Ressourceneffizienz als Wettbewerbsvorteil
Unternehmensapéro am 05. März 2026 setzt Impulse für zukunftsfähige Wirtschaft
Gute Gespräche, konkrete Praxisbeispiele und spürbare Aufbruchstimmung.

Gemeinsam für eine effizientere Wirtschaft in Bad Krozingen: Effizienzmoderator Julian Möntenich (Klimapartner Südbaden e. V.), Bürgermeister Christoph 3 Ober, Effizienzmoderator Fabian Delong, Wirtschaftsförderin Silke Eberlin, Oberbürgermeister Volker Kieber, Geschäftsführer Glas Trösch GmbH Robert Grabusic, Klimaschutzmanagerin Christine Wegner-Sänger (v.l.n.r.) | Bild: Peter Herrmann
Beim Unternehmensapéro, organisiert von der Großen Kreisstadt Bad Krozingen gemeinsam mit den Klimapartnern Südbaden e. V., informierten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen darüber, wie sie durch Ressourceneffizienz ihre Kosten senken und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können.
Oberbürgermeister Volker Kieber betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung einer effizienten Ressourcennutzung für die wirtschaftliche Zukunft des Standorts: „Als Stadtverwaltung verstehen wir uns als verlässlicher Partner unserer ortsansässigen Betriebe und Unternehmen – durch schnelle Genehmigungsverfahren, Beratung und Vernetzung. Ressourceneffizienz ist ein entscheidender Standortfaktor: Wer Material, Wasser oder Energie spart, senkt Kosten und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Diese ökonomische Resilienz, verbunden mit Innovation und Effizienz, ist gerade in Zeiten globaler Krisen und volatiler Märkte entscheidend.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Angebot der Kompetenzstelle Ressourceneffizienz (KEFF+), das Unternehmen eine kostenfreie und neutrale Analyse ihrer Effizienzpotenziale direkt im Betrieb ermöglicht. Qualifizierte Ressourceneffizienz-Expertinnen und -Experten identifizieren dabei Einsparpotenziale bei Energie, Material, Abwärme, Wasser und Produktionsprozessen und geben konkrete Handlungsempfehlungen – praxisnah und ohne Verpflichtungen. Das Angebot steht den Unternehmen in Bad Krozingen ab sofort bis Ende April zur Verfügung. Viele der
anwesenden Betriebe signalisierten bereits großes Interesse, den KEFF+Check zu nutzen, um ihre Prozesse effizienter zu gestalten und ihre wirtschaftliche Resilienz weiter zu stärken.
Wie Ressourceneffizienz konkret im Unternehmen umgesetzt werden kann, zeigte der Erfahrungsbericht der Glas Trösch GmbH. Das europaweit tätige Unternehmen hat einen hohen Energiebedarf. Allein bei der Herstellung von Floatglas wird an einem Standort täglich eine Energiemenge benötigt, die einer Kleinstadt im Laufe eines Jahres entspricht.
Um am Standort in Bad Krozingen-Schmidhofen konkurrenzfähig zur Produktion im Ausland zu bleiben, ist – bei vergleichsweise höheren Personalkosten – eine gesteigerte Energieeffizienz sowohl Notwendigkeit als auch Chance. Glas Trösch arbeitet deshalb kontinuierlich an der Optimierung seiner Produktionsprozesse.
Geschäftsführer Robert Grabusic sieht das Angebot der Kompetenzstelle als Bereicherung und berichtete von positiven Erfahrungen mit dem KEFF-Check: „Der KEFF-Check war für uns ein entscheidender Impuls, um unsere Energieeffizienz strukturiert weiterzuentwickeln. Wir konnten mehrere Empfehlungen direkt umsetzen und haben dadurch sowohl Kosten gespart als auch unsere Nachhaltigkeitsziele vorangebracht.“
Beim anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze auszutauschen. Die Veranstaltung machte deutlich: Ressourceneffizienz entwickelt sich unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen zunehmend zu einem zentralen Baustein für wirtschaftlichen Erfolg, Innovation und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Informationen zum KEFF+Check:
Der KEFF+Check ist ein kostenfreies Angebot der Kompetenzstelle Ressourceneffizienz Südlicher Oberrhein für kleine und mittlere Unternehmen. Dabei besuchen qualifizierte Effizienzmoderatorinnen und -moderatoren den Betrieb und analysieren vor Ort Einsparpotenziale bei Energie, Material, Abwärme, Wasser und Produktionsprozessen.
Unternehmen erhalten eine erste Einschätzung, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind und welche Fördermöglichkeiten genutzt werden können. Die Beratung ist neutral, unverbindlich
und dauert in der Regel wenige Stunden.
Unternehmen aus Bad Krozingen können den KEFF+Check in den kommenden Wochen über die Klimapartner Südbaden e.V. vereinbaren.


