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Nachrichten aus Baden-Baden

Ein Feuerwerk aus Klang, Energie und purer Leidenschaft

Kaum ertönt der erste Ton, entfacht sich eine magische Atmosphäre im Bénazetsaal. Das 17. Jazzfestival von Mr. M’s Jazz Club beginnt nicht einfach – es explodiert in einem Rausch aus Soul, Funk und mitreißendem Jazz. Internationale Stars, ein euphorisiertes Publikum und eine Bühne, die vor Spielfreude vibriert: Gastgeber Marc Marshall lässt mit seinen Gästen die Grenzen zwischen Künstlern und Zuhörern verschwimmen und verwandelt den Abend in ein unvergessliches Erlebnis.

Mr M´s All Star Band mit Gästen und Marc Marshall

Steven Haberland

 Die Künstler elektrisieren den Saal - Musikalische Ekstase bis in die Nacht

Die gefeierte Soulsängerin Sy Smith erobert mit ihrer kraftvollen Stimme die Herzen im Sturm, während der energiegeladene Funk-Sänger Cosmo Klein mit purer Bühnenpräsenz das Feuer weiter entfacht. Und als Trompetenvirtuose Joo Kraus mit atemberaubender Technik die Jazzfans begeistert, ist klar: Dieser Abend ist mehr als ein Konzert – er ist eine Hommage an die Musik, die verbindet.

Von den ersten Takten an lodert die Begeisterung, überschwappt von der Bühne in den prall gefüllten Saal – und später sogar an die Bar, wo die Nacht in pulsierender Stimmung weiterklingt.

Mr. M’s Jazz Club – Best Entertainment Jazz

Mr. M’s Jazz Club ist weit mehr als nur ein Festival. Es ist die Verwirklichung einer Vision, die Marc Marshall mit Leidenschaft und Ausdauer geschaffen hat. Sein Verständnis von Jazz beschreibt er so: „Jazz trägt das Unerwartete, das Überraschende in sich. In einer durchgetakteten Welt ein unschätzbarer Wert. Das war und ist für mich Jazz.“

Nathan East zu Gast in Baden-Baden

Mathias Dorner-Müller

Vom mutigen Beginn zur Erfolgsgeschichte

Ursprünglich wollte Marshall ein Festival für den Jazz-Trompeter Till Brönner in Baden-Baden organisieren. „Er war zunächst von der Idee begeistert, hat sich dann aber doch dagegen entschieden. Meine Ideen waren zu diesem Zeitpunkt schon so fortgeschritten, dass ich ‚mein‘ Festival daraus gemacht habe.“ Der Start war musikalisch spektakulär – mit Take 6 und The New York Voices. Doch das Publikum musste erst überzeugt werden. „Leider war der Zuschauerzuspruch eher bescheiden. Nun sind wir seit Jahren ausverkauft. Das macht mich glücklich und zeigt, dass es sich lohnt, durchzuhalten.“

Unvergessliche Momente und große Namen

Jedes Festivaljahr bringt unvergessliche Erlebnisse. Erinnerungen an verstorbene Künstlerkollegen wie Rolf Kühn, Paul Kuhn, Ack van Royen, Wolfgang Dauner und Roger Cicero sind „unvergessliche Begegnungen, die mich immer wieder tief berühren.“

Die gefeierte Soulsängerin Sy Smith

Mathias Dorner-Müller

Das Geheimnis von Mr. M’s Jazz Club

Was macht dieses Festival so einzigartig? „Alle unsere Abende sind Unikate! Diese Besetzungen haben nie vorher zusammengespielt und werden es wahrscheinlich auch nicht mehr. Das gibt’s so nur bei uns.“ Die Auswahl der Künstler erfolgt durch ein fein abgestimmtes Netzwerk. „Wir legen auch großen Wert darauf, dass es zwischen uns allen ‚menschelt‘. Der rote Faden ist die große Lust, das Leben und die Musik zu feiern.“

Publikum hautnah dabei – Jazz als Gemeinschaftserlebnis

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die direkte Einbindung des Publikums. „Das gemeinsame Erleben macht diese Abende so emotional und intensiv. Darauf möchte ich gerade in Zeiten von KI nicht verzichten.“

Der Saal brodelt zum Eröffnungskonzert

Steven Haberland

Junge Talente und Jazz-Legenden vereint

Besondere Höhepunkte erlebt Marshall, wenn junge Musiker auf der Bühne mit Legenden zusammenspielen. „Die ganz jungen Musikerinnen und Musiker Simon Oslender, Jakob Manz, Alma Naidu, Jakob Bänsch... in Kombination mit Legenden wie Randy Brecker, Mario Biondi, Ack van Royen... zu erleben, macht mich glücklich!“

Nathan East – eine Freundschaft mit musikalischer Strahlkraft

Eine prägende Zusammenarbeit verbindet ihn mit Nathan East. „Nathan ist wie ein Bruder. Er hat sich in das Festival und in unsere Stadt verliebt. Mit ihm hat unsere ganze Arbeit der letzten Jahre eine Adelung bekommen.“ Die Zusammenarbeit mit East öffnet Türen für weitere große Künstler und beeinflusst sogar Marshalls eigenen Gesang. „Seine durch und durch positive, ehrliche und menschliche Haltung ist vorbildhaft. Es tut einfach gut, ihn als Freund bezeichnen zu dürfen und diese Legende bei Mr. M’s an meiner Seite zu wissen.“

Das Konzert - Ein Feuerwerk aus Klang, Energie und purer Leidenschaft

Steven Haberland

Baden-Baden – der perfekte Ort für Jazz von Weltklasse

Dass Baden-Baden als UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt der perfekte Standort für das Festival ist, steht für Marshall außer Frage. „Baden-Baden hat, wie der Jazz, viele Gesichter. Die Stadt denkt und fühlt international und ist, genau wie der Jazz, immer für eine Überraschung gut.“ Besonders stolz ist er darauf, wie sich der Bénazetsaal in einen prachtvollen Ballroom verwandelt. „Wir haben ein wirklich phänomenales Kurhaus-Team, das dies jetzt zum 17. Mal mit uns möglich macht.“ Die Idee, das Konzept auch in andere Städte zu tragen, wurde bereits umgesetzt. „Das Original ist natürlich nicht zu toppen. Und ja, wir waren mit dem Konzept auch schon on tour – Dresden, München, Berlin, Hamburg, Stuttgart.“

Die Zukunft des Jazz – zwischen Tradition und digitaler Welt

Die Zukunft des Jazz sieht Marshall optimistisch, solange es Musiker gibt, die ihre Kunst mit Leidenschaft teilen. „Solange es Menschen gibt, die ihr künstlerisches Talent mit einem an Live-Musik interessierten Publikum teilen, wird es Musik und eben dann auch Jazz geben.“ Trotzdem bleibt er realistisch: „Je mehr sich Musik in die digitale Welt verabschiedet und sich dadurch auch die Zuhörer ihre Zuhörerfähigkeiten degenerieren, desto weniger wird Improvisation viele Menschen erreichen. Jazz wird immer bleiben.“

Tickets für das 18. JAZZ-Festival 2026 sind bereits erhältlich: https://www.badenbadenevents.de/veranstaltung/384-mr-ms-jazz-club/

Text:Sabine Zoller

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