichnet. Die vorgetragenen Advents- und Weihnachtslieder erreichen so die Herzen der Menschen und verbinden sie.

Privatführung abseits des offiziellen Programms

Gerlinde Kretschmann zeigte sich glücklich, dass sie außerhalb des formellen Programms bei einer historischen Stadtführung noch einiges über Waldkirch erfahren durfte, auch wenn sie teilweise mit dem Regenschirm unterwegs waren. Beginnend in der St. Margarethenkirche erlebte Frau Kretschmann mit zwei ihrer Schwestern mit der Stadtführerin „Theres“ (Barbara Kern) einige geschichtlicher Hintergründe beispielsweise über Stadt- und Klostergründung. Im Städtle begegnete sie dem „Orgelbauer Franz“ (Bernd Wintermantel), der ihnen sogar sein kleines Örgele, seine mitgebrachte Drehorgel vorspielte.

Trotz wolkenverhangenem Himmel genossen die Führungsteilnehmer, zu denen sich auch  Schlettstadts Bürgermeister Marcel Bauer mit Gattin anschloss, den Blick auf die Kastelburg oder in einem Geschäft den Singenden Weihnachtsbaum aufgestapelt in Buchform. Die Gäste waren sich einig, ein weiterer Besuch in der Kandel- und Orgelstadt lohnt sich. Ein anschließender Kaffee und Kuchen im Museumscafé gewährte eine kleines, trockenes und aufwärmendes Innehalten beim dem regnerischen Wetters. Dann noch ein besonderer Höhepunkt. Die Ehefrau des Ministerpräsidenten durfte auf dem Weihnachtsmarkt bei einem Kunstglasbläser der Dorotheenhütte Wolfach noch eine eigene Weihnachtskugel mit ihrer eigenen Puste herstellen und sie als Erinnerung vom Singenden Weihnachtsbaum mit nach Hause nehmen.

Text/Fotos: Hubert Bleyer

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